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Vodafone Secure Net – netzbasierter Schutz für mobile Geräte

Smartphones und Tablets werden immer leistungsfähiger, und so steigt die Anzahl der Nutzer rapide, die tagtäglich nur noch mit dem mobilen Endgerät online gehen. Die Gefahr dabei: man fängt sich leicht Schadsoftware ein, da die Zahl der Trojaner, Viren und anderen Schädlingen pro Monat laut Vodafone um 20.000 steigt. Dagegen setzt das Unternehmen einen Rundum-Schutz namens Vodafone Secure Net, den Kunden wahlweise zu ihrem Mobilfunkvertrag mitbuchen können. Wir stellen dieses Schutzpaket detailliert vor.

Vodafone Secure Net - Headerbild

Viren, Phishing-Software, Trojaner und ähnliche Fieslinge gehören seit längerem leider zum World Wide Web dazu. Doch wo sich PC-Nutzer schon seit einiger Zeit gegen diese Eindringlinge wappnen, so gut es eben geht (Antivirenprogramme, Firewalls etc.), vernachlässigen viele User von Tablets und Smartphones den Schutz ihres mobilen Endgeräts auch heutzutage noch. Manchen ist die digitale Gefahr gar nicht richtig bewusst, andere ignorieren sie; nur 50 Prozent der Nutzer dieser Geräte haben auf diesen ein Antivirenprogramm installiert. Klar ist aber, dass die Gefährdung „vom PC aufs Handy“ wandert, wie es Marcello Maggioni, Geschäftsführer Consumer Business bei Vodafone Deutschland, ausgedrückt hat. Um das Risiko einzudämmen, hat das Unternehmen am 15. Dezember die Aktion Vodafone Secure Net gestartet.

Was beinhaltet Vodafone Secure Net?

Das Schutzprogramm möchte die Möglichkeit, dass Schadsoftware überhaupt auf das Smartphone oder das Tablet gelangt, schon im Vorfeld so gut wie ausschließen. Das geschieht, indem die Schädlinge bereits identifiziert werden, wenn sie im Netz kursieren. Technisch gesprochen heißt das: Die Schadsoftware wird von den Vodafone-Suchalgorithmen erkannt und markiert. Mobile Endgeräte, die mit Secure Net von Vodafone ausgestattet sind, werden dann daran gehindert, jene Domains, auf denen die Schädlinge unterwegs sind, überhaupt erst zu besuchen, um so zu verhindern, dass sie sich infizieren. Vodafone Secure Net funktioniert also genau wie ein Filter.

Dazu schafft es diese Technologie, neben Trojanern und Viren auch Spyware und Würmer zu identifizieren. Wer Vodafone Secure Net bucht, hat die Möglichkeit, die vordefinierten Filter von Vodafone auszuwählen, um dem mobilen Endgerät den Zugang zu den gebrandmarkten Websites zu versperren. Zusätzlich können Blacklists angelegt werden, also sprichwörtlich „Schwarze Listen“, die man als Nutzer erstellt und darin selbst definiert, welche URLs für das eigene Gerät nicht erreichbar sein sollen. Oder besser gesagt: für alle eigenen mobilen Devices.

Die Buchung der Secure Net Option von Vodafone kann hier über folgende Wege erfolgen:

Wie kann Secure Net konfiguriert werden?

Denn es genügt, bei Abschluss eines Mobilvertrags die Option Vodafone Secure Net hinzu zu buchen – oder das zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Die ersten Schritte, um Secure Net einrichten zu können, erfolgen online auf der dafür vorgesehenen Plattform https://securenet.vodafone.de, und während dieses Prozesses können Anwender direkt und gezielt auswählen, welche Inhalte auf welchen eigenen Endgeräten geblockt werden sollen, zwölf Kategorien gibt es hierfür. Von dieser Plattform aus lassen sich alle mobilen Geräte bestimmen, für die Secure Net die Steuerung übernehmen soll. Übrigens können auch Debit-Kunden diese Option ziehen. Je nach Tarif dauert die Freischaltung maximal drei Monate, via SMS werden Kunden informiert, wenn die Voraktivierung erfolgt ist.

Eltern können die Zugriffe der Kinder gezielt absichern

User haben überdies die Möglichkeit, nicht nur die eigenen Geräte vor Schädlingen oder gefährlichen Inhalten zu schützen, sondern auch die Smartphones oder Tablets der Kinder. Eltern können somit festlegen, welche Websites für den Nachwuchs tabu bleiben und somit verhindern, dass die Kleinen sich versehentlich auf pornographischen oder gewaltverherrlichenden Seiten tummeln. Der Download von Apps mit nicht jugendfreien Inhalten kann mit Secure Net zwar nicht direkt verhindert werden. Aber das Programm lässt sich so einstellen, dass Eltern eine Nachricht erhalten, wenn die Nachkommenschaft eine neue App heruntergeladen hat. So können die Erziehungsberechtigten immer direkt kontrollieren, um welche App es sich handelt. In öffentlichen WLAN-Netzen schützt Secure Net zusätzlich davor, dass andere Netzwerknutzer das Smartphone oder das Tablet ausspionieren können.

Betriebssysteme, Kosten und Alternativen

Vodafone Secure Net funktioniert mit allen derzeit gängigen Betriebsplattformen: Apple iOS, Android, Windows und Blackberry. Der Dienst wurde erst vor kurzem freigeschaltet und ist für Privat- wie Geschäftskunden verfügbar, zunächst tatsächlich erst einmal nur für mobiles Surfen. Die ersten sechs Monate der Nutzung von Vodafone Secure Net sind grundsätzlich gratis. Anschließend kostet die Nutzung von Secure Net 1,99 Euro pro Monat. Vor Ablauf der Testphase sendet Vodafone eine SMS mit den entsprechenden Informationen an die Nutzer. Die Kündigung ist übrigens monatlich möglich.

Eine vergleichbare Technologie für Tablet-Computer und Smartphone gibt es von anderen Anbietern bis jetzt nicht. Wer sein mobiles Gerät bei einem anderen Anbieter schützen möchte, greift stattdessen auf herkömmliche Antivirus-Apps zurück.

Fazit zu Vodafone Secure Net:

Tatsächlich stellt Vodafone Secure Net eine bis jetzt einzigartige Neuerung dar. Ob damit alle Probleme gelöst werden oder die Erkennungsrate bzw. die Identifizierung der Schadsoftware schon im Netz gelingt, muss die Technik erst noch in der Praxis beweisen. Der Ansatz jedenfalls ist vielversprechend, und auch der Umstand, dass Secure Net auf allen gängigen Systemen funktioniert, ist sehr positiv. Ab jetzt allerdings muss die Schutzfunktion in der Realität zeigen, ob sie so gut ist, wie sie verspricht.

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