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LogiTel-Umfrage: Was kommt da eigentlich aus der Wand?

IM ÜBERBLICK

Internet ist heute so selbstverständlich wie Strom oder fließendes Wasser, aber wie gut kennen wir eigentlich die Technik dahinter? Und noch spannender: Welche Anschlüsse wünschen sich die Menschen wirklich?

Wir bei LogiTel wollten’s genau wissen und haben dazu eine eigene Online-Umfrage gestartet. 973 Menschen ab 18 Jahren haben teilgenommen und herausgekommen ist ein spannender Blick auf die Selbstwahrnehmung, Anschlussrealität und Wunschdenken: Wer glaubt zu wissen, wie das eigene Internet ins Haus kommt? Welche Technik steht ganz oben auf der Wunschliste? Und wie groß ist der Unterschied zwischen dem, was wir haben und dem, was wir gern hätten?

Die Antworten geben überraschende Einblicke – und einen kleinen Seitenhieb auf den aktuellen Stand des Netzausbaus in Deutschland.

Welchen Internetanschluss bevorzugst Du zuhause?

Der Traum vom Highspeed-Internet liegt auf Platz 1

  • Die erste große Erkenntnis unserer Umfrage: Glasfaser ist der ungeschlagene Publikumsliebling. Satte 408 Stimmen (fast 42 %) entfielen auf den schnellen Lichtleiter. Kein Wunder, steht Glasfaser doch für das Versprechen von ruckelfreien Videocalls, ultraschnellem Streaming und Uploads in Minuten statt Stunden. Das Problem: Der Wunsch ist da, der Bedarf sowieso, nur das Netz noch nicht so ganz.
  • DSL/VDSL folgt auf dem zweiten Platz mit 300 Stimmen (30 %). Eine echte Klassiker-Technologie – quasi der VW Golf unter den Internetanschlüssen: läuft zuverlässig, ist fast überall zu haben und bringt einen ziemlich sicher ans Ziel. Keine Innovation, dafür weiß man, was man bekommt. Solide, unaufgeregt – und genau deshalb wohl noch immer beliebt.
  • Mit 111 Stimmen (11 %) holen Kabelanschlüsse den dritten Platz – deutlich hinter DSL und Glasfaser. Früher einmal die „schnelle Alternative“, heute eher ein launischer Mitbewohner: mal richtig schnell, mal mit Ladehemmung – und beim Streamen gern unentschlossen, ob er durchzieht oder doch lieber kurz pausiert.
  • Für 83 Personen (8 %) ist das alles übrigens egal – Hauptsache, das Internet läuft. Verständlich – wer schon mal einen ganzen Abend mit Router-Neustarts und WLAN-Fluchen verbracht hat, setzt lieber auf Stabilität als auf Technikdetails.
  • Und dann gibt es noch die 71 Personen (7 %), die auf Mobilfunk setzen – kabellos, flexibel und immer bereit. Digitale Freiheit pur, zumindest bis der Empfang hinter dicken Altbauwänden verschwindet, das Funkloch zuschlägt oder das Datenvolumen zuneige geht. Für viele aber der praktische Plan B, wenn DSL & Co. nicht liefern können.
Balkendiagramm zur bevorzugten Internetanschlussart aus einer Umfrage mit 973 Personen: Glasfaser 408 Nennungen (meistgewählt), DSL/VDSL 300, Kabel 111, egal 83 und Mobilfunk 71. Quelle: Eigene Online-Umfrage von LogiTel.

Welche Technik steckt hinter Deinem Internetanschluss?

Wer weiß eigentlich, was zuhause aus der Leitung kommt?

In einer zweiten Frage wollten wir wissen: „Weißt Du eigentlich, welche Technik hinter Deinem Internetanschluss steckt?“ Keine Sorge, das war kein Technikquiz mit fiesen Fangfragen, sondern ein Blick auf die Selbsteinschätzung: Wer glaubt, zu wissen, wie das eigene Internet technisch angebunden ist?
Und mal ehrlich: Ob diese Antworten wirklich mit dem Verteilerkasten übereinstimmen, bleibt offen. Spannend ist am Ende aber weniger die technische Genauigkeit, als vielmehr das Vertrauen, das die Befragten in ihr eigenes Technikverständnis haben.

  • 78 % der 18- bis 24-Jährigen sagen: Klar weiß ich, was bei mir läuft.
  • In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen trauen sich 73,8 % diese Einschätzung zu.
  • Die 35- bis 49-Jährigen liegen mit 77,7 % sogar noch etwas höher.
  • Auch bei den 50- bis 64-Jährigen ist die Selbsteinschätzung stabil: 75,6 % glauben zu wissen, was bei ihnen aus der Wand kommt.
  • Und selbst bei den über 64-Jährigen fühlen sich noch 73 % technikfit genug, um den eigenen Anschluss zu benennen.

Wer weiß also, was aus der Leitung kommt? Offenbar ziemlich viele – oder sie sind zumindest fest davon überzeugt. Denn wenn es ums eigene Internet geht, zeigen sich die meisten erstaunlich selbstbewusst. Ob da letztendlich wirklich Glasfaser drinsteckt oder doch nur das gute alte Kupfer – wer weiß. Die spannende Erkenntnis: Das Vertrauen in die eigene Technik-Kompetenz ist genrationsübergreifend hoch. Wenn’s also ums Internet geht, ist der Glaube ans eigene Know-how oft genauso stabil wie das WLAN selbst.

Was lernen wir daraus?

Glasfaser. Zum Greifen nah und doch so fern.

Alle wollen’s. Wenige haben’s. Aber die Umfrage zeigt klar: Der Wunsch nach superschnellem, stabilen Internet ist eindeutig. Jetzt fehlt nur noch der Bagger auf der Straße. Bis dahin bleibt Glasfaser mehr Versprechen als Alltag – ein Symbol für den großen Digitalisierungssprung, der noch längst nicht überall gelingt.

DSL lebt. Und zwar erstaunlich gut.

Ein bisschen wie ein altes Handy: Kein echter Hingucker, aber zuverlässig und funktional. Genau deshalb setzen viele Menschen nach wie vor auf DSL. Denn am Ende zählt vor allem eins: Verfügbarkeit. Visionen und Hightech mögen locken, doch solange Netze nicht überall stabil oder verfügbar sind, gewinnt die praktische Lösung.  

Kabel und Mobilfunk? Nischen, aber nicht nutzlos.

Wer mit LTE oder 5G surft, tut das selten aus Technikbegeisterung, sondern schlicht, weil es keine andere Option gibt. Gerade auf dem Land, wo Kupfer- und Glasfaserleitungen so selten sind wie ein funktionierender Busfahrplan, bleibt Mobilfunk die letzte Rettung für halbwegs stabiles Internet. Und Kabel? Klingt nach Highspeed und kann auch richtig Gas geben, wenn es denn will. Leider ist die Realität genauso unberechenbar wie das Wetter.

Technik-Wissen ist keine Frage des Alters.

Ob Mitte zwanzig oder Mitte siebzig – die meisten Menschen wissen, was bei ihnen zuhause steht. Das Klischee vom ahnungslosen Senior passt längst nicht mehr: Heute wird mit Verstand und Selbstbewusstsein online gegangen.

Fazit: Der Wille zur Glasfaser ist da – die Verfügbarkeit noch nicht

Unsere Umfrage macht deutlich: Die Menschen wissen ziemlich genau, was sie zuhause nutzen – und noch besser, was sie sich wünschen. Glasfaser steht ganz oben auf der Wunschliste, DSL bleibt der verlässliche Dauerbrenner, und selbst Mobilfunk hat seine Fans. Technikverständnis? Quer durch alle Altersgruppen vorhanden. Was noch fehlt? Der Ausbau. Denn auch wenn Glasfaser der große Traum ist, in der Realität bleibt sie oft ein Luftschloss auf dem Papier. Alle reden davon, viele warten noch – und das nicht erst seit gestern.
Was aber sicher ist: Kaum ein Thema bewegt mehr, denn Internet gehört längst zur Grundversorgung.

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