Sonntag, 21. Februar 2010

Eins vorweg: es gibt nur wenig, sehr wenig am Nokia N900 auszusetzen. Insgesamt ist Nokias iPhone-Konkurrent rundum gelungen, aber wie jedes Gerät bringt es ein paar kleine Mängel mit sich. Den typischen iPhone-Benutzer wird es zwar aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zum Markenwechsel von Apple zu Nokia bewegen, aber es ist auf jeden Fall im Smartphone-Segment konkurrenzfähig.

 

Zu den unstrittigen technischen Highlights des N900 zählen vor allem die Kamera: Fünf Megapixel sind ordentlich für ein Smartphone, die Optik von Carl Zeiss ein echtes Schmankerl, Geotagging dank integriertem GPS das Sahnehäubchen. Einziges Manko: die Kamera ragt ein wenig aus dem Gehäuse heraus – das hätte eleganter gelöst werden können. Dafür entschädigt es mit einer Fotoverwaltung, die vorbildlich ist: Fotos lassen sich verschlagworten und durch die Tag-Cloud organisieren oder gleich ins Web hochladen. Dazu besitzt das N900 eine zweite VGA-Kamera auf der Vorderseite, die als Webcam konzipiert wurde und bisher nicht für Videotelefonie verwendbar ist. Für eine optimale Grafikdarstellung sorgt indes ein zusätzlicher Grafikchip, der OpenGL ES 2.0 unterstützt.

 

Maemo ist ein Betriebssystem, das im Kern auf Linux aufbaut – ein Mozilla-Internetbrowser wird beispielsweise schon mitgeliefert, und auch Flash-Inhalte im Web stellen für das N900 kein Problem dar. Mit Unterstützung für JavaScript und AJAX ist der Browser damit technisch auf dem aktuellen Stand – und es kann jederzeit weitere Software nachinstalliert werden. Die steht beispielsweise auf maemo.org zur Verfügung, wo eine ganze Community Software für das Betriebssystem entwickelt – und so findet sich im Netz bereits eine solide Anzahl an Programmen für das N900 bis hin zu Spielen, Anwendungsprogrammen und Utilities. Darüber hinaus lässt sich das N900 als Massenspeicher nutzen: an den PC angeschlossen, kann es auch zum Transport von Daten genutzt werden.

 

Ein paar Details trüben allerdings das an sich runde Gesamtbild: da wäre beispielsweise das eben so gar nicht runde Design – das N900 präsentiert sich recht klobig und liegt auch wie ein Klotz in der Hand – hier hätte die Entwicklungsabteilung noch ein wenig Design mit in das Smartphone verbauen können.

 

Das Betriebssystem ist zwar mit einigen Vorteilen verknüpft, bringt allerdings auch ein paar Nachteile mit sich: die Bedienung setzt einige Einarbeitungszeit voraus. Mit einem Klick alles im Griff – nicht beim N900. Dazu kommt, dass die Vorteile des zusätzlichen Grafikchips durch das LCD ausgebremst werden – ein OLED hätte dem N900 gut gestanden und hätte für klarere Bilder gesorgt. Das Thema Akku ist bei vielen Smartphones ein wunder Punkt, so auch beim N900: bei intensiver Nutzung hält er nichtmal einen Tag durch. Gewöhnungsbedürftig auch die schmale Tastatur des N900 und die Doppelbelegung der oberen Zeile mit Buchstaben und Zahlen – für flüssiges Schreiben ist hier einige Übung erforderlich.

 

Berührungen des resistiven Touchdisplays quittiert das N900 mit einer Vibration – aber in Punkto Wischbewegungen wäre ein kapazitives Touchdisplay wie beim iPhone im Vorteil gewesen.
Insgesamt überzeugt das N900 durch eine Fülle an durchdachten Details – wenn man sich eine Weile mit dem Smartphone beschäftigt, wird man darin sicher einen zuverlässigen Begleiter finden. Es sei denn, der Akku ist leer. Das Nokia N900 können Sie günstig bei uns im LogiTel Shop kaufen. Ohne Vertrag oder mit Vertrag.

 

 

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Kategorie: Handys
Online gestellt von: Henry

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