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Das Outdoor Handy – wenn Nehmerqualitäten zählen

Smartphones werden heute immer komplexer, immer feiner, immer besser. Doch zugleich steigt die Angst, dass gerade die technisch besonders anspruchsvollen Handys beim Sport, am Strand oder beim Arbeiten Schaden nehmen können. Outdoorhandys schaffen hier Abhilfe. Denn diese robusten Alleskönner haben die nötigen Nehmerqualitäten: staubgeschützt, schockresistent oder sogar wasserdicht, das sind die Eigenschaften, die ein Outdoorhandy mitbringen muss, wenn es seinen Namen verdienen will. Schauen wir uns diese Nehmerqualitäten doch einmal genauer an.

Welche Schutzklasse hat mein Outdoorhandy?

Sagen, was man draufhat, kann ja jeder. Doch wie steht es damit wirklich? Outdoorhandys werden üblicherweise nach einem internationalen Bewertungsmuster zertifiziert, dem Protection Standard (IP). Man spricht dann auch von IP-Klasse oder Schutzklasse. Die Angabe erfolgt immer in der Form IPxx, wobei das xx für jeweils eine Ziffer von null bis neun steht.

 

Dabei gilt grundsätzlich: je höher die Zahlen, desto besser! Die Ziffer null bedeutet dabei, dass kein Schutz besteht.

 

Die erste Ziffer bezieht sich auf den Schutz von eindringenden Fremdkörpern. Was muss man sich darunter vorstellen? „Fremdkörper“ können z.B. Sandkörner oder Staubpartikel sein, die in das Gehäuseinnere gelangen und die Technik darin lahmlegen.

Die zweite Ziffer gibt den Schutz vor eindringendem Wasser an. Dies kann von Spritzwasser bis hin zum Meerwasser beim Tauchen sein.

 

Wir haben hier alle Schutzklassen kurz in einer anschaulichen Tabelle aufgelistet:

 

Übersicht IP-Schutzklassen:
Erste Kennziffer Schutz vor eindringenden Fremdkörpern Zweite Kennziffer Schutz vor Wasser
0 kein Schutz 0 kein Schutz
1 Schutz vor Fremdkörpern mit einem Durchmesser von weniger als 50 Millimetern 1 vor senkrecht fallenden Wassertropfen geschützt
2 Schutz vor Fremdkörpern mit einem Durchmesser von weniger als 12 Millimetern 2 vor Wassertropfen mit einem Einfallswinkel von 15° geschützt (an der Senkrechten gemessen)
3 Schutz vor Fremdkörpern mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Millimetern 3 vor Sprühwasser geschützt bei einem Einfallswinkel von 60° (an der Senkrechten gemessen)
4 Schutz vor Fremdkörpern mit einem Durchmesser von weniger als 1 Millimeter 4 vor Sprühwasser geschützt (z.B. wenn man bei Nieselregen draußen telefoniert)
5 vollständiger Schutz vor Staubablagerungen (z.B. am Strand) 5 vor Strahlwasser geschützt (z.B. wenn das Handy im Regen liegt)
6 Vollständig staubdicht (z.B. bei Aktivitäten in wüstenähnlichen Gebieten) 6 vor eindringendem Wasser und vorübergehenden Überflutung geschützt
7 7 vor eindringendem Wasser beim Eintauchen geschützt (das Handy kann z.B. kurz ins Wasser fallen)
8 8 vor eindringendem Wasser ohne Zeitlimit beim Eintauchen geschützt
9 9 vor eindringendem Wasser ohne Zeitlimit beim Eintauchen geschützt, und das auch bei starkem Druck mit bis zu 100 bar

 

Beide Ziffern werden dann zu einem Standard kombiniert. So ist z.B. ein gängiger Militärstandard IP 65 für staub- und wassergeschützte Outdoorhandys. Die Schutzklassen können sich dabei sowohl auf die Tastatur oder das Gehäuse beziehen.

Sind Outdoor Handys mit weniger Funktionen ausgestattet?

Wer denkt, dass er mit seinem Outdoorhandy auf technische Finessen verzichten muss, hat sich getäuscht. Das Sony Xperia Z2 ist z.B. ein waschechtes Highend-Smartphone mit Outdoorqualitäten nach den Standards IP55 und IP58, die das Gerät zum perfekten Begleiter auf Bergtouren oder am Strand machen. Ein weiteres Beispiel ist auch das Samsung Galaxy S4 Active, das mit der Schutzklasse IP67 sogar einen noch höheren Standard bieten kann, und das bei voller technischer Höchstleistung!

 

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