IM ÜBERBLICK
Was ist LTE?
LTE steht für Long Term Evolution und bezeichnet den Mobilfunkstandard der vierten Generation. Deshalb wird LTE häufig auch als 4G bezeichnet.
LTE wurde als Nachfolger von 3G entwickelt und hat vor allem die Geschwindigkeit bei der mobilen Datenübertragung deutlich erhöht. Dadurch kannst Du mit Deinem Smartphone oder Tablet schneller online surfen.
Was ist der Unterschied? – LTE und 4G
LTE und 4G meinen im Alltag im Grunde dasselbe. Beide Begriffe stehen für die vierte Generation des Mobilfunks. Welcher Begriff auf Deinem Smartphone angezeigt wird, hängt vom Hersteller ab. Manche Handys zeigen 4G, andere LTE an. LTE bezeichnet dabei die zugrunde liegende Mobilfunktechnologie.
LTE wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Neue Versionen ermöglichen Dir höhere Geschwindigkeiten und eine stabilere Datenübertragung. Bedeutet, dass Du unabhängig davon, ob 4G oder LTE auf Deinem Display steht, im gleichen Mobilfunkstandard unterwegs bist.
Die LTE-Kategorien
Doch wie schnell Du durchs Internet surfst, hängt auch davon ab, auf welchem Frequenzbereich das 4G-Netz funkt und welche LTE-Kategorien Dein Smartphone beherrscht. Sie sagt aus, welches Übertragungsverfahren das Handy nutzt und wie viele Carrier es dabei verwendet. Carrier Aggregation war der entscheidende Fortschritt, den LTE Advanced markiert. Die erweiterte Funktechnik bündelt mehrere Frequenzbänder und erreicht so höhere Datenraten. Insbesondere auf dem Land funkt das 4G-Netz im Frequenzbereich von 800 MHz. Damit erzielen die Netzbetreiber eine höhere Reichweite. Die Kehrseite: Das LTE-Netz erreicht nur eine Datenrate von 75 Megabit pro Sekunde.
| LTE-Kategorie | Datenrate Downstream | max. Carrier Downlink |
| Cat 4 | 150 Mbit/s | 1 |
| Cat 6 | 300 Mbit/s | 2 |
| Cat 9 | 450 Mbit/s | 3 |
| Cat 12 | 600 Mbit/s | 3 |
| Cat 15 | 800 Mbit/s | 5 |
| Cat 16 | 1000 Mbit/s | 5 |
| Cat 18 | 1200 Mbit/s | 32 |
Nutze ich bereits LTE?
Zeigt Dein Smartphone 4G oder LTE an, bist Du im LTE-Netz unterwegs. 4G+ bzw. LTE+ steht für eine schnellere Variante, bei der mehrere Frequenzbänder gebündelt werden.
Ob Dein Handy LTE-fähig ist, kannst Du in den technischen Spezifikationen nachsehen. Dort findest Du Angaben zu den unterstützten LTE-Kategorien und Frequenzbändern. Ab LTE Cat 6 bist Du auch für LTE Advanced gut aufgestellt. Mittlerweile unterstützen viele Smartphones auch 5G. Der Mobilfunkstandard ist der Nachfolger von 4G/LTE und ermöglicht höhere Geschwindigkeiten. Wenn Dein Smartphone 5G anzeigt, surfst Du über das neuere Mobilfunknetz.
Sollte Dein Smartphone 4G/LTE nicht anzeigen, kann es auch an Deinem Tarif liegen. Nicht jeder Mobilfunktarif unterstützt automatisch den neuesten Standard.

Wie schnell ist LTE im Alltag?
Auf dem Papier sind mit LTE je nach Ausbaustufe bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Im Alltag wirst Du diese Geschwindigkeit mit Deinem Smartphone allerdings nur selten erreichen. Bedeutsamer ist, wie gut das Netz an Deinem Standort ausgebaut ist.
Für typische Anwendungen reicht LTE in der Regel problemlos aus. Webseiten laden, Social Media nutzen, Musik streamen oder Videos anschauen funktioniert mit einer guten LTE-Verbindung flüssig. Auch Videotelefonie und mobiles Arbeiten sind mit LTE in der Regel kein Problem.
Neben der Datenrate spielt die Latenz eine wichtige Rolle. Sie beschreibt, wie schnell das Netz auf Deine Anfrage reagiert. LTE erreicht typischerweise deutlich niedrigere Latenzzeiten als 3G. Das merkst Du zum Beispiel daran, dass Webseiten schneller reagieren oder Videotelefonate weniger verzögert sind.
LTE vs. 5G – die wichtigsten Unterschiede
Seit dem GPRS-Standard ist das Mobilfunknetz um ein Vielfaches schneller geworden. Mit 4G, auch LTE genannt, wurde das mobile Internet noch einmal deutlich flotter. Je nach Ausbaustufe sind damit theoretisch bis zu 1 Gbit/s möglich. 5G legt noch einen drauf und erreicht unter Laborbedingungen bis zu 10 Gbit/s.
Was das bedeutet, zeigt ein Beispiel. Einen 20 GB großen 4K-Film lädst Du mit 5G unter idealen Bedingungen in weniger als 20 Sekunden herunter. Mit 4G müsstest noch rund 20 Minuten warten.
Für 5G sprechen außerdem die geringere Latenz und die höhere Netzkapazität. Wie schnell Du am Ende wirklich surfst, hängt in der Praxis aber von mehreren Dingen ab, etwa Deinem Standort, dem Netz, Deinem Tarif und Deinem Smartphone. Die theoretischen Idealwerte erreichst Du im Alltag daher so gut wie nie. Fürs normale Surfen, Streaming oder mobile Arbeiten reicht 4G weiterhin problemlos aus. Erst wenn Du gezielt höhere Geschwindigkeiten und kürzere Reaktionszeiten brauchst, lohnt sich 5G. Dafür brauchst Du ein 5G-fähiges Smartphone, einen passenden Tarif und 5G-Empfang vor Ort.
| Mobilfunkgeneration | Mobilfunkstandard | max. Bandbreite | Latenz (Reaktionszeit) |
|---|---|---|---|
| 3G | UMTS HSPA HSPA+ | 384 Kbit/s 14 Mbit/s 42 Mbit/s | 100 Millisekunden |
| 4G | LTE LTE Advanced LTE Advanced Pro | 150 Mbit/s 500 Mbit/s 1000 Mbit/s | 10-50 Millisekunden |
| 5G | 5G | 10 Gbit/s | 1-10 Millisekunden |
Welche Netzbetreiber nutzen LTE?
Egal, ob Du LTE für Dein Smartphone, Tablet oder Laptop nutzt oder fürs heimische Internet als Alternative zu DSL, an der Entscheidung für einen passenden Anbieter kommst Du nicht vorbei. Auf den ersten Blick scheint die Auswahl auch übersichtlich. Es gibt drei Netzbetreiber, die ein 4G-Netz installiert haben und es auch weiterhin ausbauen. Das sind die Deutsche Telekom, Vodafone und Teléfonica Deutschland (o2). Doch auch andere Provider wie mobilcom-debitel, Blau, Congstar oder Freenetmobile greifen mittlerweile auf den Standard zu und können daher LTE-Tarife anbieten.
LTE-Verfügbarkeit
Als die Bundesnetzagentur im Juni 2019 die 5G-Lizenzen versteigerte, knüpfte sie die Vergabe an klare Bedingungen. Unter anderem sollten die Netzbetreiber das LTE-Netz stärker ausbauen. Das zeigt heute Wirkung. Aktuell erreichen die Netze 99,90 Prozent der deutschen Haushalte und 97,4 Prozent der Fläche mit 4G/LTE. Damit ist LTE für die meisten Menschen auch außerhalb der Städte zuverlässig verfügbar. Einzelne Funklöcher in ländlichen und abgelegenen Regionen gibt es aber weiterhin.
Und wie sieht es mit 5G aus?
Beim 5G-Ausbau geht es ebenfalls schnell voran. Rund 92 Prozent der Fläche waren im April 2024 bereits versorgt. Praktisch dabei ist, dass 5G häufig an bestehenden LTE-Standorten nachgerüstet wird. Eine komplett neue Infrastruktur ist also nicht überall nötig, und 5G ersetzt LTE so nach und nach.
In den kommenden Jahren soll die Versorgung weiter wachsen. Bis 2026 sollen die letzten Funklöcher geschlossen sein, bis 2030 der modernste Mobilfunkstandard flächendeckend verfügbar sein.
Kann ich LTE als DSL-Ersatz nutzen?
Es gibt noch immer Regionen, in denen LTE nicht verfügbar ist. Oder zumindest nicht in dem Maße, dass Du problemlos alle Lieblingsanwendungen wie Musikdienste störungsfrei verwenden kannst. Für die Gebiete auf dem Land, an denen Du Dich einem gut ausgebauten 4G-Netz erfreuen kannst, stellt die Funktechnik eine Alternative für Deinen Internetanschluss für zu Hause dar. Gerade in abgeschiedenen Regionen mangelt es an schnellen DSL- oder Kabel-Verbindungen.
Liefert Dir der Verfügbarkeitstest für ein kabelgebundenes Internet zu Hause kein brauchbares Ergebnis, kannst Du stattdessen übers 4G-Netz online gehen. Ein mobiler WLAN-Router hat gegenüber einer DSL-Box sogar einen praktischen Vorteil. Du kannst ihn einfach mitnehmen und auch an einem anderen Ort einstöpseln.
LTE bleibt wichtig – 5G holt auf
Auch wenn 5G immer weiter wächst, ist eine Abschaltung des 4G-Netzes ist in Deutschland derzeit nicht geplant. Beide Standards laufen noch viele Jahre parallel und ergänzen sich dabei. LTE sorgt für die breite, zuverlässige Grundversorgung, 5G bringt an gut ausgebauten Orten das Extra an Tempo. Für Dich heißt das vor allem, dass Dein LTE-Tarif auch in den nächsten Jahren voll nutzbar bleibt.
- LTE bleibt langfristig verfügbar. Eine Abschaltung ist aktuell nicht absehbar.
- 4G und 5G laufen parallel. Du nutzt automatisch das Netz, das gerade am besten verfügbar ist.
- LTE bildet die Basis. Es sorgt für die großflächige und stabile Versorgung, auch außerhalb der Städte.
- 5G wächst weiter. Wo es ausgebaut ist, bekommst Du höhere Geschwindigkeiten und kürzere Reaktionszeiten.
FAQ – Häufige Fragen über LTE
Nein. LTE und WLAN sind unterschiedliche Funktechnologien. LTE nutzt das Mobilfunknetz, WLAN meist einen Router. LTE kannst Du deshalb auch unterwegs nutzen.
Dafür gibt es verschiedene Gründe: fehlende Netzabdeckung, ein ungeeignetes Smartphone, Tarifbeschränkungen oder eine Störung. Prüfe zunächst die LTE-Einstellungen, starte Dein Smartphone neu und kontrolliere die Netzabdeckung.
Eine Abschaltung von LTE ist derzeit nicht geplant. Für Dich bedeutet das: 4G/LTE und 5G werden noch viele Jahre parallel genutzt. LTE bleibt damit auch im kommenden Jahrzehnt ein wichtiger Bestandteil des Mobilfunknetzes. Gerade dort, wo eine zuverlässige und flächendeckende Versorgung gefragt ist.
Für die meisten Nutzer ist 5G kein Muss. LTE reicht zum Surfen, Streamen, Telefonieren und mobilen Arbeiten. 5G lohnt sich vor allem bei großen Datenmengen und niedriger Latenz.
Im Alltag werden LTE und 4G meist gleichbedeutend verwendet. LTE steht für „Long Term Evolution“ und bezeichnet die Mobilfunktechnik der vierten Generation.
Ja, in der Regel problemlos. Für Videokonferenzen mit Zoom oder Teams reichenbereits etwa 5 Mbit/s aus. Auch für mobiles Arbeiten, Surfen und Videoanrufe sind LTE-Geschwindigkeiten von 21,6 bis 50 Mbit/s mehr als ausreichend. Entscheidend ist neben der Geschwindigkeit vor allem eine stabile Netzverbindung.
Ja, LTE reicht problemlos für Netflix. Entscheidend sind eine stabile Verbindung und ausreichende Geschwindigkeit. Für HD reicht LTE in der Regel aus, bei 4K wird eine höhere Datenrate wichtiger.
André
So ein Schwachsinn mit der Netzabdeckung von 80 bis 95%. Das stimmt überhaupt nicht. Da wird es auf einer Netzwerkflaeche farbig dargestellt und man bekommt an den meisten Stellen nur 1 bis 3 Megabit im Download bei 4g.Sie sollten mal lieber richtig recherchieren anstatt die Verantwortlichen nur zu interviewen was sie erreicht haben. Man kann nämlich viel erzählen wenn der Tag lang ist.