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Clever verbunden: Die besten Smartphones für Senioren 2026 

In aller KĂĽrze

  • Zwei Gerätetypen: Seniorenhandy und Senioren-Smartphone sind nicht dasselbe. Das klassische Seniorenhandy hat physische Tasten und ist fĂĽrs Telefonieren gemacht. Das Senioren-Smartphone bringt Touchscreen, Messenger wie WhatsApp, Fotografie und Internet mit. Dabei ist es auf eine möglichst einfache Bedienung ausgelegt.
  • Herkömmliche Smartphones als Alternative: Ein normales Smartphone lässt sich seniorengerecht einrichten. Gleichzeitig bietet es in der Regel aktuellere Hardware, bessere Kameras und längere Updates als viele Senioren-Geräte.
  • Die wichtigsten Auswahlkriterien: GroĂźes, helles Display, lange Akkulaufzeit, Hörgeräte-Kompatibilität und Notruffunktion. Wer viel fotografiert, sollte auch die Kamera im Blick haben.
  • Ein Smartphone ganz nach Deinen Anforderungen: Ăśber spezielle Einstellungen wie Samsungs Einfachen Modus oder Apples Bedienungshilfen lässt sich das Smartphone anpassen: GroĂźe Symbole und Schrift, Schnellzugriff auf das Lupen-Tool oder die Vorlesefunktion.

IM ĂśBERBLICK

Senioren und smarte Technologie 

Ă„ltere Menschen und Smartphones: Das passt längst besser zusammen, als mancher denkt. Laut einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom nutzen 73 Prozent der Menschen ĂĽber 65 Jahren in Deutschland ein Smartphone oder Handy. Bei den 65- bis 74-Jährigen sind es sogar 86 Prozent. 

Dabei beschränkt sich die Nutzung längst nicht mehr auf das klassische Telefonieren. Sechs von zehn Seniorinnen und Senioren verschicken Nachrichten per SMS oder Messenger-Dienst, 44 Prozent machen Fotos oder Videos mit dem Smartphone. Und die Zeit, die Ă„ltere mit ihrem Gerät verbringen, steigt kontinuierlich: Bei den ĂĽber 65-Jährigen stieg die tägliche Nutzungsdauer auf 103 Minuten – 23 Minuten mehr als noch im Jahr 2023. 

Bemerkenswert ist auch, wie offen Senioren smarter Technologie generell gegenĂĽberstehen. Sogar Smartwatches werden zunehmend beliebter: 13 Prozent der ĂĽber 65-Jährigen tragen eine. 2022 waren es noch 9 Prozent. 

Das Bild vom technikscheuen Senior entspricht also nicht mehr der Realität. Wer ĂĽber 60 ist, entscheidet sich heute bewusst fĂĽr ein Smartphone und nutzt es vielseitig.  

Tasten oder Touchscreen: Was passt zu Dir?

Wer sich ein Handy für den Alltag im Alter zulegen möchte, steht vor einer grundsätzlichen Entscheidung: klassisches Seniorenhandy oder Senioren-Smartphone? Der Unterschied ist größer als er zunächst klingen mag, denn auch wenn im Allgemeinen Handy und Smartphone synonym verwendet werden, bezeichnen Seniorenhandy und Senioren-Smartphone zwei grundverschiedene Geräte.

Das klassische Seniorenhandy ist ein Tastenhandy, das auf das Wesentliche reduziert ist. Es wird ĂĽber physische Tasten bedient, nicht ĂĽber einen Touchscreen. Typisch fĂĽr ein Seniorenhandy sind:

  • GroĂźe, physische Tasten
  • Kontrastreicher, aber meist kleiner Bildschirm (etwa 2 Zoll)
  • Notruftaste mit automatischem Alarmruf
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Einfachste Bedienung
  • Nur die grundlegenden Funktionen wie Telefonieren & SMS
  • GĂĽnstige Anschaffungskosten

Das Senioren-Smartphone kombiniert das Prinzip einfachster Bedienung mit den Möglichkeiten der smarten Technologie. Es zeichnet sich durch folgende Features aus:

  •  GroĂźes Touch-Display (4–6 Zoll) mit gut lesbarer Schrift
  • Zugang zu Internet und Apps
  • Videotelefonie und Navigation möglich
  • Notruftaste oder Notruf-App integriert
  • Vereinfachte Benutzeroberfläche mit groĂźen Symbolen & Schrift
  • UnterstĂĽtzung fĂĽr Hörgeräte (nicht bei jedem Modell verfĂĽgbar)
  • Oft Medikamenten-Erinnerungen und Gesundheits-Apps bereits installiert
  • GPS-Ortung einrichtbar

Senioren-Smartphone vs. herkömmliches Smartphone

Stellt sich nun die Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem speziellen Senioren-Smartphone und einem herkömmlichen Smartphone? Und gleich daran schlieĂźt die Frage an: Welches Smartphone passt besser zu Dir? Ein Blick auf die wesentlichen Merkmale zeigt: Die Grenze zwischen beiden Gerätekategorien verschwimmt. 

Was beide gemeinsam haben:

  •  Telefonieren, SMS und Messenger-Dienste wie WhatsApp
  • Kamera fĂĽr Fotos und Videotelefonie
  • Internetzugang und App-Store
  • GPS-Navigation
  • Bluetooth und WLAN

Wo sich Senioren-Smartphones unterscheiden:

  •  MenĂĽfĂĽhrung und Benutzeroberfläche sind von vornherein auf das Notwendigste reduziert, Symbole und Schrift werden größer dargestellt
  • Integrierte Notruftaste mit Alarmfunktion ist meist vorhanden
  • Häufig ist eine Fernwartungsfunktion fĂĽr Angehörige integriert
  • Speziell vorinstallierte Apps (z. B. Medikamentenerinnerung)

Qualitätsunterschiede im Detail

FeatureSenioren-SmartphoneHerkömmliches Smartphone
Display4–6 Zoll, hoher Kontrast, gut lesbaAb 6 Zoll, oft AMOLED, höhere Auflösung
KameraMeist eine Hauptkamera; fĂĽr gute Bildqualität mindestens 8 Megapixel empfehlenswert Oft Mehrfachkamera, 48 bis 200 MP 
PerformanceHardware oft auf älterem Stand; fĂĽr den Seniorenalltag aber völlig ausreichend Aktuelle Hardware, leistungsfähigere Komponenten & meist längere Updates 
AkkuLange Laufzeit, oft mehrere Tage 1–2 Tage, dafĂĽr Schnellladen 

Das spricht fĂĽr ein normales Smartphone

Normale Smartphones sind in der Regel leistungsfähiger und punkten mit einer umfangreicheren Ausstattung als die speziellen Senioren-Smartphones. Und dank einiger hilfreicher Optionen in den aktuellen Betriebssystemen lässt sich ein herkömmliches Smartphone so einrichten, dass es fĂĽr ungeĂĽbte Nutzer und Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit leichter zu bedienen ist.  

Unter Android findest Du in den Einstellungen âžś Bedienungshilfen die â€žEinfache Ansicht“. Sie gestaltet das MenĂĽ ĂĽbersichtlicher, vergrößert die Symbole und erhöht Kontrast & Schriftgröße. Zusätzlich kannst Du die Funktion Vergrößerung aktivieren. So steht Dir jederzeit auf dem Bildschirm eine Lupe zur VerfĂĽgung, die gezielt Bereiche vergrößert. Branchenprimus Samsung hat den Modus fĂĽr die eigenen Smartphones modifiziert. Er nennt sich â€žEinfacher Modus” und bringt die Vergrößerungsfunktion gleich mit auf den Startbildschirm. Hinzu kommen die Android-Bedienungshilfen: DarĂĽber lassen sich Symbolgrößen, Schriftgrade, Kontrast, Farben oder auch die Sprachsteuerung justieren.  

Apples Lösung heiĂźt „UnterstĂĽtzender Zugriff“: Die iOS-Funktion bietet ein Benutzererlebnis mit fokussierten Funktionen und einer vereinfachten Oberfläche. Sie ist speziell fĂĽr Personen mit Handicap entwickelt, die das iPhone leicht und selbstständig nutzen möchten. Dabei lässt sich das Layout fĂĽr Apps auf dem Startbildschirm individuell wählen: als leicht lesbare Liste oder als groĂźes Raster aus Bildern und Symbolen. Einen Sprachassistenten kannst Du beim iPhone ebenfalls aktivieren.  

Fazit: Wer bereit ist, ein normales Smartphone einmalig seniorengerecht einzurichten, bekommt oft mehr fĂĽrs Geld, nämlich aktuelle Hardware, bessere Kamera und längere Update-Garantie inklusive. 

Smartphones fĂĽr Senioren: Worauf kommt es an?

Display

Groß, hell und gut lesbar soll es sein. Mindestens 6 Zoll, hoher Kontrast und hohe Spitzenhelligkeit sind empfehlenswert. Eine Auflösung von mindestens 1.280 × 720 Pixeln sorgt für scharfe Darstellung. Ein OLED-Display bietet von Haus aus mehr Kontrast und Helligkeit als ein LCD-Bildschirm.

Bedienbarkeit

Einfach und intuitiv soll sich das Smartphone bedienen lassen. Große Symbole, reduzierte Menüs und anpassbare Touchscreen-Empfindlichkeit sind dabei entscheidend. Das Smartphone sollte über entsprechende Einstellungsoptionen wie den „Einfachen Modus” verfügen.

Sicherheit

Wenn Du Hilfe brauchst, soll es schnell gehen. Eine Notruftaste oder Notruf-App, die im Ernstfall hinterlegte Kontakte oder den Rettungsdienst alarmiert, ist für viele Senioren unverzichtbar. Die GPS-Ortung kann zusätzlich Sicherheit geben. So kannst Du Deine Familie immer wissen lassen, wo Du gerade bist.

Akku

Das Smartphone sollte eine gute Ausdauer mitbringen und leicht zu laden sein. Der Akku sollte mindestens einen vollen Tag durchhalten. Eine induktive Ladeschale, auf die das Smartphone einfach aufgelegt wird, erleichtert den Ladevorgang.

Hörgeräte-Kompatibilität

Kopplung mit Hörgeräten und eine hohe maximale Lautstärke sind für Menschen mit Höreinschränkungen wichtig. Eine HAC-Zertifizierung besagt, das Smartphone minimiert zusätzlich Störgeräusche beim Telefonieren.

Budget

Behalte bei Wahl Deines Smartphones die Kosten im Blick! Android-Einsteiger-Modelle gibt es ab rund 150 Euro, Senioren-Smartphones von Emporia oder Doro kosten zwischen 200 und 600 Euro. Die iPhones sind noch teurer.

Unsere 3 besten Smartphones fĂĽr Senioren 

Unsere Nummer 1: Google Pixel 10a

Pro & Contra

  • 6,3-Zoll-OLED-Display mit 120 Hertz und IP68-Zertifizierung ist gut ablesbar und solide gegen Wasser und Staub geschĂĽtzt.
  • Der 5.100-mAh-Akku verspricht eine starke Laufzeit von mehr als 30 Stunden, lässt sich schnell wieder auftanken und lädt auch kabellos.
  • Google garantiert 7 Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates.
  • „Einfache Ansicht
  • FĂĽr Senioren mit Seheinschränkungen wäre eventuell ein noch größeres Display wĂĽnschenswert.
  • Keine dedizierte Notruftaste: Sicherheitsfunktionen mĂĽssen manuell eingerichtet werden.
  • Der Tensor-G4-Chip ist aus dem Vorjahr. Seine verlässliche und flotte Performance genĂĽgt fĂĽr den Alltag absolut.
Zum Google Pixel 10a
Vor- und RĂĽckseite des Google Pixel 10a in Lavender

Unsere Nummer 2: Samsung Galaxy A56

Pro & Contra

  • Das 6,7-Zoll-Super-AMOLED-Display mit 1.200 Nits Helligkeit sorgt fĂĽr ein klares, gut lesbares Bild – auch im Freien bei Sonnenschein.
  • Der 5.000-mAh-Akku ermöglicht bis zu 29 Stunden Videowiedergabe am StĂĽck. Im Alltag bedeutet das problemlos zwei Tage ohne Laden.
  • Samsung garantiert Android- und Sicherheitsupdates bis 2032. Das Gerät bleibt also lange aktuell und sicher.
  • Samsungs „Einfacher Modus
  • Kein kabelloses Laden: Einfach auf die Ladestation stellen ist nicht drin.
  • Keine dedizierte Notruftaste: Sicherheitsfunktionen mĂĽssen separat eingerichtet werden.
  • Nachtaufnahmen zählen nicht zur Stärke der Kamera.
  • Mit dem groĂźen Display und 198 Gramm liegt es eventuell etwas zu schwer und unkomfortabel in kleineren Händen.
Zum Samsung Galaxy A56
Vor- und RĂĽckseite des Samsung Galaxy A56 in hellgrau

Unsere Nummer 3: iPhone 17e

Pro & Contra

  • Das iPhone 17e ist unter den aktuellen Modellen der gĂĽnstigste Einstieg ins Apple-Universum.
  • Das 6,1-Zoll-OLED-Display stellt Fotos und Texte scharf und kontrastreich dar. Eine Antireflexbeschichtung verbessert die Lesbarkeit auch bei hellem Sonnenlicht
  • Der A19-Chip liefert starke Performance fĂĽr alle Alltagsaufgaben und darĂĽber hinaus, wenn Du mal mehr ausprobieren möchtest wie ein Spiel oder die Fähigkeiten von Apple Intelligence. MagSafe ermöglicht kabelloses Laden ohne Verrutschen.
  • Apples „UnterstĂĽtzender Zugriff
  • Nur eine Kameralinse schränkt die fotografischen Optionen ein.
  • Keine dedizierte Notruftaste: Sicherheitsfunktionen mĂĽssen ĂĽber Apps oder den „UnterstĂĽtzenden Zugriff
Zum Apple iPhone 17e
apple iphone 17e hellrosa front back

So passt sich Dein Smartphone an Deine BedĂĽrfnisse an 

Ein Senioren-Smartphone muss nicht zwingend eines sein, das ab Werk so heiĂźt. Die aktuellen Betriebssysteme bieten nĂĽtzliche Werkzeuge, mit denen sich jedes Smartphone seniorengerecht einrichten lässt. 

Einfacher Modus (Android)

Der Einfache Modus ist eine Bedienhilfe, bei der das MenĂĽ reduziert und ĂĽbersichtlich gestaltet wird. Schriftgröße und Kontrast sind erhöht, die Symbole vergrößert. Auf dem Startbildschirm erscheinen nur noch die wichtigsten Apps. Zusätzlich lässt sich eine BerĂĽhrungsverzögerung einstellen, sodass nicht aus Versehen Aktionen direkt ausgelöst werden. Aktivieren lässt er sich ĂĽber Einstellungen → Anzeige → Einfacher Modus. Samsung bietet ihn auf allen aktuellen Galaxy-Modellen an, Huawei und einige andere Android-Hersteller ebenfalls. 

Bedienungshilfen (Android)

Ăśber das MenĂĽ Einstellungen → Bedienungshilfen stehen noch tiefergehende Anpassungen bereit. Dazu gehören die individuelle Anpassung von Anzeige- und Schriftgröße, Vergrößerungsfunktionen sowie Kontrast- und Farboptionen. FĂĽr Menschen mit eingeschränkter Motorik lässt sich das Gerät per Sprachbefehl ĂĽber Voice Access steuern. Die Funktion TalkBack liest Bildschirminhalte laut vor. Hörgeräte lassen sich ĂĽber Bluetooth koppeln. 

UnterstĂĽtzender Zugriff und Bedienungshilfen (iPhone)

Apple hat mit dem „UnterstĂĽtzenden Zugriff“ eine eigene Lösung fĂĽr eine vereinfachte Bedienung. Die iOS-Funktion bietet fokussierte Funktionen und eine ĂĽbersichtliche Oberfläche, die es ermöglicht, das iPhone leichter und selbstständiger zu nutzen. Das Layout lässt sich dabei als leicht lesbare Liste oder als groĂźes Raster aus Bildern und Symbolen einrichten. Einrichten lässt er sich unter Einstellungen → Bedienungshilfen → UnterstĂĽtzender Zugriff am besten gemeinsam mit einer vertrauten Person. Ergänzend kannst Du ĂĽber die allgemeinen iPhone-Bedienungshilfen Optionen fĂĽr Schrift, Kontrast, Zoom und Sprachausgabe einrichten. 

Vorsicht, Falle! So schĂĽtzt Du Dich vor Betrug und Fehltritten

Schöne bunte Smartphone-Welt: Das kleine Gerät bringt erstaunliche Möglichkeiten in Dein Leben. Du hörst nicht nur die Stimme Deines Enkelkindes, Du kannst es auch sehen, vielleicht sogar bei seinen ersten Schritten bestaunen. Das Smartphone erinnert Dich an wichtige Geburtstage und Termine oder verrät Dir, wann der nächste Bus fährt. Es birgt aber auch Risiken, denen sich Dein Enkel vermutlich bewusster ist als Du. Kennst Du allerdings die häufigsten Fallen, kannst Du Dich auch leichter schĂĽtzen.  

Spam-Anrufe & Phishing

Anrufe unter unbekannter Nummer kennst Du aus dem Festnetz. Auf dem Smartphone bleibst Du leider ebenfalls nicht von ihnen verschont. Dabei werden die Maschen der BetrĂĽger immer fieser: Sie täuschen einen Enkel in Geldnöten vor oder schicken eine SMS, die angeblich von Deiner Bank stammt und irgendeine dringende Handlung einfordert. Die wichtigste Regel lautet daher: Niemals persönliche Daten, Passwörter oder Bankdaten am Telefon oder per Link weitergeben!  

Abhilfe schafft der integrierte Anruffilter: Auf Android-Geräten erkennt die Telefon-App verdächtige Anrufe automatisch und warnt vor möglichem Spam. Das Gleiche gilt fĂĽr Kurznachrichten. Verdächtige SMS landen im Spam-Ordner. Nimmst Du doch einmal versehentlich einen verdächtigen Anruf entgegen, legst Du am besten direkt auf und blockierst die Nummer in der Anrufliste.  

Kostenfallen Apps

Manche Apps sind kostenlos erhältlich, verbergen aber Abonnements, die nach einer kostenlosen Testphase automatisch startenSo vermeidest Du die Falle: Im App Store (iPhone) beziehungsweise Play Store (Android) lassen sich alle aktiven Abonnements einsehen und jederzeit kĂĽndigen. Vor dem Download lohnt ein Blick auf die Bewertungen und die Berechtigungen, die eine App anfordert. 

Ungewollte In-App-Käufe

Besonders bei Spielen können versehentliche Käufe schnell teuer werden. So verhinderst Du versehentliche Käufe: In den Einstellungen des App Stores beziehungsweise Play Stores lässt sich eine Kaufbestätigung per Passwort, Fingerabdruck oder Face ID aktivieren. So wird jeder Kauf bewusst bestätigt. 

App-Beschränkungen & Berechtigungen

Viele Apps fordern mehr Zugriffsrechte an, als sie eigentlich benötigen – etwa auf Kamera, Mikrofon oder Standort. Sowohl Android als auch iPhone ermöglichen es, diese Berechtigungen unter Einstellungen → Apps gezielt zu verwalten und einzuschränken. Wer möchte, kann auf dem iPhone ĂĽber die Bildschirmzeit oder den â€žUnterstĂĽtzenden Zugriff” festlegen, welche Apps ĂĽberhaupt sichtbar und nutzbar sind. 

Nützliches Zubehör: Die smarten Helfer im Alltag

Zum richtigen Smartphone gehört das passende Zubehör. Diese vier Produkte machen den Alltag fĂĽr Senioren sicherer und komfortabler. 

SOS-Armband

Das SOS-Armband wird am Handgelenk getragen und ist per Bluetooth oder Mobilfunk mit dem Smartphone verbunden. Ein Knopfdruck genügt, um automatisch einen Notruf abzusetzen. Das eigene Smartphone sendet dann eine Nachricht mit dem aktuellen Standort an hinterlegte Kontakte oder alarmiert den Rettungsdienst. Viele Modelle erkennen außerdem Stürze und lösen den Alarm selbstständig aus. Nachteil: Das Armband muss regelmäßig aufgeladen werden. Und es hilft nur, wenn es auch getragen wird.

Induktive Ladeschale

Einfach das Smartphone auflegen und das Aufladen startet. Kein Suchen nach dem Kabel, kein Fummeln mit dem winzigen Stecker. Ein Smartphone, das sich induktiv aufladen lässt, ist ideal für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik. Nachteil: Das Laden ist etwas langsamer als per Kabel, und nicht alle Smartphones unterstützen von Haus aus kabelloses Laden. Aber: Die Funktion lässt sich nachrüsten. Allerdings ist dadurch der USB-C-Anschluss dauerhaft blockiert.

Schutzfolie fĂĽrs Display

Die Schutzfolie verhindert Kratzer und dämpft leichte Stöße, wenn das Smartphone zum Beispiel beim Vibrieren auf den Tisch rutscht. Manche Modelle reduzieren zudem Spiegelungen, was die Lesbarkeit im Freien deutlich verbessert. Nachteil: Günstige Folien können die Touchscreen-Empfindlichkeit leicht verringern.

HandyhĂĽlle mit Griff

Ein Ringhalter oder ein aufgeklebter Griffständer auf der Rückseite gibt dem Smartphone sicheren Halt in der Hand. Sie sind gerade beim Lesen, Fotografieren oder Telefonieren praktisch. Viele Hüllen bieten zusätzlich Sturzschutz. Nachteil: Mit Griff ist das Smartphone sperriger und passt vielleicht nicht mehr in jede Jackentasche.

Fazit: Seniorenhandy oder Smartphone: Welches Gerät passt zu Dir?

Ein Seniorenhandy passt zu Dir, wenn ...

  • Du hauptsächlich telefonieren und erreichbar sein möchtest
  • Dir physische Tasten lieber sind als ein Touchscreen
  • Du eine sehr lange Akkulaufzeit von mehreren Tagen schätzt
  • Du eine eingebaute Notruftaste als wichtigstes Sicherheitsmerkmal betrachtest
  • Dir ein gĂĽnstiger Anschaffungspreis besonders wichtig ist

Ein Senioren-Smartphone passt zu Dir, wenn …

  • Du neben Telefonieren auch WhatsApp, Kamera und Internet nutzen möchtest
  • Du von einer seniorengerecht voreingestellten Oberfläche profitieren willst, ohne selbst viel einrichten zu mĂĽssen
  • Du Wert auf eine Notruftaste legst, aber auch moderne Funktionen nicht missen möchtest
  • Dir eine Fernwartungsfunktion wichtig ist, damit Angehörige bei Problemen helfen können
  • Du einen sanften Einstieg in die Smartphone-Welt suchst

Ein klassisches Smartphone passt zu Dir, wenn …

  • Du bereit bist, das Gerät einmalig gemeinsam mit Angehörigen seniorengerecht einzurichten
  • Du die volle Bandbreite der Smartphone-Technik nutzen
  • Dir eine hochwertige Kamera und aktuelle Hardware wichtig sind
  • Du langfristig von regelmäßigen Updates und langer HerstellerunterstĂĽtzung profitieren möchtest
  • Du ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchst und bereit bist, etwas mehr Zeit in die Einrichtung zu investieren

FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Senioren-Smartphones

Nicht unbedingt. Spezielle Senioren-Smartphones bieten zwar eine ab Werk vereinfachte Oberfläche und praktische Extras wie eine Notruftaste – aktuelle Android-Geräte und iPhones lassen sich aber mit wenigen Handgriffen genauso seniorenfreundlich einrichten. Wer bereit ist, etwas Zeit in die Einrichtung zu investieren, bekommt mit einem klassischen Smartphone oft mehr Leistung, eine bessere Kamera und längere Update-Garantien für weniger Geld. Ein spezielles Gerät empfiehlt sich vor allem dann, wenn starke körperliche Einschränkungen von Anfang an besondere Hardware erfordern, etwa ein besonders robustes Gehäuse.

Ja, und das ist einfacher als viele denken. Samsung-Geräte bieten den „Einfachen Modus“ mit größeren Symbolen, erhöhtem Kontrast und vereinfachtem Startbildschirm. Auf iPhones übernimmt der „Unterstützende Zugriff“ diese Aufgabe. Ergänzend lassen sich auf beiden Plattformen Schriftgröße, Displayhelligkeit, Lautstärke und Sprachsteuerung individuell anpassen. Am besten richtet man das Gerät gemeinsam mit einem Angehörigen oder in einem Smartphone-Kurs ein.

Grundsätzlich sind Smartphones sicher – vorausgesetzt, man kennt die häufigsten Risiken. Spam-Anrufe, Phishing-Nachrichten und ungewollte In-App-Käufe zählen zu den typischen Fallen. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren: Anruffilter aktivieren, verdächtige Nummern blockieren, Kaufbestätigungen einrichten und App-Berechtigungen regelmäßig überprüfen.

Die erste Anlaufstelle sind oft Angehörige. Viele Senioren-Smartphones bieten dafür sogar eine Fernwartungsfunktion, mit der Familienmitglieder per Fernzugriff helfen können. Darüber hinaus gibt es lokale Angebote wie Smartphone-Kurse der Volkshochschule, Internet-Cafés speziell für Senioren oder Beratungsangebote von Mobilfunkanbietern im Fachhandel. Auch Organisationen wie BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisationen), Telefon 0228/249993-0, bieten Unterstützung rund um digitale Themen für ältere Menschen an.

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