Internettarife fürs Homeoffice in aller Kürze
IM ÜBERBLICK
Gibt es reine Internettarife fürs Homeoffice?
Spezielle Internettarife fürs Homeoffice suchst Du bei Telekom und Co. vergeblich. Die gibt es schlicht nicht. Für Dein Homeoffice-WLAN greifst Du also auf einen ganz normalen Internettarif zurück, wie ihn auch jeder andere Haushalt nutzt.
Das heißt aber nicht, dass jeder beliebige Tarif fürs Homeoffice geeignet ist. Eine kleine Verzögerung beim abendlichen Streaming fällt kaum auf. Während eines Videocalls oder beim Hochladen großer Dateien kann sie dagegen schnell zum Problem werden. Entscheidend sind Download und Upload, die passende Anschlussart und ein Tarif, der zu Deinem Arbeitsalltag passt.
Download, Upload und Bandbreite leicht erklärt
- Der Download (in Mbit/s) beschreibt, wie schnell Daten bei Dir aus dem Internet ankommen. Das merkst Du zum Beispiel, wenn Du Webseiten öffnest, Videos streamst oder auf Dateien aus einer Cloud zugreifst.
- Der Upload (in Mbit/s) beschreibt, wie schnell Daten von Dir ins Internet übertragen werden. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn Du an einem Videocall teilnimmst, Cloud-Dateien hochlädst oder Deinen Bildschirm teilst.
- Die Bandbreite bestimmt, wie viele Daten Deine Internetverbindung gleichzeitig im Download und Upload übertragen kann.
Wie viele Mbit/s brauchst Du fürs Homeoffice?
Was für eine Internet-Geschwindigkeit Du wirklich brauchst, hängt davon ab, was Du im Homeoffice machst und wer oder was sonst noch in Deinem WLAN unterwegs ist. Für einfache Büroarbeit reicht also weniger Bandbreite als für viele Videocalls, große Cloud-Uploads oder mehrere parallel arbeitende Personen.
Download: Die Basis fürs Homeoffice
Für Dich alleine im Homeoffice reichen 50 Mbit/s schon aus. Damit laufen die gängigsten Homeoffice-Anwendungen flüssig:
- E-Mails
- Microsoft Office
- Google Docs
- Recherchen
- Videocalls
Upload: Oft unterschätzt, aber entscheidend
Genauso wichtig wie der Download ist der Upload – im Homeoffice sogar noch wichtiger als im normalen Alltag. Sobald Du in einem Video-Call bist, Dateien in die Cloud lädst oder Dich per VPN mit dem Firmennetzwerk verbindest, schickst Du selbst große Datenmengen raus. Ist der Upload zu niedrig, ruckelt das Bild im Videocall oder ein Datei-Upload dauert ewig. Dein Upload sollte daher mindestens 20 Mbit/s betragen.
Wann es mehr braucht?
- Bist Du nicht dauerhaft alleine in Deinem WLAN
- Mehrere Personen arbeiten aus dem Homeoffice
- Du erledigst viel Arbeit über eine VPN-Verbindung
Internetausfall im Homeoffice?
Fällt Dein Internet aus, trägt grundsätzlich Dein Arbeitgeber das Betriebsrisiko. Trotzdem bist Du aber selbst in der Pflicht, das Problem zu beheben. Kannst Du Dein Internetproblem nicht kurzfristig beseitigen, kann Dich Dein Arbeitgeber aber ins Büro beordern. Die Ausfallzeit ist dabei aber keine Zwangspause und muss weiterhin bezahlt werden.
Internet-Ausfallschutz im Homeoffice – Das kannst Du tun
Welcher Internetanschluss eignet sich fürs Homeoffice?
Grundsätzlich bist Du an den Internetanschluss gebunden, der an Deiner Adresse verfügbar ist. Hast Du Glück und an Deiner Adresse liegen mehrere Anschlussarten gleichzeitig, kannst Du frei wählen – denn Glasfaser, Kabel und DSL unterscheiden sich ganz schön, wenn es um Down- und Upload, die Belastung durch mehrere Geräte gleichzeitig und mögliche Geschwindigkeitsschwankungen geht. Ist an Deiner Adresse nur eine sehr niedrige Bandbreite verfügbar, kannst Du alternativ auf das Mobilfunknetz zurückgreifen.
Glasfaser eignet sich, wenn Du regelmäßig große Dateien hoch- oder runterlädst, oft in Videokonferenzen sitzt, per VPN auf umfangreiche Firmendaten zugreifst. Zudem läuft Glasfaser besonders stabil und lässt sich auch durch viele gleichzeitige Nutzer kaum aus der Ruhe bringen.
Kabel passt zu Dir, wenn Du vor allem Videocalls führst, mit Cloud-Anwendungen, E-Mails und gängiger Bürosoftware arbeitest und dabei einen schnellen Download möchtest. Der maximale Upload von 75 Mbit/s ist zwar begrenzt, reicht für die meisten Haushalte aber völlig aus.
DSL reicht aus, wenn Du hauptsächlich E-Mails checkst, mit Office-Programmen arbeitest, recherchierst und hin und wieder einen Videocall führst. Aufgrund des begrenzten Uploads solltest genauer hinschauen, ob 40 Mbit/s für Deinen Haushalt ausreichen. –
Internet über 5G/LTE ist eine gute Alternative, wenn an Deiner Adresse kein Festnetzanschluss oder nur eine sehr niedrige Bandbreite verfügbar ist.
Internettarife fürs Homeoffice: Welcher passt zu Dir?
Was für ein Internettarif zu Dir passt, entscheidet vor allem Deine Internetnutzung im Homeoffice. Während für E-Mails und gelegentliche Videocalls oft weniger Geschwindigkeit reicht, brauchst Du für große Dateien, Cloud-Anwendungen oder mehrere Personen mehr Leistung. Hier findest Du passende Tarife für unterschiedliche Bedürfnisse.
Für Dich allein im Homeoffice mit wenig Datenbedarf
o2 Home S DSL
Mit 50 Mbit/s im Download und 25 Mbit/s im Upload bist Du bestens bedient, wenn Du nur gelegentlich im Homeoffice arbeitest und Dir Dein WLAN mit niemandem teilen musst. E-Mails, Recherche, der ein oder andere Videocall und der Upload kleinerer Dateien laufen damit problemlos. Teilst Du Dir Dein WLAN allerdings mit anderen, bist regelmäßig im Homeoffice oder viel in Cloud-Anwendungen unterwegs, stößt diese Bandbreite schnell an ihre Grenzen.
Fürs Homeoffice mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
Vodafone GigaZuhause 150 Kabel
Mit 150 Mbit/s im Download und 75 Mbit/s im Upload hast Du ordentlich Ausdauer für Deinen Homeoffice-Alltag. Videocalls, Cloud-Anwendungen und paralleles Streaming lassen sich damit locker miteinander verbinden. Besonders interessant ist der Tarif, wenn Du viel herunterlädst, aber keinen Riesen-Anschluss brauchst.
Für Familien und viele Geräte
Vodafone GigaZuhause 300 Kabel
Hier zählen vor allem die Reserven: 300 Mbit/s im Download geben Dir deutlich mehr Spielraum, wenn mehrere Personen gleichzeitig online sind. So arbeitest Du entspannt weiter, während andere im Haushalt streamen, zocken oder Dateien herunterladen. 75 Mbit/s im Upload langen für die meisten Aufgaben aus.
Für alle, die flexibel bleiben möchten
congstar Zuhause 100 Flex
Du willst einen vernünftigen Internetanschluss fürs Homeoffice, ohne Dich gleich für zwei Jahre zu binden? Mit 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload hast Du genug Spielraum für Videocalls, Cloud-Anwendungen und mehrere Geräte. Der Vorteil: keine Mindestlaufzeit, jederzeit flexibel kündbar. Du solltest aber beachten, dass es sich um einen reinen Datentarif ohne Festnetz-Telefonie handelt.
Für Vielarbeiter mit hohem Datenverbrauch im Homeoffice
Telekom Glasfaser 600
Gehören Grafikdateien, große Projekte, umfangreiche Cloud-Daten oder große Uploads zu Deinem Arbeitsalltag? Dann spielt vor allem der schnelle Upload seine Stärken aus. Mit 600 Mbit/s im Download und 300 Mbit/s im Upload hast Du selbst bei großen Datenmengen eine Menge Power.
Für Standorte mit schwacher Festnetzverbindung
Telekom Magenta Zuhause XL Hybrid
Nicht überall steht schnelles Internet über Kabel oder Glasfaser zur Verfügung. Beim Hybrid-Tarif kombinierst Du DSL mit Mobilfunk. Eine gute Alternative, wenn Deine DSL-Leitung allein nicht ausreicht und Du zusätzliche Leistung über 5G/LTE gut gebrauchen kannst.
Kann ich meine Internetkosten steuerlich absetzen?
Anfallende Internetkosten kannst Du in Deiner Steuererklärung absetzen. Dafür musst Du nur regelmäßig oder dauerhaft im Homeoffice arbeiten. In der Regel reicht schon eine schriftliche Bescheinigung Deines Arbeitgebers aus, um zu belegen, dass Du Telefon und Internet auch beruflich nutzt. Dann kannst Du monatlich 20 % Deiner Internetkosten als Werbungskosten absetzen. – gedeckelt bei maximal 20 Euro.
Häufige Fragen über Internettarife fürs Homeoffice
Existiert keine schriftliche Vereinbarung, muss Dein Arbeitgeber nicht für Deine Internetkosten aus dem Homeoffice aufkommen. Eine Beteiligung oder ein Zuschuss kann aber freiwillig vereinbart werden.
Als dauerhafte Lösung fürs Homeoffice ist ein klassischer Festnetzanschluss in der Regel die bessere Wahl. 5G/4G kann dagegen eine Alternative sein, wenn an Deinem Standort kein passender Festnetzanschluss verfügbar ist.
Ja. Liefert Dein Anbieter dauerhaft deutlich weniger Geschwindigkeit als vereinbart, kannst Du den monatlichen Preis mindern oder den Vertrag außerordentlich kündigen. Dafür musst Du die tatsächliche Leistung zunächst mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur nachweisen. Vorgesehen sind 30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen.
Stockt die Videokonferenz im Arbeitszimmer, obwohl Dein Internetanschluss eigentlich schnell genug ist, kann ein schwaches WLAN-Signal die Ursache sein. Ein Mesh-System verteilt das WLAN über mehrere Punkte und kann so auch weiter entfernte Räume besser versorgen.
Einen festen Wert gibt es nicht. Entscheidend ist, was Du während der Arbeit machst. Für häufige Videokonferenzen, Cloud-Nutzung und größere Uploads ist ein Bedarf von etwa 5 bis 6 GB pro Tag eine grobe Orientierung. E-Mails und normale Dokumentenarbeit können dagegen deutlich weniger verbrauchen.
Glasfaser bietet die stabilere Verbindung, höhere Bandbreiten und einen deutlich höheren Upload. VDSL kann für viele Haushalte zwar ausreichen, ist aber durch die Kupferleitung stärker begrenzt und hängt unter anderem von der Entfernung zum Verteiler ab. Für datenintensive Anwendungen wie Cloud-Arbeit und Videokonferenzen spielt der höhere Upload von Glasfaser eine wichtige Rolle.
Ist an Deinem Standort weder DSL noch Glasfaser verfügbar oder reicht die vorhandene Leitung nicht aus, kann Satelliten-Internet eine Alternative sein. Moderne LEO-Systeme wie Starlink erreichen über 400 Mbit/s bei Reaktionszeiten von etwa 25 bis 50 Millisekunden und eignen sich damit auch für Videokonferenzen und Homeoffice.
Ein eigener Router kostet zunächst mehr, gehört Dir aber und kann meist auch bei einem Anbieterwechsel weiter genutzt werden. Ein Miet-Router kostet monatlich extra, dafür übernimmt der Anbieter meist Einrichtung, Updates und Austausch bei einem Defekt.
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