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Internetanbieter wechseln leicht gemacht

Internetanbieter wechseln in aller Kürze

  • Der sicherste Weg ist ein geplanter Wechsel zum Ende der Mindestlaufzeit, ohne Doppelzahlung oder Versorgungslücke.
  • Über einen Wechselantrag übernimmt der neue Anbieter die Kündigung, und Deine Rufnummer zieht kostenlos mit.
  • Nach der Mindestlaufzeit ist Dein Vertrag monatlich kündbar, vorzeitig nur mit Sonderkündigungsrecht.
  • Ein Wechsel alle ein bis zwei Jahre lohnt sich, weil Neukunden die besseren Konditionen bekommen.
  • Wenn Du unsicher bist, was Du brauchst – nutze unsere kostenfreie Internet-Beratung.

IM ÜBERBLICK

Worauf Du bei einem neuen Internettarif achten solltest

Sobald Du Dich durch einzelne Anbieter und Tarife klickst, prasseln viele Informationen auf Dich ein. Achte hier darauf, was das Angebot im Detail beinhaltet und lass Dich nicht von kurzen Schlagworten überzeugen. Vergleiche die Bausteine, um zu erfahren, ob Du wirklich den besten Internettarif für Dich gefunden hast:

  • Welche Leistungen sind enthalten und passen sie zu Deinen Ansprüchen?
  • Wird die Downoad-Geschwindigkeit irgendwann gedrosselt?
  • Gibt es Preisstaffelungen? Oftmals hängen sie mit Prämien zusammen, die die Anbieter ausschütten. Die Boni können sich trotz eines später steigenden Grundpreis lohnen, betrachtest Du die Gesamtlaufzeit.
  • Sind für einzelne Produkte oder Leistungen Freimonate inklusive, die Du unabhängig vom Vertrag für den Internetzugang kündigen musst?

Bleiben oder wechseln?

Nicht jeder Wechsel lohnt sich. Ein Vergleich ist vor allem sinnvoll, wenn die Mindestvertragslaufzeit endet, der Grundpreis steigt oder die gebuchte Bandbreite nicht mehr zum Bedarf passt.
Wichtig ist, alle Kosten und Vorteile einzurechnen, inklusive Prämien und einmaliger Gebühren. Bleiben kann die bessere Wahl sein, wenn der aktuelle Anbieter ein attraktives Angebot macht oder die Ersparnis den Wechselaufwand nicht rechtfertigt.

Lohnt sich ein regelmäßiger Wechsel alle zwei Jahre?

Für viele Haushalte kann sich ein Anbieterwechsel lohnen. Wer seinen Vertrag nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit überprüft, zahlt oft weniger als Kunden, die jahrelang beim selben Provider bleiben.
Der Grund: Neukunden profitieren häufig von Rabatten, Startguthaben, Cashback oder Wechselprämien. Bestandskunden zahlen nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit dagegen meist den regulären Preis. Da zudem oft höhere Bandbreiten zum gleichen Preis verfügbar sind, kann ein Wechsel gleich mehrfach Vorteile bringen.

Ganz ohne Aufwand geht das jedoch nicht. Deshalb solltest Du die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abwägen.

Ein Anbieterwechsel erfordert etwas Zeit: Angebote vergleichen, den Wechsel beauftragen und die notwendigen Angaben bereitstellen.

Jeder Wechsel bringt eine kurze Umschaltphase mit sich, um die sich der neue Anbieter kümmert.

Prämien und Aktionen schwanken. Es lohnt sich, den Wechsel dann anzugehen, wenn gerade ein gutes Angebot verfügbar ist.

Internetanbieter wechseln: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Damit der Anbieterwechsel reibungslos verläuft und Du nicht vorübergehend ohne Internetverbindung dastehst, gibt es einige Punkte zu beachten:

Schritt 1
Schritt 1

Aktuelle Geschwindigkeit messen & Bedarf ermitteln

Bevor Du Verträge vergleichst, solltest Du zunächst Deine tatsächliche Internetgeschwindigkeit messen, zum Beispiel mit dem Speedtest der Bundesnetzagentur. Prüfe dabei auch, ob die vertraglich vereinbarte Bandbreite tatsächlich bei Dir ankommt.

Zur besseren Orientierung:

  • Single-Haushalt / Surfen & Streaming: 50 MBit/s
  • Familie / Home Office mit Videokonferenzen: 100 bis 250 MBit/s
  • Gleichzeitige Uploads / Datensicherungen / Gaming: 250 MBit/s bis 1.000 MBit/s (Glasfaser/Kabel)
Schritt 2
Schritt 2

Tarife vergleichen & Neukundenboni nutzen

Vergleiche verschiedene Angebote über Portale wie Check24 oder Verivox und achte auf die Gesamtkosten über die Mindestvertragslaufzeit. Der monatliche Grundpreis allein sagt oft wenig über die tatsächlichen Kosten aus.
Wichtig: Neukundenboni, Wechselprämien, Cashback und Freimonate können den effektiven Preis deutlich senken.

Schritt 3
Schritt 3

Fristen und Termine prüfen

Prüfe vor einem Anbieterwechsel, wann Deine Mindestvertragslaufzeit endet und welche Kündigungsfrist gilt. Die wichtigsten Termine findest Du in Deinen Vertragsunterlagen oder auf der aktuellen Rechnung.

Schritt 4
Schritt 4

Selbst kündigen oder Wechsel beauftragen?

Hast Du ein passendes Angebot gefunden, kannst Du den Anbieterwechsel selbst organisieren oder direkt über den neuen Anbieter beauftragen.
Unser Tipp: Nutze den Wechselservice des neuen Providers. Oft gibt es dafür zusätzliche Prämien, und der Anbieter übernimmt die Koordination des Wechsels. So läuft die Umstellung meist reibungslos ab und Deine Rufnummer kann in der Regel übernommen werden.

Schritt 5
Schritt 5

Wechselantrag stellen

Bei vielen Anbietern kannst Du den Wechsel bequem online beantragen. Halte dafür die Daten Deines aktuellen Vertrags bereit und achte darauf, dass Name, Adresse und weitere Angaben exakt übereinstimmen. So lässt sich der Wechsel schneller und reibungsloser abwickeln.
Wichtig: Stelle den Antrag rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist und beantrage die Rufnummernmitnahme. Dann übernimmt der neue Anbieter in der Regel die Kündigung und koordiniert den Wechsel. Nutzt Du einen Mietrouter, musst Du diesen nach Vertragsende an den bisherigen Anbieter zurücksenden.

Alles bedacht? Unsere Checkliste führt Dich sicher durch den Wechsel.

Internetanbieter wechseln trotz laufendem Vertrag

Ein Anbieterwechsel lässt sich oft schon vor Vertragsende vorbereiten. Du musst also nicht bis zum letzten Vertragstag warten, sondern kannst den neuen Tarif bereits frühzeitig beauftragen.
In den meisten Fällen plant der neue Anbieter den Wechsel so, dass Dein bestehender Vertrag zum Ende der Mindestvertragslaufzeit endet und die Umschaltung nahtlos erfolgt. So vermeidest Du Versorgungslücken und unnötige Doppelzahlungen.
Seit der Reform des Telekommunikationsgesetzes ist der Ausstieg sogar noch einfacher. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich Dein Vertrag nicht mehr automatisch um ein ganzes Jahr, sondern ist jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündbar.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Anbieterwechsel sogar schon vor dem regulären Vertragsende möglich. Dazu zählen unter anderem folgende Fälle:

  1. Preiserhöhung: Hebt Dein Anbieter den Grundpreis an, darfst Du innerhalb von sechs Wochen nach der Ankündigung außerordentlich kündigen.
  2. Umzug ohne Verfügbarkeit: Kann Dein Provider Dir am neuen Wohnort nicht die gleiche Leistung bieten, greift das Sonderkündigungsrecht aus dem Telekommunikationsgesetz.
  3. Dauerhaft zu langsame Leitung: Bleibt Deine tatsächliche Bandbreite erheblich und wiederholt hinter der zugesicherten Geschwindigkeit zurück, kannst Du den Preis mindern oder sogar außerordentlich kündigen. Den Nachweis lieferst Du mit der Breitbandmessung-Desktop-App der Bundesnetzagentur, die ein rechtsgültiges Messprotokoll erstellt.

Video: Helge erklärt Dir, wie ein Anbieterwechsel funktioniert

Häufige Fragen zum Anbieterwechsel

Am besten beauftragst Du den neuen Anbieter rechtzeitig mit dem Wechsel und lässt ihn die Kündigung beim bisherigen Anbieter übernehmen. Gib Deine Daten genau so an, wie sie im alten Vertrag hinterlegt sind. So können beide Anbieter den Wechsel abstimmen und die die Wahrscheinlichkeit einer Unterbrechung möglichst gering halten. Die maximale Unterbrechung der Leitung darf laut der Verbraucherzentrale höchstens einen Tag beantragen.

Da musst Du zwei Dinge auseinanderhalten. Der ganze Ablauf von der Bestellung bis zur Umschaltung dauert meist etwa zwei bis sechs Wochen, weil sich alter und neuer Anbieter abstimmen müssen. Die eigentliche Umschaltung selbst ist dann schnell erledigt und braucht in der Regel nur rund einen Tag. Länger als einen Arbeitstag darf Dein Anschluss dabei ohnehin nicht ausfallen.

Die darfst Du behalten. Wenn Du den neuen Anbieter den Wechsel abwickeln lässt und die Mitnahme bei der Bestellung angibst, zieht Deine Nummer einfach mit um. Kündige dafür bloß nicht selbst, sonst kann die Nummer verloren gehen. Kosten entstehen Dir keine, die Portierung ist gesetzlich gratis. Nur wenn Du in einen anderen Ort mit anderer Vorwahl ziehst, lässt sich die Nummer meist nicht halten.

Am aussagekräftigsten misst Du mit der Breitbandmessung-Desktop-App der Bundesnetzagentur. Verbinde Deinen Computer per LAN-Kabel direkt mit dem Router, denn WLAN verfälscht das Ergebnis. Für einen belastbaren Wert misst Du an mehreren Tagen jeweils mehrfach. Vergleiche das Ergebnis anschließend mit der Geschwindigkeit, die in Deinem Vertrag steht. So siehst Du schwarz auf weiß, ob Dein Anschluss hält, was er verspricht.

Die Rufnummernmitnahme ist gesetzlich kostenlos. Anfallen können dagegen ein einmaliger Bereitstellungs- oder Anschlusspreis beim neuen Anbieter, in seltenen Fällen Kosten für einen Technikertermin sowie die Versandkosten für die Rücksendung eines Miet-Routers. Manche Anbieter erlassen die Anschlussgebühr im Rahmen einer Aktion. Rechne diese Einmalkosten in Deinen Vergleich mit ein, damit Du den echten Gesamtpreis siehst.

Am einfachsten vermeidest Du eine Doppelzahlung, wenn Du nicht selbst kündigst, sondern den neuen Anbieter den Wechsel abwickeln lässt. Dann endet Dein alter Vertrag punktgenau zum Ablauf der Mindestlaufzeit, und der neue startet nahtlos. Kündigst Du selbst, achte darauf, dass sich alter und neuer Vertrag zeitlich nicht überschneiden.

Hast Du einen gekauften Router, gehört er Dir und Du kannst ihn behalten oder mit dem neuen Anschluss weiternutzen, sofern er kompatibel ist. Ein Miet-Gerät Deines bisherigen Anbieters musst Du dagegen zurückschicken, meist innerhalb weniger Wochen nach Vertragsende. Sende den Router rechtzeitig zurück und hebe den Versandbeleg gut auf. So kannst Du im Zweifel nachweisen, dass das Gerät fristgerecht bei Deinem alten Anbieter angekommen ist.

Eine feste Regel gibt es nicht. Bewährt hat sich, den Vertrag nach jeder Mindestlaufzeit einmal zu prüfen, also meist alle zwölf bis vierundzwanzig Monate. Da Dein Vertrag nach der Erstlaufzeit monatlich kündbar ist, kannst Du flexibel wechseln, sobald ein besseres Angebot lockt. Ein regelmäßiger Vergleich sorgt dafür, dass Du nicht unbemerkt in einen teuren Bestandskundentarif rutschst.

Das hängt davon ab, wie oft Du wechselst. Ein gemieteter Router kostet monatlich, dafür bekommst Du bei Problemen leichter Ersatz und musst Dich um nichts kümmern. Ein gekauftes Gerät ist über mehrere Jahre gerechnet oft günstiger, bleibt bei einem Wechsel Dein Eigentum und lässt sich meist mit dem nächsten Anschluss weiternutzen. Wer ohnehin regelmäßig den Anbieter wechselt und einen kompatiblen Router besitzt, spart mit dem Kauf langfristig die Mietgebühr.

Für viele Familien lohnt sich ein Kombi-Paket aus Internet und Mobilfunk. Anbieter belohnen die Bündelung oft mit einem monatlichen Rabatt auf einen oder beide Verträge, dazu kommt der Komfort einer gemeinsamen Rechnung und eines Ansprechpartners. Prüfe vor dem Abschluss trotzdem, ob die Einzeltarife zusammengerechnet nicht doch günstiger wären und ob die Laufzeiten zueinander passen.

Einen pauschalen Sieger gibt es nicht. Welcher Anbieter für Dich die besten Konditionen bietet, hängt vor allem davon ab, welches Netz an Deiner Adresse gut ausgebaut ist und welche Aktion gerade läuft. Telekom, Vodafone und O2 wechseln sich bei Rabatten und Wechselprämien regelmäßig ab. Vergleiche deshalb die konkreten Tarife für Deinen Wohnort und achte auf das Gesamtpaket aus Leistung und Gesamtkosten, statt Dich am Markennamen zu orientieren.

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