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MMS-Aus in Deutschland: Telekom, o2 und 1&1 stellen Dienst ein

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Seit dem 30. Juni 2026 ist der Versand und Empfang von MMS-Nachrichten über die Netze der Deutschen Telekom, o2 (Telefónica) und 1&1 nicht mehr möglich. Vodafone hatte den Multimedia Messaging Service bereits im Januar 2023 eingestellt. Als Nachfolger etabliert sich der Messaging-Standard RCS.

Der 2002 eingeführte MMS-Dienst ermöglichte erstmals den Versand von Fotos, Videos und Sprachnachrichten per Mobilfunk, wobei Fotos oder Audiodateien im Anhang lediglich 0,3 MByte groß sein durften. Zuletzt kostete der Versand meist 39 Cent pro Nachricht. Trotz seiner Pionierrolle blieb MMS ein Nischenprodukt: Mit dem Aufkommen von Messenger-Diensten wie WhatsApp verschickten Nutzer ihre Inhalte zunehmend kostenfrei und in besserer Qualität über das Internet statt über das klassische Mobilfunknetz.

An die Stelle von MMS tritt RCS (Rich Communication Services). Der Nachrichtenstandard ist direkt in die Nachrichten-Apps aktueller Android- und Apple-Smartphones integriert und überträgt Bilder, Videos und Sprachnachrichten grundsätzlich kostenlos über das Internet – im Detail hängen die tatsächlichen Kosten dabei von Endgerät und Mobilfunktarif ab. Auch Gruppenchats und Lesebestätigungen sind möglich. Der klassische SMS-Dienst bleibt von der Umstellung unberührt und funktioniert weiterhin parallel.

Für den Alltag ändert sich damit wenig: RCS ist in der Regel bereits automatisch aktiv, erkennbar an einem entsprechenden Hinweis im Nachrichten-Eingabefeld. Wer noch MMS-Inhalte gespeichert hat, sollte diese vorsorglich extern sichern.