Apple CarPlay macht es Dir ganz einfach, im Auto Dein iPhone zu benutzen. Dafür musst Du es nicht einmal in die Hand nehmen. CarPlay nutzt das Infotainmentsystem Deines Autos als Spiegel für grundlegende Funktionen Deines Smartphones. Was Du mit der Software anstellen kannst, erfährst Du hier.
IM ÜBERBLICK
Was ist Apple CarPlay?
Apple CarPlay ist eine Schnittstelle, über die sich iPhone und Infotainmentsystem des Autos verbinden. Üblicherweise werden Smartphone und das Fahrzeugsystem per Lightning-Kabel miteinander gekoppelt. Mittlerweile lässt sich die Verbindung auch kabellos herstellen.
Haben sich Handy und Info-System verbunden, spiegelt CarPlay die freigeschalteten Apps auf dem Display der Fahrzeugkonsole. Bei einem Auto ohne Infotainmentsystem sind die Apps auf dem Smartphone-Display zu sehen. Warum CarPlay nur auf eine begrenzte Zahl an Apps Zugriff gewährt? Du greifst auf elementare Anwendungen zu, dabei sollst Du als Fahrer so wenig wie möglich vom Verkehr abgelenkt werden. Daher gibt Apple nur bestimmte Apps für die Nutzung über CarPlay frei. Alle anderen Anwendungen, die auf Deinem iPhone installiert sind, sind so lange gesperrt. Die Schnittstelle fürs Auto stellt Apple seit dem iPhone 5 zur Verfügung.
Bei Apple gibt es eine Liste aller Autohersteller und der Modelle, die Apple CarPlay unterstützen.
Was kann Apple CarPlay?
CarPlay verbinden – so geht’s
Die Einrichtung von Apple CarPlay ist in wenigen Schritten erledigt:
- Stelle sicher, dass Siri auf Deinem iPhone aktiviert ist, da viele Funktionen über die Sprachsteuerung laufen.
- Bei der kabelgebundenen Variante verbindest Du Dein iPhone einfach über ein Lightning- oder USB-C-Kabel mit dem USB-Anschluss Deines Autos, der sich meist unter dem Infotainment-Bildschirm oder im zentralen Ablagefach befindet. Nach wenigen Sekunden erscheint eine Nachricht, die Dich fragt, ob Du CarPlay starten möchtest.
- Für die drahtlose Verbindung aktivierst Du zunächst WLAN/mobile Daten und Bluetooth auf Deinem iPhone und gehst in den Einstellungen unter „Allgemein“ zu „CarPlay“, wo Du Dein Fahrzeug auswählst und die automatische Verbindung einrichtest. Bei einigen Fahrzeugen ist es notwendig, das iPhone beim ersten Mal per Kabel anzuschließen, bevor in Zukunft die drahtlose Kopplung funktioniert.
Nach erfolgreicher Einrichtung kannst Du CarPlay in den Einstellungen individuell anpassen, Apps hinzufügen oder entfernen und beispielsweise den „Nicht stören“-Modus aktivieren, um Ablenkungen während der Fahrt zu minimieren.
Pro & Contra von Apple CarPlay
Apple CarPlay nachrüsten
Auch wenn Dein Auto nicht ab Werk mit CarPlay ausgestattet ist, musst Du nicht auf die praktischen Funktionen verzichten. Es gibt verschiedene Nachrüst-Möglichkeiten, die sich in Aufwand und Kosten unterscheiden:
Die einfachste Lösung sind portable CarPlay-Displays. Diese Geräte werden über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt und lassen sich per Saugnapf oder am CD-Slot befestigen. Die Tonausgabe erfolgt entweder über Bluetooth ans Autoradio oder per AUX-Kabel.
Wer eine dauerhaftere Lösung bevorzugt und einen DIN-Schacht im Auto hat, kann das vorhandene Radio gegen ein CarPlay-fähiges Modell austauschen. Einige Automobilhersteller bieten auch offizielle Nachrüst-Updates an. Zum Beispiel bei VW-Modellen ab Golf 7 oder neuer reicht oft schon ein Software-Update in der Werkstatt.
CarPlay-Adapter
Ein CarPlay-Adapter ist ein kleines Gerät, das in den USB-Anschluss des Autos gesteckt wird und die kabelgebundene CarPlay-Verbindung in eine kabellose umwandelt. Damit kannst Du Dein iPhone bequem per WLAN und Bluetooth mit dem Infotainment-System verbinden, ohne jedes Mal ein Kabel anschließen zu müssen. Wichtig zu wissen: Der Adapter rüstet nicht Apple CarPlay selbst nach, sondern ermöglicht lediglich die kabellose Verbindung zwischen iPhone und Auto.
Die Android-Alternative heißt Android Auto
Auch Google hat für sein Betriebssystem eine Schnittstelle zu Infotainmentsystemen im Auto entwickelt. Android Auto heißt die Variante für Smartphones mit dem Google-Betriebssystem. Wie Apples CarPlay funktioniert die Schnittstelle über USB-Kabel oder inzwischen auch drahtlos.
Android Auto spiegelt wie CarPlay eine Benutzeroberfläche auf das Display im Armaturenbrett Deines Auto. Die Software lässt sich ebenfalls per Sprachassistenten oder über die Tasten fürs Infotainmentsystem bedienen. Google legt analog zu Apple fest, auf welche Apps Du im Auto zugreifen kannst. Mit Android Auto kannst Du telefonieren, Deine Mailbox abhören, die Navigation von Google Maps nutzen, Deine Lieblingssongs über Spotify abspielen oder den neuesten Podcast hören.
Welche Gefahr steckt in Apple CarPlay?
Keine Frage: Ein umfangreicher und müheloser Zugriff auf Dein iPhone ist beim Autofahren eine feine Sache. Falls Dich eine wichtige Nachricht erreicht, muss der Absender nicht auf die Antwort warten, bis Du am Ziel bist. Angenehm ist auch die Vorstellung, dass Du nicht mehr in mühevoller Fleißarbeit Deine Lieblingssongs auf Playlisten fürs Auto zusammentragen muss. Du spielst sie wie gewohnt ab. Doch diese praktische Software, die eine vereinfachte Benutzeroberfläche Deines Handys spiegelt, birgt auch ein Risiko, das Du nicht unterschätzen solltest. So viel müheloser Zugang zu Deinem iPhone könnte Dich beim Autofahren vom Wesentlichen – dem Geschehen auf der Straße – allzu sehr ablenken. Selbst wenn Du die Sprachsteuerung verwendest, wirst Du mental stark abgelenkt. Das haben Studien aus den USA bereits gezeigt, wie der ADAC berichtet. Die vereinfachte Handhabung verleite Autofahrer zudem, das Smartphone intensiver zu nutzen.
Apple CarPlay ➤ iPhone im Auto nutzen
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