Fujitsu und Toshiba: Schon jeder für sich ist ein Gigant, allerdings ist jeder einzeln auf dem Handy-Markt nur mäßig erfolgreich. Nun wollen die beiden Hersteller ihr Handy-Geschäft vereinen und zusammen den Markt stürmen. Mit der Fusion wäre dies der zweitgrößte Hersteller auf dem japanischen Markt. Die Fusion soll in Form einer Joint Venture stattfinden – aktuell laufen noch die Verhandlungen, die allerdings in den letzten Zügen liegen, sodass anzunehmen ist, dass die Fusion beider Hersteller noch in diesem Jahr über die Bühne geht.
Aktuell verteilen sich die Anteile auf dem japanischen Markt wie folgt: Sharp führt die Spitze mit 26,2 Prozent an, gefolgt von Panasonic mit 15,1 Prozent und NEC Casio Mobile mit 14,6 Prozent. Sind die Verhandlungen abgeschlossen, kommen Fujitsu und Toshiba zusammen auf 18,7 Prozent. Der Grund für die Fusion liegt auf der Hand: Personal- und Produktionskosten sollen reduziert, die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden.
Auch über den japanischen Markt hinweg lohnt sich die Fusion für beide Hersteller: Während sich Fujitsu vom schrumpfenden japanischen Markt zurückziehen möchte, hat Toshiba in Europa bereits ein gutes Vertriebsnetz ausbauen können. Seit 2009 offeriert Toshiba in Europa mit dem TG01 Windows-basierende Smartphones und hat damit einen Fuß in der Tür. Mit der Fusion entstünde für Fujitsu nun auch hier die Option, sich auf dem europäischen Markt zu etablieren – fern ab vom erfolgreicher laufenden PC-Markt. Über einen gemeinsamen Namen haben sich die beiden Unternehmen noch nicht weiter geäußert – dieser bleibt noch genauso abzuwarten, wie die Frage, ob die Fusion zum beidseitig gewünschten Erfolg führt.
Toshiba brachte erst letztes Jahr das TG01 Handy heraus, was über einen 1GHz Prozessor und einem Touchscreen mit 4,1 Zoll Displaydiagonale verfügte. Zur Veröffentlichung war das Toshiba TG01 das bislang größte Touchphone auf dem Handy-Markt.
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