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 Kindersicherung am Handy: Der große Elternratgeber

Kindersichere Handys in aller Kürze

  • Ein kindersicheres Smartphone schützt Dein Kind vor Risiken aus dem Netz.
  • Ob Dein Kind bereit für ein eigenes Smartphone ist, hängt vor allem von seiner Reife ab. Ein guter Richtwert ist ein Alter zwischen 9 und 12 Jahren.
  • Wichtige kindersichere Einstellungen kannst Du schnell und kostenfrei am Smartphone vornehmen.
  • Technische Einstellungen allein reichen nicht – klare Regeln, offene Gespräche und Dein Vorbild sind genauso wichtig.
  • Für den Einstieg ist Prepaid oft die beste Wahl: Verbraucht wird nur, was vorher aufgeladen wurde.

IM ÜBERBLICK

Warum ist ein kindersicheres Handy wichtig?

Ein kindersicher eingerichtetes Handy hilft Dir dabei, Dein Kind vor unangemessenen Inhalten, Kostenfallen und Cybermobbing zu schützen. Denn Kinder und Jugendliche nutzen heute immer früher ein eigenes Smartphone. Umso wichtiger ist es, dass Du die passenden Sicherheitseinstellungen von Anfang an festlegst.
In diesem Blog zeigen wir Dir, welche Sicherheitseinstellungen auf dem Smartphone wirklich sinnvoll sind, wie Du den Kinderschutz einrichtest und wie viel Bildschirmzeit in welchem Alter guttut. So begleitest Du Dein Kind sicher durch die digitale Welt und behältst dabei alles Wichtige im Blick.

Welche Risiken gibt es für Kinder und Jugendliche?

Damit Du die richtigen Schutzmaßnahmen treffen kannst, solltest Du zuerst die Risiken kennen, mit denen Dein Kind beim Smartphone und im Internet in Berührung kommen kann. Kinder und Jugendliche können viele Gefahren noch nicht richtig einschätzen und verfügen oft erst über wenig Medienkompetenz. Dadurch sind sie anfälliger für Phishing, Schadsoftware, Kostenfallen oder den Kontakt mit ungeeigneten Inhalten. Welche Risiken besonders häufig auftreten und worauf Du achten solltest, haben wir hier für Dich zusammengestellt:

Unangemessene Inhalte

Kinder und Jugendliche sollten keinen Zugang zu Inhalten haben, die nicht für ihr Alter geeignet sind.

Spam und Phishing

Auch in Apps versuchen Kriminelle, über gefälschte Links Schadsoftware zu verbreiten oder an persönliche Daten zu kommen.

Schadsoftware

Wird eine App nicht aus dem offiziellen App Store oder Google Play Store geladen, kann sich dabei schnell schädliche Software mitinstallieren.

App-Berechtigungen

Apps benötigen bestimmte Zugriffsrechte, um richtig zu funktionieren. Eine Messenger-App braucht zum Beispiel Zugriff auf die Kamera für Fotos, aber nicht dauerhaft auf den Standort.

Kostenfallen

Durch App- und In-App-Käufe entstehen schnell ungewollte Abos oder hohe Handyrechnungen.

So machst Du ein Smartphone kindersicher – Schritt für Schritt

Kindersicher wird ein Smartphone vor allem durch die richtigen Einstellungen. Mit ein paar Handgriffen schützt Du es vor fremdem Zugriff, zu viel Bildschirmzeit und unpassenden Inhalten. Die folgenden Einstellungen und Tipps zeigen Dir Schritt für Schritt, wie das geht.
Hinweis: Die genauen Bezeichnungen und Menüpfade können je nach Deinem aktuellen Betriebssystem leicht abweichen.

Displaysperre einrichten

Richte auf dem Smartphone eine Displaysperre ein, entweder mit PIN, Passwort oder über biometrische Erkennung. So sind persönliche Daten geschützt, falls das Gerät einmal verloren geht. Erkläre Deinem Kind außerdem, dass es den Entsperrcode niemals an andere weitergeben sollte.

1. Öffne die Einstellungen-App und gehe zu „Face ID & Code“ oder „Touch ID & Code“.
2. Gib Deinen aktuellen Code ein. Ist noch keine Displaysperre eingerichtet, tippe auf „Code aktivieren“. Möchtest Du einen bestehenden Code ändern, wähle „Code ändern“.
3. Lege einen sicheren Code fest. Unter „Codeoptionen“ kannst Du die Länge anpassen oder ein Passwort aus Zahlen und Buchstaben wählen.
4. Richte anschließend Face ID oder Touch ID ein, damit sich das iPhone bequem per Gesicht oder Fingerabdruck entsperren lässt. Der Code bleibt dabei als zusätzliche Absicherung erhalten.
5. Unter „Code anfordern“ legst Du fest, wann sich der Bildschirm bei Nichtnutzung automatisch sperrt.
1. Öffne die Einstellungen-App → „Datenschutz & Sicherheit“.
2. Tippe auf „Gerätesperrung“ → „Displaysperre“.
3. Wähle eine Sperrmethode aus. Zur Wahl stehen Muster, PIN und Passwort.
4. Anschließend legst Du fest, welche Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm erscheinen sollen. So sieht nur das, was Du freigibst, wer einen Blick aufs Display wirft.

Bildschirmzeit begrenzen

Lege feste Bildschirm- oder Nutzungszeiten fest, damit das Smartphone nicht den ganzen Alltag bestimmt. Android und iOS bringen dafür eigene Funktionen mit, über die Du Zeitlimits für einzelne Apps setzen kannst. So lernt Dein Kind nach und nach einen bewussten Umgang mit digitalen Medien.
Als Orientierung, wie viel Zeit sinnvoll ist, empfiehlt die Initiative „SCHAU HIN!„:
  • 4 bis 5 Jahre: bis zu 30 Minuten am Tag
  • 6 bis 9 Jahre: bis zu 60 Minuten am Tag
  • ab 10 Jahren: statt eines täglichen Limits ein wöchentliches Zeitkontingent. Als Faustregel gilt dabei: 10 Minuten pro Lebensjahr am Tag oder eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche.
1. Öffne die Einstellungen.
2. Tippe auf „Bildschirmzeit“.
3. Wähle „App-Limits“ → „Limit hinzufügen“.
4. Markiere die gewünschten Apps oder Kategorien und lege eine erlaubte Zeitspanne fest.
1. Öffne die Einstellungen.
2. Gehe zum Bereich „Digital Wellbeing & Jugendschutz“.
3. Tippe auf das Nutzungsdiagramm.
4. Suche die App, die Du einschränken möchtest, und tippe auf das Sanduhr-Symbol.
5. Wähle die maximale tägliche Nutzungszeit aus.
Tipp: Über Google Family Link kannst Du außerdem geräteübergreifende Tageslimits und Ruhezeiten festlegen.

App-Downloads & Käufe absichern

Sichere den App-Store mit einer Passwortabfrage oder einer Kauffreigabe durch die Eltern ab. So landen keine ungeeigneten oder ungewollten Apps auf dem Gerät. Über die Altersfreigaben lassen sich Downloads zusätzlich auf das Alter Deines Kindes beschränken. Denk auch an die Kosten innerhalb der Apps. Deaktiviere In-App-Käufe oder schütze sie mit einem Passwort.

1. Öffne die Einstellungen → Bildschirmzeit.
2. Wähle Beschränkungen und aktiviere die Funktion.
3. Lege fest, ob Apps installiert oder gelöscht werden dürfen und ob In-App-Käufe erlaubt sind.
4. Aktiviere bei Bedarf die Passwortabfrage, damit Käufe nur mit Deiner Zustimmung möglich sind.
1. Öffne den Google Play Store und tippe auf Dein Profilbild.
2. Gehe zu Einstellungen → Familie → Jugendschutzeinstellungen.
3. Aktiviere den Jugendschutz und vergib eine PIN.
4. Lege Altersfreigaben für Apps, Spiele und andere Inhalte fest.
5. Aktiviere unter Einstellungen → Authentifizierung die Passwort- oder Biometrieabfrage für Käufe.
Tipp: Nutzt Du Google Family Link, kannst Du neue App-Downloads und Käufe direkt über die Eltern-App genehmigen oder ablehnen.

Standortfreigabe kontrollieren

Prüfe regelmäßig, welche Apps auf den Standort Deines Kindes zugreifen dürfen. Erlaube den Zugriff nur da, wo er wirklich nötig ist, und wähle wenn möglich „Nur beim Verwenden der App“. So gibst Du den Standort nur dann frei, wenn es sein muss und schützt die Privatsphäre Deines Kindes.

1. Öffne die Einstellungen und tippe auf Datenschutz & Sicherheit.
2. Wähle Ortungsdienste.
3. Tippe auf die gewünschte App.
4. Lege fest, ob die App den Standort Nie, Beim Verwenden der App oder Immer verwenden darf.
5. Wiederhole die Einstellung bei Bedarf für weitere Apps.
1. Öffne die Einstellungen und gehe zu Standort oder Datenschutz.
2. Tippe auf App-Berechtigungen bzw. Standortberechtigungen.
3. Wähle eine App aus.
4. Erlaube den Standort nur Während der Nutzung der App, wenn er wirklich benötigt wird.

Kinderschutzfunktionen

Die bisherigen Einstellungen kannst Du einzeln vornehmen oder gebündelt über eine zentrale Lösung steuern. Google Family Link für Android und die Familienfreigabe von Apple. Beide verbinden das Konto Deines Kindes mit Deinem, sodass Du an einer Stelle alles regeln und sperren kannst. Anpassen kannst Du jederzeit vornehmen, sollte Dein Kind z.B. älter werden.

1. Öffne die Einstellungen und tippe auf Deinen Namen.
2. Wähle „Familienfreigabe“ und füge Dein Kind hinzu.
3. Lege unter „Bildschirmzeit“ bei „Inhalts- & Datenschutzbeschränkungen“ fest, welche Inhalte altersgerecht erlaubt sind.
Hinweis: Über die Familienfreigabe lassen sich keine Browserbasierten Inhalte sperren. Browserbasierte Inhalte kannst Du über die „Bildschirmzeit“ oder durch Google SafeSearch einschränken.
1. Installiere Family Link auf Deinem Handy und dem Deines Kindes und verbinde die beiden Konten.
2. Wähle in der App das Konto Deines Kindes aus.
3. Lege bei den Inhaltsbeschränkungen fest, welche Apps, Spiele und Inhalte altersgerecht erlaubt sind.

SafeSearch aktivieren

Mit SafeSearch blendest Du unangemessene Inhalte in der Google-Suche aus. Dabei hast Du die Wahl zwischen „Filtern“, das Inhalte ganz ausblendet und „Weichzeichnen“, das nur explizite Bilder unkenntlich macht. Für Kinder ist „Filtern“ die richtige Einstellung.
Verwaltest Du das Konto Deines Kindes über Family Link, ist SafeSearch automatisch aktiv und gesperrt. Dein Kind kann die Einstellung dann nicht selbst ändern.
Wichtig zu wissen: SafeSearch greift nur bei Google und wirkt sich nicht auf andere Suchmaschinen oder einzelne Websites aus.
1. Öffne die Google App oder rufe google.de im Browser auf.
2. Melde Dich mit dem Google-Konto Deines Kindes an.
3. Tippe auf das Profilbild und öffne die SafeSearch-Einstellungen.
4. Wähle „Filtern“, damit explizite Inhalte möglichst ausgeblendet werden.

Was sind die Vorteile eines kindersicheren Smartphones?

Du erreichst Dein Kind unterwegs jederzeit und im Notfall kann es sich schnell bei Dir oder anderen Vertrauenspersonen melden. Gleichzeitig eröffnet ein Smartphone viele Möglichkeiten zum Lernen, zum Beispiel über Lern-Apps oder die Recherche im Netz. Auch der Kontakt zu Familie, Freunden und Schule wird einfacher und flexibler.
Dabei lernt Dein Kind Schritt für Schritt, digitale Medien verantwortungsvoll und selbstständig zu nutzen. Mit den richtigen Sicherheitseinstellungen genießt es diese Vorteile, ohne unnötigen Risiken ausgesetzt zu sein.
Behalte auch hier die Bildschirmzeit Deines Kindes im Blick, damit das Smartphone nicht den ganzen Alltag bestimmt.

Ab welchem Alter ist ein Smartphone sinnvoll?

Es gibt kein pauschales Alter, wann Dein Kind ein Smartphone bekommen sollte. Viele Fachleute empfehlen ein eigenes Handy frühestens ab etwa 9 bis 12 Jahren. Wenn es überhaupt eine Faustregel gibt, dann diese: je später, desto besser.
Für jüngere Kinder ist ein Smartphone dagegen oft noch zu viel. Es lenkt ab, macht das Konzentrieren schwerer und birgt mit seinen schier unendlichen Möglichkeiten eine echte Suchtgefahr.

Der Kinderschutzbund sagt, dass vor allem die persönliche Reife und das Verantwortungsbewusstsein des Kindes im Umgang mit dem Smartphone entscheidend ist

Wichtige Regeln für Kinder im Umgang mit dem Handy

Für einen sicheren und gesunden Umgang mit dem Smartphone sind klare Regeln und Grenzen wichtig. Sie sollten dabei nie wie Misstrauen wirken. Erkläre Deinem Kind deshalb, worum es wirklich geht. Nicht ums Kontrollieren, sondern ums Schützen. So versteht Dein Kind den Sinn dahinter, statt sie nur zu befolgen.

Persönliche Daten schützen

Erkläre Deinem Kind, dass auf dem Smartphone viele persönliche Informationen liegen, die nicht ins Internet gehören. In falschen Händen können Fremde sie missbrauchen. Ein bewusster Umgang mit diesen Daten ist die Grundlage für ein sicheres Smartphone.

Unbekannte Links vermeiden

Vermittle Deinem Kind, dass es keine Links aus unbekannten Nachrichten oder Chats öffnet.
Im Zweifel gilt: lieber einmal nachfragen als unüberlegt klicken.

Keine Fotos fremder Personen

Besprich mit Deinem Kind, dass es Fotos oder Videos von anderen nur mit deren Zustimmung verschickt oder veröffentlicht. Das schützt die Privatsphäre der anderen und beugt Konflikten oder Cybermobbing vor.

Bei Problemen mit Eltern sprechen

Mach Deinem Kind klar, dass es jederzeit zu Dir kommen kann, wenn ihm online etwas unangenehm ist. Zum Beispiel bei beleidigenden Nachrichten oder Kontaktanfragen von Fremden. Ein offener Austausch hilft Probleme früh zu erkennen und gemeinsam zu lösen.

Handyfreie Zeiten vereinbaren

Es sollten gemeinsam feste Zeiten und Orte festgelegt werden, an denen das Handy Pause hat. Beim Essen zum Beispiel oder eine Stunde vor dem Schlafengehen. Das hilft Deinem Kind, ein gesundes Gefühl für die eigene Nutzung zu entwickeln.

Was für ein Handytarif eignet sich für Kinder?

Mit dem ersten Smartphone kommt auch die Frage nach dem passenden Handytarif auf. Zur Wahl stehen Prepaid und Laufzeitvertrag. Für den Einstieg ist Prepaid oft die entspanntere Wahl, weil Du die Kosten so am besten im Griff hast. Ein Laufzeitvertrag kann sich aber lohnen, sobald Dein Kind älter ist und mehr Leistung braucht. Entscheidend ist, welche Lösung am besten zu Euren Anforderungen und Eurem Budget passt.

Prepaid

  • Volle Kostenkontrolle durch vorab festgelegte Budgets
  • Verantwortlicher Umgang mit gegebenem Budget
  • Günstige Einstiegspreise
  • Keine Vertragsbindung
  • Guthaben kann in Notfallsituationen aufgebraucht sein
  • Guthaben muss wieder aufgeladen werden
  • Prepaid-Tarife können je nach Konditionen teurer sein als Laufzeitverträge

Laufzeitvertrag

  • Smartphones zu günstigeren Einmalzahlungen
  • Telefon-Flatrates sind inkl
  • Familientarifen (z.B. Telekom PlusKarte Kids & Teens)
  • Mindestvertragslaufzeiten mit Kostenbindung
  • Schlechtere Kostenkontrolle (Kostenpflichtige Telefonate, zusätzliches Datenvolumen)

Du willst mehr über den passenden Handytarif für Dein Kind erfahren?

Diese Fehler sollten Elternteile vermeiden

Ein kindersicher eingerichtetes Smartphone ist ein wichtiger erster Schritt. Genauso entscheidend ist auch, wie das Smartphone im Familienalltag genutzt wird. Das gilt für Dich und Dein Kind. Mit klaren Regeln und eigenem Vorbild legst Du den Grundstein für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien.

Das Kind mit dem Handy „beschäftigen“

Natürlich gibt es Momente, in denen das Smartphone eine willkommene Ablenkung ist. Etwa im Wartezimmer oder auf langen Autofahrten. Es sollte jedoch nicht zur dauerhaften Beschäftigung werden. Gerade bei jüngeren Kindern kann zu viel Bildschirmzeit die Entwicklung beeinträchtigen. Achte deshalb auf einen ausgewogenen Mix aus digitalen und analogen Aktivitäten.

Selbst ständig am Smartphone sein

Kinder orientieren sich an dem, was ihre Eltern vorleben. Wenn Du selbst häufig aufs Handy schaust, fällt es Deinem Kind schwer zu verstehen, warum es andere Regeln befolgen sollte. Lege deshalb auch für Dich handyfreie Zeiten fest. Zum Beispiel die erste Stunde nach der Schule oder während der Familienzeit. Denn fehlende Aufmerksamkeit kann bei Kindern zu Frust und Enttäuschung führen.

Das Kind alleine mit der Technik lassen

Verbote allein bringen meist wenig, genauso wenig wie ein Smartphone ohne Begleitung zu überlassen. Sprich regelmäßig mit Deinem Kind über seine Lieblings-Apps oder Videos und lass Dir zeigen, was es dort macht. So stärkst Du die Medienkompetenz Deines Kindes und schaffst Vertrauen, damit es sich bei unangenehmen Erlebnissen oder Problemen im Internet jederzeit an Dich wendet.

FAQ – Häufige Fragen zu kindersicheren Smartphones

Ein Handy machst Du mit ein paar technischen Einstellungen kindersicher. Dazu gehört, die Bildschirmzeit zu begrenzen, App- und In-App-Käufe abzusichern und SafeSearch zu aktivieren. Genauso wichtig ist, mit Deinem Kind über die Nutzung im Gespräch zu bleiben.

Die beste Kindersicherung ist die Kombination mehrerer Funktionen. Diese solltest Du auf jeden Fall einrichten: eine Displaysperre, ein Limit für die Bildschirmzeit, eine Absicherung der App- und In-App-Käufe, die Kinderschutzfunktionen von Android oder iOS sowie SafeSearch für die Google-Suche.

Das hängt weniger vom genauen Alter ab als von der Reife Deines Kindes. Viele Fachleute empfehlen, Kinder frühestens ab etwa 9 bis 12 Jahren an ein Smartphone heranzuführen. Ein jüngeres Kind sollte langsam und in einem klar regulierten Rahmen an ein Handy heran geführt werden.

Neben den Einstellungen am Gerät helfen Dir vor allem zwei Arten von Apps: Ortungs- und Familien-Apps wie Google Family Link oder die Apple Familienfreigabe, mit denen Du Bildschirmzeit, Käufe und Standort im Blick behältst, sowie Filter-Software wie das in Deutschland anerkannte JusProg, die ungeeignete Webseiten altersgerecht blockiert. Ein guter Einstieg sind die kostenlosen Lösungen der Gerätehersteller, ergänzt um einen Webfilter wie JusProg.

Für den Einstieg reicht ein preiswertes und robustes Smartphone. Solche Einsteigergeräte sind technisch nicht top ausgestattet, die wichtigsten Funktionen wie Telefonieren und Chatten sind aber an Bord. Oft tut es auch ein älteres Smartphone, das noch in der Schublade liegt.

Hier findest Du die 5 besten Handys für Kinder

Mit der Apple Familienfreigabe kannst Du das iPhone Deines Kindes sicherer machen und wichtige Funktionen wie Bildschirmzeit oder Kaufanfragen verwalten. Zusätzlich lassen sich auch iCloud-Speicher, Käufe und Abos innerhalb der Familie teilen. Über die Familienfreigabe siehst Du außerdem den Standort Deines Kindes.

Mit Google Family Link verwaltest Du kostenfrei das Android-Handy Deines Kindes und sicherst es altersgerecht ab. Du kannst Bildschirmzeiten festlegen und behältst Apps und Inhalte Deines Kindes im Blick behalten. Die App ist kostenlos und kann für Android- und ChromeOS-Geräte verwendet werden.

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