iOS ist das Betriebssystem von Apple für iPhone und iPod touch.

 

iOS – Apples intuitives Betriebssystem

Es gilt als Maß aller Dinge: iOS, Apples Betriebssystem für iPhone und iPod touch, setzt in Sachen Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit Maßstäbe. Bei keinem anderen Smartphone-Hersteller sind Software und Hardware so fein aufeinander abgestimmt. Seit seinem ersten Auftritt 2007 hat sich das iPhone zu Apples beliebtestem Produkt gemausert. Folglich ist iOS auch das wichtigste Betriebssystem des Unternehmens. Anders als das Android-Betriebssystem von Google bringt iOS ausschließlich Apple-Geräte zum Laufen – bis 2018 lief es auch auf dem iPad. Zu seinen Anfängen war iOS – ebenso wie das Google-Pendant – eine kleine Nummer auf dem Markt der mobilen Betriebssysteme. Mittlerweile teilen sich die Konkurrenten den Markt quasi auf: 20,9 Prozent der Smartphone-Nutzer in Deutschland haben ein iPhone und damit iOS. 78,2 Prozent entfallen auf Android-Geräte, wie eine Statista-Umfrage für 2020 ergab.

 

Was hält iOS als Betriebssystem für Nutzer bereit?

Das mobile Betriebssystem von Apple erlebte den Beginn seines kometenhaften Aufstiegs noch als iPhone OS. Erst 2010 erhielt es den Namen iOS. Ab dem Jahr trieb es neben den iPhones auch die iPads an. Bis das Apple-Tablet 2018 ein eignes Betriebssystem erhielt. Seit seinem Erscheinen 2007 hat das iPhone nicht nur den Handy-Markt umgekrempelt, sondern hat zudem eine treue Kundenschar um sich versammelt. Sie sind absolut überzeugt von den zweifellosen Vorzügen des iPhones. Doch mancher Vorteil lässt sich auch als Nachteil des Apple-Smartphones und damit des iOS-Betriebssystems auslegen. Da kommt es ganz auf die Ansprüche des Nutzers an.

Zunächst einmal spricht für das iOS-Betriebssystem, dass Software und Hardware absolut aufeinander abgestimmt sind. Das Apple-OS läuft nur auf den hauseigenen Modellen. Ihre Zahl ist überschaubar. Umso enger lassen sich Hardware und Software verzahnen. Damit ist aber auch klar: Wer sich für iOS als Betriebssystem entscheidet, ist gleichzeitig festgelegt auf ein iPhone.

 

Das Betriebssystem von Apple lässt sich intuitiv bedienen. Nur sehr behutsam hat Apple über die Jahre an der Benutzeroberfläche geschraubt. Nutzer müssen sich beim Gerätewechsel also nicht wirklich umgewöhnen. Zudem gewährt Apple ein einheitliches Nutzererlebnis über alle Geräte hinweg – vorausgesetzt, es handelt sich um Geräte made in Cupertino.

 

Nicht jeder darf in den App Store: Apple nimmt Anwendungen, die in den App Store drängen, genau unter die Lupe. Da bleiben schon mal welche draußen. So tummeln sich im Apple-Store rund eine Million Apps weniger als in Googles Play Store. Das sind immer noch 2,5 Millionen Apps, also eine mehr als reichliche Auswahl. Dafür schleichen sich keine Fake-Apps in den Apple-Store ein. Das kommt beim Google-Pendant durchaus vor und verlangt von den Android-Nutzern ein umsichtigeres Vorgehen bei der App-Wahl.

 

In Sachen Sicherheit und Datenschutz hat Apple die Nase vorn. Der Konzern liefert regelmäßig Sicherheitsupdates aus. Software-Updates erhalten iPhones üblicherweise fünf Jahre lang. So erhält gar das iPhone 6s noch ein Upgrade auf iOS 14. Allerdings unter der Voraussetzung, dass das Smartphone auf aktuellen Stand ist, also iOS 13 auch schon installiert wurde. Auch zeigt Apple deutlich weniger Interesse an den Daten der Nutzer. Wie Forscher der US-amerikanischen Vanderbilt University herausgefunden haben, kommuniziert ein Android-Smartphone im Stand-by-Betrieb zehnmal häufiger mit den Google-Servern als ein iPhone mit den Rechenzentren von Apple. Die Erklärung: Der iPhone-Produzent verdient seine Brötchen vorrangig mit dem Verkauf seiner Geräte – nicht mit den Daten der Nutzer.

 

 

Das iPhone hat treue Anhänger, die sich auf jedes neue Modell freuen.

Deshalb lieben Apple-Nutzer iOS

  • Füreinander geschaffen: Da Geräte und Betriebssystem aus einer Hand kommen, sind Hardware und Software sehr fein aufeinander abgestimmt.
  • Einheitliches Nutzererlebnis: Wer zwischen verschiedenen Apple-Geräten wechselt, findet sich mühelos zurecht. Die Benutzeroberflächen auf iPhone, iPad oder MacBook ähneln einander.
  • Kinderleicht: Das iPhone lässt sich intuitiv bedienen.
  • Das geschlossene System von iOS bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Die regelmäßigen und rasch ausgelieferten Updates tragen zum Schutz Deiner Daten bei.
  • Apple wacht mit Argusaugen über Anwendungen, die Zutritt zum App Store erhalten. Das schützt Dich als Nutzer vor unliebsamer Malware.
  • Apple hält das Betriebssystem iOS lange aktuell: Sicherheitsupdates und neue OS-Versionen gibt es bis zu fünf Jahre lang.

 

Potentielle Nachteile von iOS

  • iOS ist Apple-Geräten vorbehalten. Wer sich für das Betriebssystem entscheidet, ist aufs iPhone festgelegt.
  • Apples Zugangskontrollen zum App Store beschränkt die Auswahl an Apps. Obwohl: Kann man bei 2,5 Millionen Anwendungen von einem beschränkten Angebot sprechen?!
  • Apple räumt den Nutzern wenig Möglichkeiten ein, Menü und Benutzeroberfläche von iOS individuell zu gestalten.

 

Apple veröffentlich regelmäßig neue iOS-Versionen

Kein anderer Smartphone-Hersteller hält seine Geräte so lange auf aktuellem Stand wie Apple. Der Konzern aus Cupertino versorgt iPhones in der Regel fünf Jahre lang mit der neuesten iOS-Version. Das aktuelle iOS lässt sich in der Regel auf allen unterstützten Modellen problemlos installieren. Doch die älteren iPhones können eventuell nicht alle Features und Funktionen nutzen, die das aktuelle Betriebssystem bereithält. Unabhängig davon erhöht das Update auf jeden Fall die Sicherheit Deines Smartphones. Doch nicht nur mit den jährlichen Aktualisierungen des Betriebssystems bleibt Dein iPhone geschützt.

 

Bis zu viermal im Jahr liefert der Tech-Gigant sogenannte Major-Updates aus: Dabei werden neue Funktionen installiert. Daneben gibt es noch die Bug-Fix-Updates. Sie schließen Sicherheitslücken im iOS-Betriebssystem und beheben Fehler. Die meist kleinen Aktualisierungen erfolgen nicht in einem festgelegten Turnus. Apple schickt die Updates auf die iPhones, sobald sie bereit für den Release sind.

 

iOS 14: Die wichtigsten neuen Features

Vertraut und doch anders: Das aktuelle iOS 14 wartet mit einigen neuen Funktionen auf. Vor allem lässt das Apple-Betriebssystem den Nutzern mehr Spielraum und es schafft mehr Ordnung.

 

 

Mit Widgets lässt sich der Homescreen des iPhones anpassen.

Widgets für den Homescreen

Apple hat den Widgets ein neues Design verpasst und sie freigelassen. Ganz nach Belieben kannst Du Widgets für die Funktionen, die Dir wichtig sind und auf die Du schnell zugreifen möchtest, auf dem Homescreen ablegen. In der Widget Galerie findest Du, was Du brauchst, um Deinen Homescreen ganz nach Deinen Wünschen einzurichten. Du kannst die Widgets sogar stapeln. So liegen die wichtigen Infos und Funktionen an einer Stelle. Mit einem Swipe wechselst Du von einer Anwendung zur nächsten.

 

 

In der App Mediathek lassen sich die Apps organisieren.

Die App Mediathek

Apple hat in der App Mediathek einen Ort entworfen, an dem Du alle Deine Apps organisieren kannst. Die App Mediathek findest Du am Ende der Homescreen-Seiten. Sie sortiert die Apps automatisch in Kategorien wie soziale Netzwerke oder Produktivität ein. Das bringt Ordnung ins App-Chaos und erleichtert Dir die Suche nach der Anwendung, die Du gerade brauchst. Zusätzlich verfügt die App Mediathek über eine Suchfunktion. Installierst Du eine neue App, bestimmst Du, ob sie auf dem Homescreen erscheint oder nur in der App Mediathek abgelegt wird.

 

 

Eine kompakte Ansicht für Anrufe bietet iOS 14.

Kompakte Ansichten für FaceTime & Co.

Ein praktisches Feature, das Android-Nutzer bereits kennen, bringt iOS 14 aufs iPhone. FaceTime beherrscht nun Bild-in-Bild. Das Video lässt sich aus dem Vollbildmodus in eine kleinere Ansicht bringen und beliebig auf dem Display verschieben. So kannst Du auf das schauen, das gerade ebenfalls wichtig ist. Geht ein Anruf ein, erscheint nur noch ein kompaktes Banner am oberen Ende des Bildschirms. Mit einem Wisch nach oben, lehnst Du den Anruf ab. Wischst Du nach unten, öffnen sich weitere Optionen für FaceTime oder Anrufe. Tippst Du einfach auf das Banner, nimmst Du das Gespräch direkt an.

 

Standard-Apps für Browser & Mail

Es kommt beinahe einer Revolution gleich: iPhone-Nutzer dürfen unter iOS 14 selbst entscheiden, welche Anwendung sie üblicherweise zum Surfen und Mailen verwenden. Unter iOS 14 räumt Apple ihnen die Freiheit ein, andere Apps als Safari & Co. als Standard festzulegen.

 

 

App Clips sind Anwendungen, die nach Gebrauch automatisch wieder verschwinden.

App Clips für jede Gelegenheit

App Clips sind kleine Teile einer App, auf die Du für eine bestimmte Funktion zugreifst. Sie sind kleiner als zehn Megabyte, damit Du sie in Sekundenschnelle verwenden kannst. Die App Clips werden im Gegensatz zu einer normalen Anwendung nicht installiert. Haben sie ihren Zweck erfüllt, verschwinden sie wieder. Du hast jedoch stets die Möglichkeit, die App, die hinter der Mini-Anwendung steht, herunterzuladen.

Du findest App Clips über NFC-Tags, QR-Codes oder über von Apple entwickelte Codes. Du kannst sie in Nachrichten, Karten oder Safari abrufen. Nach Apples Vorstellung bezahlst Du über App Clips im Parkhaus, orderst Dein Abendessen oder leihst ein Fahrrad aus.

 

 

 

 

 

 

Zugriffsrechte von Apps lassen sich unter iOS 14 diggerenziert festlegen.

Erhöhter Datenschutz

Unter iOS 14 vergibst Du noch differenzierter Zugriffsrechte an Apps als bisher. Damit schützt Du Deine Daten noch stärker. Das Apple-Betriebssystem unterscheidet in der aktuellen Version zum Beispiel zwischen Lese- und Schreibzugriff auf die Mediathek. Möchtest Du ein Foto oder ein Video über eine App teilen, kannst Du den Zugang so weit beschränken, dass die Anwendung nur die ausgewählte Datei sieht.

 

Dir gefällt es nicht, dass die Wetter-App Deinen genauen Standort wissen möchte? Muss sie unter iOS 14 auch nicht. Gib einfach den ungefähren Standort frei.

 

Zudem verlangt Apple von den Entwicklern übersichtlichere Infos, welche Daten und wie sie diese in den Apps verarbeiten. An auffälliger Stelle positioniert Apple die Datenschutzinformationen im App Store.

 

Passt das Apple-Betriebssystem zu mir?

Für viele Smartphone-Nutzer ist die Frage nach iOS oder Android eine Glaubensfrage. Entweder sind sie leidenschaftliche Apple-Jünger oder Anhänger der Open-Source-Idee. Gehörst Du einer dieser Gruppen an, ist die Entscheidung längst gefallen. Gehst Du ganz unvoreingenommen an die Frage heran, weil Du einfach für Dich die beste Wahl treffen möchtest, gibt es ein paar überzeugende Argumente für das Apple-Betriebssystem:

  • Ein ganz fetter Pluspunkt für iOS ist der lange Update-Service von fünf Jahren: Bleibst Du Deinem Smartphone gern lange treu, lohnt sich die Investition in das teure Apple-Produkt.
  • Apple nimmt den Datenschutz sehr ernst. Legst Du Wert darauf, möglichst wenig preiszugeben, ist das iPhone mit iOS das Gerät Deiner Wahl.
  • Bist Du jemand, der Veränderungen am liebsten behutsam verdaut, ist iOS ebenfalls eine gute Wahl: Das Apple-Betriebssystem hat sich in seiner Benutzeroberfläche über die Jahre nur wenig verändert.
  • Wer gerne sorglos im App Store zugreift, ist mit Apple und dem iOS-Betriebssystem gut beraten. Der Tech-Gigant aus Cupertino nimmt jede App genau unter die Lupe, bevor sie im App Store bereitgestellt wird. So bist Du besten geschützt vor Malware und Fake-Apps.
  • Benutzt Du bereits ein anderes Apple-Gerät? iPad oder MacBook? In dem Fall ist der Weg zum iPhone und iOS ein naheliegender. Die Betriebssysteme gleichen einander nicht nur, vor allem kommunizieren sie reibungslos miteinander. Ein Projekt oder ein Spiel, das Du auf dem einen Gerät gestartet hast, setzt Du einfach auf dem anderen fort. 

 

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