Das Marktforschungsinstitut comScore hat eine Studie veröffentlicht, die sich rund um das Thema mobiles Internet dreht. Gingen frühere Studien dieser Art so aus, dass Europa die USA locker in die Tasche steckte, hat sich dieses Bild nun gewandelt. Das war unter anderem mit der Smartphone-Nutzung zu begründen: Europäer nutzten moderne Geräte, während die USA eher mit einfachen Klapphandys bestückt waren. Dem iPhone und den neuen Android-Geräten ist es letztlich zu verdanken, dass die Staaten angezogen haben.
An der Spitze der Studie stehen allerdings noch immer die Japaner: 75 Prozent von ihnen gehen mobil ins Web, laden hier Apps und weitere Inhalte herunter. Die USA schafft den überraschenden Sprung auf 43,7 Prozent mobiler Internetnutzung, sodass nun Europa das Schlusslicht bildet: Lediglich 38,5 Prozent arbeitet mit dem mobilen Internet. Besonders beliebt sind bei den Europäern der SMS-Versand, Fotos und Videos aufnehmen und Musik hören; beim Surfen nutzt der Europäer gerne Programmdownloads. Dabei überholen die Europäer beim Thema Gaming die USA und Japan: 24,1 Prozent der europäischen Bevölkerung zocken mobil, in den USA immerhin 22,5 Prozent und weit dahinter die Japaner mit 16,3 Prozent.
Japan surft allerdings mit 59,3 Prozent sehr gern, 54 Prozent fragen mobil ihre Mails ab und Anwendungen werden von 42,3 Prozent genutzt. Die USA surft und nutzt Apps, anschließend steht der Mail-Verkehr im Fokus und erst dann kommen Spiele. Die USA liegt bei der Social Network- und Instant Messenger-Nutzung ganz oben. Die USA und Europa nutzen übrigens am liebsten Facebook; die Japaner den Konkurrenten Mixi. An zweiter Stelle steht in Japan Gree, in den USA MySpace und in Europa YouTube.
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