Datenvolumen in aller Kürze
IM ÜBERBLICK
Was ist Datenvolumen?
Das Datenvolumen bestimmt, wie viel Datenmenge ein Nutzer innerhalb eines bestimmten Zeitraums über das mobile Netz übertragen kann. Das Datenvolumen wird in der Regel in Gigabyte (GB) oder Megabyte (MB) bemessen. Ist dieses Kontingent aufgebraucht, drosselt der Anbieter die Surfgeschwindigkeit oder es fallen zusätzliche Kosten an.
Im Datenvolumen summieren sich alle Daten, die Du im mobilen Internet herunter- oder hochlädst. Du verbrauchst Dein Datenvolumen beim Surfen, bei Video-Streaming oder dem Herunterladen von Apps. Auch jede Nachricht über WhatsApp oder Signal verschickte Nachricht zwackt etwas von Deinem Datenvolumen ab.
Übersicht: Wie viel Datenvolumen verbrauchen Deine Apps?
Bevor Du Dir überlegst, ob Du ein unbegrenztes Highspeed-Kontingent brauchst, schaust Du Dir am besten an, welche Anwendungen wie viel Deines Datenvolumens verprassen. Vielleicht finden sich darunter Datenfresser, auf die Du gut verzichten kannst. Am besten wirfst Du sie gleich vom Smartphone, das schont Deinen Verbrauch. Die Apps ziehen dann selbst im Hintergrund keine Daten mehr.
Die größten Datenfresser auf einen Blick

Fangen wir mit dem beliebtesten Messengerdienst an. Eine schmucklose Textnachricht bei WhatsApp verbraucht gerade einmal eine Datenmenge von 1 Kilobyte. Selbst Emojis machen die Nachricht nur unwesentlich größer.
Verschickst Du noch ein Bild, sind es mindestens 100 Kilobyte pro Datei. Du sagst gern, was Sache ist? Eine Sprachnachricht schlägt dagegen mit rund 200 Kilobyte pro Minute zu Buche. Wer hier Datenvolumen sparen möchte, sollte sich an eine alte Binsenweisheit halten: In der Kürze liegt die Würze. Soll es aber doch eine längere Kommunikation sein: Ein WhatsApp-Audioanruf verbraucht rund 300 bis 500 KB pro Minute. Bei einem WhatsApp-Videoanruf verbrauchst Du 3 bis 5 Megabyte pro Minute.
Wenn Du in der Bahn oder im Bus sitzt, hörst Du Deine Lieblingsmusik oder Radio. Bei stabiler Verbindung ist das entspannend. Vielleicht nicht mehr so sehr, wenn Du erfährst, wie viel Deines Datenvolumens Du damit täglich verbrauchst. Musik streamen über Spotify & Co. zieht in der Standardauflösung rund 2 Megabyte pro 3-Minuten-Song von Deinem Kontingent ab. Ein Radiostream ist mit knapp 1 MB etwas sparsamer. Hörst Du jeden Tag unterwegs eine Stunde lang Musik, macht das in der Summe zwischen 60 und 120 MB allein fürs Internetradio. Macht auf den Monat hochgerechnet schon mehr als 3 GB.
Auch nicht ohne beim Datenverbrauch sind die sozialen Netzwerke. Ein Besuch bei Facebook verschlingt rund 3 Megabyte pro Minute. Werden in der Timeline besonders viele Fotos und Videos geladen, ist der Verbrauch sogar noch höher. Benutzt Du dazu noch gern den Facebook Messenger, musst Du für seine Funktionen mit einem ähnlichen Datenverbrauch wie bei WhatsApp rechnen. Die Facebook-App bietet für die Sparer unter seinen Nutzern einen Data-Saver-Modus. Die Funktion Autoplay lässt sich so konfigurieren, dass Videos nur bei einer WLAN-Verbindung automatisch starten.
Zu den Datenfresser lässt sich getrost Instagram zählen. Du scrollst endlos durch Fotos und Videos. Pro Stunde fallen bei Instagram 600 MB an. Der Verbrauch steigt noch, je mehr Du selbst auf Instagram hochlädst. Auch Instagram gibt seinen Nutzern die Möglichkeit, den eigenen Datenverbrauch zu reduzieren. Die Funktion „Data Saver“ in der Instagram-App verhindert, dass Videos im Voraus geladen werden.
Besonders großer Beliebtheit unter den Smartphone-Nutzern erfreut sich schon seit Längerem das mobile Spielen. Suchst Du nach den Datenfressern unter Deinen Apps, solltest Du auf jeden Fall einen Blick auf Deine Online-Spiele werfen.
Gelegenheitsspiele und einfache Puzzlespiele sind am sparsamsten und verbrauchen manchmal nur 10 MB pro Stunde. Auch Stardew Valley ist sehr genügsam: Im Multiplayer-Modus liegt der Verbrauch bei etwa 20–40 MB pro Stunde, im Einzelspieler sogar unter 10 MB. Brawl Stars als typisches Mobilspiel kommt mit unter 50 MB pro Stunde aus.
Deutlich hungriger sind Multiplayer-Shooter. Fortnite verbraucht je nach Spielsituation zwischen 45 und 100 MB pro Stunde, Call of Duty (Warzone) sogar bis zu 150–250 MB. Bei MMOs wie World of Warcraft oder The Elder Scrolls Online, wo Hunderte Spieler gleichzeitig in einer Welt interagieren, fällt der Verbrauch ebenfalls höher aus.
Mit Abstand am datenintensivsten sind Cloud-Gaming-Dienste wie Xbox Cloud Gaming oder GeForce NOW: Da das gesamte Spiel wie ein Video auf Dein Gerät gestreamt wird, können hier mehrere Gigabyte pro Stunde zusammenkommen.
Sehr beliebt, aber auch datenintensiv: Google Maps verrät seinem Nutzer stets, wo er sich befindet und was er in der Nähe findet. Schon das bloße Öffnen der App kostet zwischen 4 und 12 MB. Bei der Navigation hängt der Verbrauch stark vom Einsatzgebiet ab: Auf der Autobahn kommt Google Maps mit 2 bis 5 MB pro 100 Kilometer aus, im Stadtverkehr steigt der Verbrauch auf 10 bis 15 MB pro 100 Kilometer. Wer die Satellitenansicht nutzt, sollte besonders aufpassen: Statt der üblichen 2 bis 5 MB pro Stunde bei der Standardnavigation können mit Satellitenkarte bis zu 30 bis 60 MB pro Stunde anfallen. Am einfachsten sparst Du Datenvolumen, indem Du die benötigten Kartenausschnitte vorab im WLAN als Offline-Karte speicherst.
Es gibt sparsamere Alternativen zu dem Routenplaner, der auf Android-Geräten vorinstalliert ist. Das Computermagazin Chip.de empfiehlt beispielsweise die kostenlose App HERE WeGo. Bei dem Nachfolger von Nokias Kartendienst kannst Du verschiedene Regionen wählen, deren Karten offline geladen werden, sodass die App bei der Navigation keine Daten verbraucht.
Wie viel Datenvolumen verbrauchen Deine Videos wirklich?
YouTube ist mit über zwei Milliarden aktiven Nutzern weltweit eine der meistgenutzten Apps überhaupt – und beim Datenvolumen kein Leichtgewicht. In der niedrigsten Qualitätsstufe (144p) verbraucht YouTube rund 100 MB pro Stunde. In HD (720p) steigt der Verbrauch auf etwa 1 bis 1,5 GB, in Full HD (1080p) auf 2 bis 3 GB pro Stunde. Wer unterwegs in 4K schaut, muss mit bis zu 7 bis 8 GB pro Stunde rechnen. Wer mobil unterwegs ist, sollte in den YouTube-Einstellungen daher manuell eine niedrigere Qualität wie 360p oder 480p wählen oder den integrierten Datensparmodus der App aktivieren.
Netflix verhält sich ähnlich: In Standardauflösung (SD) verbraucht die Plattform zwischen 0,3 und 1 GB pro Stunde, in Full HD (1080p) bis zu 3 GB und in Ultra HD (4K) bis zu 7 GB pro Stunde. Wer also unterwegs eine Folge in HD schaut, verbraucht gut ein Drittel eines 10-GB-Tarifs auf einen Schlag. Praktischer Tipp: Videos vorab im WLAN herunterladen und offline schauen spart das gesamte mobile Datenvolumen.
Disney+ liegt im gleichen Rahmen: In Standardauflösung verbraucht Disney+ etwa 700 MB pro Stunde, in High Definition rund 2 GB und in Ultra HD (4K) bis zu 7,7 GB pro Stunde. Auf Smartphones wird durch den kleineren Bildschirm automatisch oft eine etwas niedrigere Auflösung gewählt, was den Verbrauch gegenüber einem Smart-TV leicht reduziert.
TikTok ist ein besonderer Fall: Durch das typische Doomscrolling – also das endlose Weiterwischen von Kurzclip zu Kurzclip – summiert sich der Verbrauch schneller als bei anderen Plattformen, weil man kaum merkt, wie die Zeit vergeht. In Standardqualität (480p) verbraucht TikTok rund 500 MB pro Stunde, in hoher Qualität (720p) etwa 800 MB bis 1 GB und in HD-Auflösung (1080p) über 1 GB pro Stunde. Wer merkt, dass TikTok regelmäßig am Kontingent nagt, findet in der App unter Einstellungen einen Datensparmodus, der die Videoqualität automatisch reduziert.

Datenvolumen bestimmen: Welcher Nutzertyp bist Du?
Nachdem Du einen Überblick gewonnen hast, was einzelne Apps an Datenvolumen verbrauchen, kommt der nächste Schritt: Du analysierst Dein mobiles Surfverhalten und entscheidest, zu welchem Nutzertyp Du gehörst. Die Einordnung dient als Orientierungshilfe für die Tarifwahl, denn nicht jeder Smartphone-Besitzer ist ein ausgewiesener Dauersurfer und auf ein fast unbegrenztes Datenvolumen angewiesen.
Die gute Nachricht: Deutschland gehört im internationalen Vergleich zum stabilen Mittelfeld und ist durchgängig günstiger als die USA, die Schweiz und Finnland. Wer günstigere Preise wie etwa in Spanien sieht, sollte allerdings genau hinschauen: Die Netze in Ländern mit niedrigeren Preisen sind weniger flächendeckend ausgebaut, zum Teil zwischen 60 und 70 Prozent der Fläche mit 5G versorgt – Deutschland liegt bei 95 Prozent. In Deutschland musst Du dennoch genau schauen, was die Tarife bieten und welcher Deinen Ansprüchen genügt.
Es gibt sie immer noch: die Menschen, die ihr Handy vorrangig zum Telefonieren nutzen. Sie schreiben ab und zu eine Nachricht über einen Messenger-Dienst wie WhatsApp oder Threema. Auch checken sie unterwegs mal ihre E-Mails oder lesen Nachrichten. Kurzum, dieser Nutzertyp verbraucht wenig Datenvolumen. Deine Nachrichten im Gmail-Postfach abzurufen, kostet 115 KB pro Minute. Der Aufruf von Webseiten nagt ebenfalls gering am Datenvolumen. Durchschnittlich werden beim Abruf einer Webseite rund 200 KB verbraucht. Rein rechnerisch genügt für den Wenigsurfer ein monatliches Volumen von 500 MB. Es schadet sicher nicht, vielleicht 2 GB zu nehmen. Bekanntlich ändert sich das Nutzerverhalten mit den Möglichkeiten. So vermeidest Du, dass der Provider die Internetgeschwindigkeit drosselt. Entscheidender für diesen Typ ist aber auf jeden Fall eine Allnet-Flat, mit der er unbegrenzt in alle Mobilfunknetze und ins deutsche Festnetz telefonieren kann.
Der genügsame Surfer ist noch vergleichsweise zurückhaltend unterwegs. Er chattet viel per WhatsApp & Co., schaut, was seine Freunde auf Facebook teilen, liest regelmäßig Nachrichten, hört unterwegs gern Radio per Stream oder auch mal einen Podcast. Das klingt ganz nach Dir? Dann solltest Du für Deinen Tarif ein Datenvolumen von 5 GB einplanen. So stellst Du sicher, dass Dir nicht Mitte des Monats die Luft ausgeht. Wenn die Mobilfunkprovider drosseln, leidet Deine Verbindung stark darunter. Die Datengeschwindigkeit wird auf 16 bis 64 Kbit/s gebremst. Das Laden von Webseiten dauert ewig, Bilder per WhatsApp verschicken braucht fast genauso lange. Das Surfen ist dann kein Vergnügen mehr.
Du verschickst viele Nachrichten, gern auch mit Bildern und kurzen Videos, Du surfst täglich im Netz, lauscht Musik bei Spotify & Co. und schaust Dir unterwegs auch Clips auf YouTube an. In den sozialen Medien stöberst Du regelmäßig, lädst Bilder hoch, um sie mit Freunden zu teilen. Du gehörst zu den mobilen Dauersurfern. Als Datenkontingent solltest Du mindestens 8 GB einplanen, um sorglos zu surfen. Auch 10 GB und darüber hinaus wären nicht verkehrt, um auf steigenden Bedarf vorbereitet zu sein. Schließlich werden die Bilder und Videos auf Instagram immer größer – und damit auch Dein Datenverbrauch.
Wer sein Handy immer griffbereit hat, sein Leben in zahlreichen Fotos und Clips auf Instagram und YouTube mit der Welt teilt, der gehört zweifelsohne zu den Intensivsurfern. Dieser Nutzertyp ist immer online – ob zu Hause im WLAN oder unterwegs übers mobile Internet. Überall streamt er Musik, schaut seine Lieblingsserien, tauscht sich beständig mit Freunden per Messenger und in den sozialen Netzwerken aus. Im Grunde ist der Intensivsurfer niemals offline. Wenn Du Dich nach der Analyse Deines Nutzerverhaltens in dieser Kategorie einordnest, solltest Du Dich für einen Tarif mit mindestens 15 GB Datenvolumen entscheiden. Wenn es Dein Budget hergibt, kannst Du sogar über einen Vertrag mit unbegrenzter Datenflat nachdenken. Auf diese Weise musst Du keine Abstriche machen, wenn Du Deinen Datenverbrauch weit über den Durchschnittswert steigerst.
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Surfen im 4G- oder 5G-Netz: Was verbraucht mehr Datenvolumen?
5G ist längst nicht nur in (fast) aller Munde: Die Smartphone-Hersteller stellen sich auf den neuen Mobilfunkstandard ein und bringen immer mehr Geräte mit 5G-Antenne auf den Markt. Für den Datenverbrauch spielt es allerdings nur eine untergeordnete Rolle, ob Du über LTE- oder 5G-Netz surfst.
Den Unterschied macht das Tempo. Übers eine 4G-Verbindung sind – abhängig vom Provider – Downloadraten bis zu 500 Mbit/s möglich. Im 5G-Netz kann der Datentransfer mit bis zu 1 Gbit/s erfolgen. Im Alltag heißt das, Downloads laden schneller herunter, Websites bauen noch zügiger auf, Videostreaming oder Spiele laufen mit noch weniger Verzögerungen. Eventuell streifst Du auf diese Weise schneller durch Deinen Social-Media-Feed, mehr Datenvolumen verbrauchst Du deshalb nicht.
Ein 5G-Tarif ist immer auch ein LTE-Tarif. Solltest Du an Deinem Standort keinen 5G-Sendemast haben, verbindet sich die SIM-Karte automatisch mit dem 4G-Netz. Damit Du 5G überhaupt nutzen kannst, brauchst Du außerdem ein 5G-fähiges Smartphone. Mittlerweile sind aber selbst günstige Einsteigergeräte standardmäßig damit ausgestattet.
Datenvolumen sparen: Behalte Deinen Verbrauch im Blick
Im Kundenportal oder in der App Deines Providers siehst Du jederzeit, wie viel Datenvolumen Du bereits verbraucht hast. Beachte: Der Abrechnungsmonat beginnt nicht zwingend am Ersten, sondern an dem Tag, an dem Dein Vertrag aktiviert wurde. Hast Du Dein Kontingent vorzeitig aufgebraucht, kannst Du ein zusätzliches Datenpaket kaufen oder über einen Tarifwechsel nachdenken. Achtung: Ein Tarifwechsel verlängert in der Regel die Mindestvertragslaufzeit.
Unter Android zeigt Einstellungen → Netzwerk & Internet → Datennutzung genau, welche Apps wie viel verbrauchen. Über Google Family Link lässt sich die Nutzung der Kinder zusätzlich steuern. Auf dem iPhone bietet Einstellungen → Bildschirmzeit eine vollständige Übersicht – inklusive App-Limits und gemeinsame Gestaltung durch Familienfreigabe und Elterliche Aufsicht.
Tipp: Kinder brauchen keinen eigenen Tarif, um mobil online zu sein. Aktiviere auf dem Smartphone einen Persönlichen Hotspot mit der Option „Zugriff für andere erlauben“. Solange der Hotspot aktiv ist, können sich die Kinder verbinden. Schaltest Du ihn aus, ist die Verbindung getrennt. So behältst Du die volle Kontrolle.
Die integrierten Funktionen von Android und iPhone geben einen guten Überblick, aber wer es noch genauer wissen möchte, greift am besten zu einer spezialisierten App. Diese zeigen den Verbrauch deutlich detaillierter auf und warnen Dich rechtzeitig, bevor das Kontingent aufgebraucht ist.
Eine der bekanntesten Optionen ist My Data Manager (kostenlos für iOS und Android). Die App schlüsselt den Verbrauch übersichtlich nach Mobilfunk, WLAN und Roaming auf, lässt sich mit allen gängigen Anbietern nutzen und schickt Dir eine Benachrichtigung, bevor Du Dein Datenlimit erreichst oder unnötige Zusatzkosten entstehen.
So kannst Du Dein Datenvolumen abfragen
Deinen Verbrauch kannst Du zudem direkt auf dem Handy im Blick behalten. Die Funktion ist standardmäßig sowohl bei Android-Smartphones als auch Apple-Geräten eingebaut. Du kannst dabei nicht nur das Datenvolumen abfragen, sondern sogar ein Datenlimit eingeben und Dich warnen lassen, bevor Du es überschreitest. Ebenso legst Du fest, zu welchem Tag der Berechnungszyklus beginnt.
Android
Den Datenverbrauch jeder App zeigt Dir Android unter Einstellungen → Netzwerk & Internet → Datennutzung. Dort siehst Du auf einen Blick, welche Apps wie viel verbraucht haben, kannst den Datensparmodus aktivieren und unter „Datenwarnung & Datenlimit“ den Starttag Deines Abrechnungsmonats festlegen. Praktisch: Du kannst ein Datenlimit setzen, bei dem Dich Dein Smartphone rechtzeitig warnt.
Apple
Deinen Datenverbrauch hast Du auch auf dem iPhone im Blick. Gehe auf Einstellungen → Mobiles Netz. Dein bisheriger Verbrauch erscheint unter „Aktueller Zeitraum“. Wichtig: Das iPhone zählt fortlaufend, bis Du die Statistik manuell zurücksetzt. Am besten erledigst Du das zu Beginn jedes neuen Abrechnungsmonats. Zusätzlich bietet das iPhone einen Roaming-Überblick, praktisch um die Kosten auf Reisen außerhalb der EU im Blick zu behalten.
Stellst Du bei der Abfrage fest: Es wird knapp, Du müsstest Dein Datenvolumen aufladen, halten die meisten Provider mehrere Optionen bereit, die Du ganz einfach nutzen kannst. Üblicherweise kannst Du direkt über die Apps der Mobilfunkanbieter mehr Datenvolumen kaufen. Ebenso kannst Du die App nutzen, um Deinen Datenverbrauch im Blick zu behalten.
Brauchst Du wirklich eine Datenflat oder reichen 10 GB?
Wer sich die Verbrauchszahlen der einzelnen Apps anschaut, stellt schnell fest: 10 GB sind mehr als man zunächst denkt. Mit 10 GB kannst Du im Monat bis zu 250 Stunden Musik streamen, täglich durch Social-Media-Feeds scrollen und trotzdem noch gelegentlich ein YouTube-Video schauen.
Der entscheidende Faktor ist das Streaming. Wer unterwegs regelmäßig Serien oder Filme in HD schaut, knackt 10 GB schnell. Alle anderen kommen damit in aller Regel gut aus. Denn die meisten datenhungrigen Aktivitäten finden ohnehin zu Hause im WLAN statt.
Beim Preis macht das einen spürbaren Unterschied: Während Tarife mit 10 GB je nach Angebot bereits ab 6 Euro im Monat zu haben sind, starten Unlimited-Tarife bei etwa 18 Euro monatlich. Das ist der dreifache Preis für Volumen, das viele Nutzer schlicht nie ausschöpfen. Eine Datenflat lohnt sich vor allem dann, wenn Du regelmäßig viel unterwegs bist, keinen WLAN-Zugang hast oder Deinen Anschluss häufig als Hotspot für andere Geräte nutzt. Wer sein Nutzungsverhalten kennt und hauptsächlich im WLAN surft, zahlt mit einer Flat oft für Volumen, das er nie verbraucht.
Häufig gestellte Fragen zum Datenvolumen
Mit „Hintergrunddaten“ bezeichnet man die Nutzung mobiler Daten durch Apps, die gerade nicht aktiv verwendet werden. Wenn Hintergrunddaten zugelassen sind, aktualisieren sich Apps kontinuierlich selbst im Hintergrund mit den neuesten Informationen und Inhalten. „Vordergrunddaten“ entstehen nur bei direkter Interaktion mit dem Smartphone.
Besonders häufig sind Social-Media-Apps wie Facebook, TikTok oder Instagram die größten Verursacher, weil sofortige Updates und die laufende Aktualisierung von Inhalten auf diesen Plattformen eine wesentliche Rolle spielen. Auch Streaming-Apps wie Spotify werden laufend aktualisiert, damit gewünschte Inhalte im Handumdrehen verfügbar sind.
Wenn Dein Datenvolumen aufgebraucht ist, schaltet Dein Anbieter die Verbindung nicht einfach ab. Er drosselt stattdessen Deine Surfgeschwindigkeit, also bremst sie auf ein Minimum herunter. Bei den meisten deutschen Mobilfunkanbietern bedeutet das eine Reduzierung auf 32 bis 64 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Zum Vergleich: Ein normaler LTE-Anschluss bietet Hunderte von Megabit pro Sekunde. Bei gedrosselter Verbindung lädt eine einfache Webseite mitunter mehrere Sekunden, Videos stocken und Bilder per Messenger zu verschicken dauert gefühlt eine Ewigkeit. Telefonieren und einfaches Texten funktionieren dagegen noch problemlos.
In Mobilfunkverträgen ist mit „Highspeed-Volumen“ die Datenmenge gemeint, die Du mit voller Geschwindigkeit – also im LTE- oder 5G-Tempo Deines Tarifs – nutzen kannst. Ist dieses Kontingent erschöpft, greift die Drosselung (siehe oben). Ein Tarif mit „10 GB Highspeed“ bedeutet also: Die ersten 10 GB surfst Du schnell, danach wird die Verbindung verlangsamt. Manche Tarife werben mit „unbegrenztem Highspeed-Volumen“. Das entspricht einer echten Datenflat ohne Bremse.
Die Fair-Use-Policy ist eine Klausel, die vor allem in Verträgen mit sogenannter „Datenflatrate“ auftaucht. Sie besagt, dass das unbegrenzte Datenvolumen nur für eine „faire“ private Nutzung gilt. Verbraucht ein Nutzer dauerhaft außergewöhnlich viel Daten, etwa weil er seinen Mobilfunkanschluss als Ersatz für einen Festnetzanschluss nutzt oder ihn dauerhaft als mobilen Hotspot für mehrere Geräte verwendet, kann der Anbieter die Geschwindigkeit auch innerhalb einer Flatrate drosseln oder den Vertrag anpassen. Wie hoch die genaue Grenze liegt, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und steht im Kleingedruckten der jeweiligen AGB.
Für den Fall, dass Du einmal Dein Datenvolumen überschreitest, bieten die meisten Provider zusätzliche Datenpakete an. Diese buchst Du dazu und kannst weiter mit LTE-Geschwindigkeit surfen. Es gibt Tarife, bei denen eine Datenautomatik grundsätzlich aktiviert ist. In dem Fall wird Dein Konto automatisch mit einem zusätzlichen Datenpaket belastet, sollte Dein Kontingent verbraucht sein. Über diese Möglichkeiten kannst Du Dich vor Vertragsabschluss bei Deinem Wunsch-Anbieter erkundigen. Möchtest Du informiert werden, bevor ein Datenpaket nachgebucht wird, lässt sich auch das in der Regel einrichten. Dein Anbieter sendet Dir eine SMS, bevor das Datenpaket aktiviert wird. Auf diese Weise behältst Du Deine Kosten im Blick. Am einfachsten lassen sich die Einstellungen über die Provider-Apps verwalten.
Weidner
Ich habe eine Frage zum 105 GB 5G/LTE Internet-Flatrate im Vodafone Netz .
Die 105 GB beziehen sich auf welchen Zeitraum ? 105 GB pro Monat / Jahr oder Vertragslaufzeit
Gruß
Jürgen
Jenny Bernard
Moin Jürgen. Mir ist aktuell kein Vodafone-Tarif mit 105 GB bekannt. Üblicherweise bezieht sich die Angabe schon auf eine monatliche Nutzung. Da ich aber nicht weiß, um welches es sich handelt, kann dies nicht mit Gewissheit sagen. Wo hast Du das Angebot denn gefunden? Viele Grüße, Jenny