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Handyvertrag wechseln: Kompletter Leitfaden für 2026

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Handyvertrag wechseln in aller Kürze

  • Der Wechsel kann sich lohnen: Angebote für Neukunden sind meist lukrativer und günstiger.
  • Der beste Zeitpunkt zum Wechseln ist das Ende der Mindestvertragslaufzeit, da Du dann ohne zusätzliche Kosten kündigen kannst.
  • Deine Rufnummer nimmst Du kostenlos zu Deinem neuen Handyvertrag mit.
  • Ein vorzeitiger Anbieterwechsel rentiert sich wegen der doppelten Vertragskosten selten.
  • Vorzeitig kannst Du Deinen Handyvertrag nur in Ausnahmefällen beenden: zum Beispiel bei Preiserhöhung oder Umzug im Ausland.

IM ÜBERBLICK

Die erste Hürde

Du würdest gern, traust Dich aber nicht? Du hältst Dich allein deshalb an Deinem Handytarif fest, weil Du fürchtet, Deine vertrautet Handynummer zu verlieren oder danach schlechter erreichbar zu sein?
Was auch immer Dich abhält, lässt sich vermutlich viel leichter aus der Welt schaffen, als Du im ersten Moment denkst. So hast Du zum Beispiel ein gesetzlich verbrieftes Anrecht darauf, Deine Rufnummer mitzunehmen – Dein Leben lang, wenn Du es möchtest. Und im Grunde ist die Rufnummernmitnahme ganz einfach. Du musst nur ein paar Voraussetzungen einhalten.
Worauf es dabei und vor allem grundsätzlich beim Handytarif-Wechsel ankommt, erfährst Du in diesem Leitfaden. Wenn Du Dich dann traust, winkt Dir als Belohnung ein Handyvertrag, mit dem Du ordentlich sparen kannst und/oder der Dir bessere Konditionen und vielleicht sogar besseren Empfang garantiert.

Wann sollte ich meinen Handyvertrag wechseln?

Timing ist beim Handyvertragswechsel nicht alles, aber es hilft enorm, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Wann Du am besten wechselst, hängt ganz von Deiner individuellen Situation ab.Wann sollte ich meinen Handyvertrag wechseln?Wann sollte ich meinen Handyvertrag wechseln?

Der beste Zeitpunkt für den Wechsel

Das Vertragsende im Blick behalten

Der klassische und meist günstigste Zeitpunkt für einen Anbieterwechsel ist das Ende Deiner Mindestvertragslaufzeit. Seit Dezember 2021 gilt in Deutschland eine gesetzliche Kündigungsfrist von nur noch einem Monat. Das bedeutet: Du musst Deinen Vertrag spätestens vier Wochen vor Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen, um pünktlich rauszukommen.

Die Kündigung früher auszusprechen, schadet natürlich nicht. Du verschaffst Dir mehr Zeit, in aller Ruhe einen passenden neuen Tarif auszuwählen und die Rufnummernmitnahme stressfrei vorzubereiten.

Vertrag vorzeitig beenden: Das Sonderkündigungsrecht

Dein Anbieter erhöht die Preise? Dann hast Du ein Sonderkündigungsrecht. In diesem Fall kannst Du außerordentlich und fristlos kündigen – unabhängig von Deiner restlichen Vertragslaufzeit. Allerdings kannst Du erst zu dem Zeitpunkt kündigen, zu dem die Preiserhöhung wirksam wird. Vorher kommst Du nicht aus dem Vertrag. Aber: Du hast kein Sonderkündigungsrecht, wenn Dein Provider mit der Preiserhöhung europäisches oder nationales Recht umsetzen sollte. Ein Sonderkündigungsrecht kannst Du ebenfalls beanspruchen, falls Du ins Ausland ziehen solltest. Im Todesfall besteht ebenfalls das Recht auf eine außerordentliche Kündigung.

Erhebliche Leistungsstörungen können Dich ebenfalls zur außerordentlichen Kündigung berechtigen. Wenn Dein Anbieter die vertraglich zugesicherte Leistung dauerhaft nicht erbringt – etwa durch ständige Netzausfälle oder fehlerhafte Abrechnungen – kann ein Sonderkündigungsrecht bestehen. Wichtig: Setze Deinem Anbieter zunächst eine angemessene Frist zur Behebung des Problems (mindestens zwei, drei Wochen) und dokumentiere die Störungen genau. Nur wenn der Anbieter das Problem nicht löst, greift Dein Kündigungsrecht.

Das Sonderkündigungsrecht musst Du schriftlich geltend machen und in der Regel mit entsprechenden Nachweisen belegen.

Handyvertrag wechseln oder verlängern? Der Vergleich

Dein Vertrag neigt sich dem Ende. Dein Anbieter überhäuft Dich mit verlockenden Angeboten für eine Vertragsverlängerung. Mindestens ein Angebot erscheint lukrativ und bequem, aber ist es auch die beste Wahl?

Die Vor- & Nachteile der Vertragsverlängerung

  • Kein Aufwand
  • Rufnummer und SIM-Karte bleiben
  • Eventuell gibt’s ein neues Smartphone
  • Alles wie gewohnt: App, Kundencenter & Support
  • Bestandskunden zahlen häufig mehr als Neukunden
  • Oft veraltete Tarifkonditionen mit zum Beispiel weniger Datenvolumen
  • Keine Wechselboni oder Cashback-Aktionen

Vor- & Nachteile des Anbieterwechsels

  • Häufig günstigere Angebote für Neukunden
  • Oft Tarife mit mehr Leistung
  • Häufig gibt’s Wechselbonus und Aktionsrabatte
  • Wechsel in ein besseres Netz möglich
  • eSIM kann den Wechsel deutlich vereinfachen
  • Aufwand durch Kündigung und Neuabschluss
  • Neue SIM-Karte oder neues eSIM-Profil einrichten
  • Neues Kundenkonto anlegen

Handyvertrag wechseln: Fristen für die Kündigung

Längst hat der Gesetzgeber die Kündigungsfristen für Handyverträge entzerrt: Sie beträgt einen Monat. Die Frist gilt gleichermaßen für Laufzeitverträge über 12 oder 24 Monate und flexible Tarife ohne feste Mindestlaufzeit. Der Unterschied: Laufzeitverträge kannst Du natürlich erst zum Ende der Mindestlaufzeit kündigen.
Zusätzlich müssen die Mobilfunkanbieter auf jeder Rechnung den nächstmöglichen Kündigungstermin vermerken. Ebenso musst Du diese Information jederzeit im Kundenportal finden können.

Ist die Mindestvertragslaufzeit beendet? Dein Vertrag geht automatisch in einen monatlich kündbaren Tarif über, den Du jederzeit beenden kannst. Vorausgesetzt, Du hast keiner Vertragsverlängerung zugestimmt oder einen Tarifwechsel vorgenommen. Hast Du also das ursprüngliche Vertragsende verpasst, ist das ärgerlich, aber kein Drama. Du kommst trotzdem schnell raus.

Kann man seinen Handyvertrag jederzeit ändern?

Eine häufig gestellte Frage, deren Antwort davon abhängt, was Du an Deinem Vertrag ändern möchtest. Möchtest Du aufstocken oder den Anbieter vorzeitig wechseln? Letzteres kann teuer werden.

Tarifwechsel beim gleichen Anbieter

Gerade wenn Du auf ein Upgrade Deines Handyvertrags aus bist, sind die meisten Anbieter dafür offen. Üblicherweise ist der Tarifwechsel für mehr Datenvolumen oder umfangreichere Leistungen mit einer Laufzeitverlängerung verbunden.

Wünscht Du hingegen in einen kleineren Tarif zu wechseln, sind die Provider weniger kulant und gestatten das Downgrade häufig erst kurz vor Ende der Vertragslaufzeit.

Die genauen Bedingungen für Tarifwechsel findest Du in den AGB Deines Anbieters oder im Kundencenter.

Vorzeitiger Anbieterwechsel: Möglichkeiten und Kosten

Dein Vertrag läuft noch ein Jahr, Du möchtest aber schon jetzt zu einem anderen Anbieter wechseln? Grundsätzlich kannst Du das tun und dabei sogar Deine Rufnummer mitnehmen. Aber die ganze Sache ist teuer. Denn ohne Anrecht auf eine Sonderkündigung läuft Dein bisheriger Handytarif bis zum Ende der Mindestvertragslaufzeit weiter. Du zahlst für zwei Handyverträge.

Es sei denn, Du hast jemanden an der Hand, der Deinen alten Handyvertrag übernimmt. Ein Wechsel des Vertragsinhabers ist bei vielen Providern durchaus möglich. Der Anbieter muss dem Wechsel zustimmen. Zudem kostet er eventuell: Die Telekom zum Beispiel erhebt eine Gebühr von 24,95 Euro für den Vertragsinhaberwechsel.

Ratsamer ist es daher, die Restlaufzeit abzuwarten: Die günstigste Variante ist, Deinen Vertrag regulär zu Ende laufen zu lassen und rechtzeitig zu kündigen.

Handyvertrag wechseln: So geht‘s Schritt für Schritt!

Die Entscheidung ist gefallen: Du wechselt den Mobilfunkanbieter. Nun geht’s darum, den Anbieterwechsel Schritt für Schritt über die Bühne zu bringen. Mit unserer Anleitung bist Du auf einem guten Weg.

Aktuellen Vertrag prüfen

Nimm Dir ein bisschen Zeit, um die wichtigen Fakten zusammenzutragen. Umso entspannter kannst Du die Kündigung angehen.

Wann endet Dein Vertrag?
So weißt Du, wann Du spätestens kündigen musst. Das Datum findest Du auch auf jeder Rechnung und im Kundenportal Deines Providers. Telefonisch erfragen geht ebenfalls.

Hast Du Deinen Vertrag mit zusätzlichen Optionen wie einer Auslandsflat oder einem Abo für Sicherheitssoftware erweitert?
Manche Optionen musst Du unabhängig von Deinem Handyvertrag kündigen.

Hast Du ein subventioniertes Smartphone mit dem Vertrag bekommen, das noch nicht abbezahlt ist?
Überprüfe die Konditionen daraufhin, in welcher Form die Zahlungen fürs Handy weiterlaufen oder ob Du das Gerät mit Vertragsende zurückgeben musst.

Neuen Tarif finden

Jetzt wird’s spannend: Welcher Tarif passt am besten zu Dir? Zugegeben, an der Stelle wartet vermutlich die meiste Arbeit auf Dich.

Was braucht der ideale Handyvertrag für Dich?
Du analysierst Dein Nutzungsverhalten. In den Einstellungen Deines Smartphones kannst Du sehen, wieviel Datenvolumen Du verbrauchst. Betrachte die vergangenen drei bis sechs Monate, so weißt Du, wie groß das monatlich inkludierte Datenvolumen sein sollte.

Wie schnell muss das mobile Internet sein?
Benötigst Du für die Anwendungen auf dem Smartphone die maximale High-Speed, die das 5G-Netz hergibt, sind Handyverträge der Netzbetreiber Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 die richtige Wahl. Genügen Dir unterwegs bis zu 100 Mbit/s, kommen auch günstigere Handytarife von Drittanbietern wie congstar oder allmobil in Frage.

Telefonierst Du viel, eventuell auch oft ins Ausland?
Suchst Du nur gelegentlich das Gespräch, kannst Du auf eine Allnet Flat verzichten. Plauderst Du oft mit Freunden im Ausland, hältst Du Ausschau nach günstigen Auslandsoptionen.

Welches Netz darf es sein?
Derzeit gibt es drei Mobilfunknetze in Deutschland. Sie gehören Vodafone, o2 und der Telekom. 1&1 baut ein viertes Netz auf. Alle anderen Anbieter nutzen diese Netze mit. Mittlerweile sind die Netze von Telekom, i2 und Vodafone annähernd auf einem Ausbau-Niveau. Dennoch kann es in einigen Gegenden einen Unterschied machen, in welchem Netz Du surfst. Prüfe daher die Netzabdeckung an den für Dich wichtigen Orten und wähle danach das passende Netz aus!

Wie hoch ist Dein Budget?
Bevor Du Dich auf die Suche nach dem geeigneten Handyvertrag machst, solltest Du Dir überlegen, wieviel Du monatlich dafür hinblättern möchtest. Dein Budget ist ein hilfreiches Kriterium, um die riesige Auswahl an Mobilfunkverträgen einzugrenzen.

Wo findest Du Deinen neuen Handyvertrag?
Schau Dich bei den verschiedenen Anbietern um, prüfe die Angebote bei Online-Händlern wie LogiTel, bei denen Du die Tarife der Provider direkt vergleichen kannst, und nutze Vergleichsportale! Neukunden winken oftmals satte Wechselboni, Rabatte auf die Grundgebühr für mehrere Monate oder auch ein Extra-Datenvolumen.

Alten Vertrag kündigen

Du hast einen neuen Tarif gefunden? Dann geht’s jetzt an die Kündigung Deines alten Vertrags. Der Vorgang ist denkbar einfach. Seit dem 1. Juli 2022 müssen Mobilfunkanbieter, bei denen Du Verträge online abschließen kannst, auf ihren Webseiten einen leicht zugänglichen Kündigungsbutton integrieren.

Kündigung per Knopfdruck
Nach dem Klick auf den Kündigungsbutton öffnet sich ein Formular, in das Du die notwendigen Angaben wie Kundennummer, Deinen Namen, Anschrift, Telefonnummer, etc. einträgst. Schickst Du die Kündigung ab, erhältst Du direkt im Anschluss eine Eingangsbestätigung. So weißt Du, dass Deine Kündigung angekommen ist. Später solltest Du noch eine Kündigungsbestätigung erhalten, in der vermerkt ist, zu welchem Termin sie wirksam wird.

Deine anderen Optionen
Alternativ kannst Du die Kündigung auch per E-Mail, SMS oder per Post schicken. Entscheidest Du Dich für eine dieser Optionen, achte darauf, alle relevanten Daten wie Vertragsnummer, Kundennummer und so weiter anzugeben. Zusätzlich solltest Du eine Kündigungsbestätigung anfordern und natürlich die Freigabe Deiner Rufnummer beauftragen, falls Du sie behalten möchtest.

Neuen Vertrag abschließen & Rufnummernmitnahme beantragen

Du bist bestens vorbereitet: Dein alter Handyvertrag ist gekündigt, den neuen hast Du bereits ausgewählt. Nun kannst Du ihn bestellen und damit den Anbieterwechsel vollziehen.

Vertragsabschluss
Für den erfolgreichen Anbieterwechsel spielt es keine Rolle, ob Du Deinen neuen Vertrag im Shop oder online abschließt. Du entscheidest Dich für das Vertragsangebot, das Dir ideal erscheint.

Rufnummer mitnehmen
Damit es gar nicht erst untergeht, achtest Du bereits bei Vertragsabschluss darauf, die Mitnahme der Handynummer zu beantragen. Üblicherweise wird der Punkt im Bestellprozess abgefragt. Entscheidend für die erfolgreiche Portierung sind die identischen Daten zu Deiner Person: Kennt Dein alter Anbieter Deinen zweiten Vornamen, sollte Dein neuer ihn auch kennen.

SIM-Karte aktivieren

Fast geschafft! Dein alter Vertrag läuft aus. Der Starttermin Deines neuen Vertrags steht.

Neue SIM-Karte/eSIM aktivieren
Einige Tage vor dem Wechseltermin erhältst Du per Post die neue SIM-Karte beziehungsweise den Aktivierungscode für die eSIM. Letztere kann Dich natürlich auch per E-Mail erreichen oder der Code steht in Deinem Kundenkonto beim neuen Anbieter bereit.
In der Regel aktiviert der Provider die SIM-Karte zum Vertragsbeginn. Du musst sie nur einlegen oder das eSIM-Profil herunterladen – und schon kannst Du loslegen.

Portierung abschließen
Sollte Deine bisherige Handynummer nicht direkt zu Vertragsbeginn übernommen werden, wechselt sie häufig nur wenige Tage später. Damit die Rufnummer übernommen wird, musst Du meist nichts weiter tun, als am Tag der Portierung Dein Smartphone einmal auszuschalten und neu zu starten.

Du hast den Anbieterwechsel geschafft!

Anbieterwechsel bei Telekom, Vodafone & o2: Besonderheiten

Die drei großen Netzbetreiber in Deutschland – Telekom, Vodafone und o2 – haben ihre Besonderheiten. Das zeigt sich auch bei der Kündigung des Handyvertrags. Zunächst richtet sich der Blick aber auf die Gemeinsamkeiten:

  •  Kündigungsfrist: Egal, bei wem Du unter Vertrag stehst, kannst Du mit einer Frist von einem Monat zum Laufzeitende kündigen.
  • Kündigungsform: Auch die drei großen Netzbetreiber müssen sich ans Gesetz halten. Du kannst den Vertrag per Kündigungsbutton, per Post oder E-Mail beenden.
  • Rufnummernmitnahme: Auch an dieser Stelle sind die Netzbetreiber an gesetzliche Vorgaben gebunden. Hast Du alle Voraussetzungen für die Portierung erfüllt, kannst Du Deine Rufnummer in jedem Fall mitnehmen.

Handyvertrag wechseln bei der Telekom

Du möchtest nicht länger Kunde bei Deutschlands größtem Mobilfunkanbieter sein? Das ist Dein gutes Recht. Du sollest bei der Kündigung nur auf ein paar Besonderheiten achten:

Der MagentaEINS-Vorteil erlischt, wenn Du nicht länger mit Mobilfunk- und Internettarifg bei der Telekom unter Vertrag stehst.

Die günstigen Konditionen der PlusKarten verschieben sich. Hast Du eine PlusKarte gebucht, wandelt sie sich nach der Kündigung zum neuen Hauptvertrag um. Weitere PlusKarten ordnen sich nach den gewohnten Bedingungen dem neuen Hauptvertrag unter. Die PlusKarten haben eigene Laufzeiten und müssen separat gekündigt werden.

Vertrag bei o2 beenden

Die Telefónica-Tochter punktet mit günstigen Tarifen, die Dich nicht mehr überzeugen? Soll vorkommen. Beachte bei der Kündigung des o2-Vertrags einige Besonderheiten:

Du verlierst möglicherweise den o2 Kombi-Vorteil. Telefónica gewährt einen Rabatt zum Beispiel, wenn Du zwei Mobilfunkverträge oder Mobilfunk und Internet oder auch Mobilfunk und Internet-TV verknüpft hast.

Ohne o2-Vertrag scheidest Du aus dem Priority-Club aus. Über das Vorteilsprogramm von o2 kannst Du monatlich Gewinne ergattern.

Vodafone-Handyvertrag wechseln

Vodafone hat ein starkes 5G-Netz und das größte Kabelnetz Deutschlands. Dennoch kann es für Dich an Zeit sein, den Anbieter zu wechseln. Beendest Du Deinen Vodafone-Vertrag, solltest Du im Vorfeld folgende Besonderheiten bedenken:

GigaKombi heißt der Kombi-Vorteil von Vodafone, mit dem Du sparen kannst, wenn Du Mobilfunk und Internet bündelst. Kündigst Du den Handyvertrag, verzichtest zukünftig auf die Sparvorteile.

Gehört zu Deinem Handyvertrag eine FamilyCard, geht ihr Preisvorteil nach der Kündigung verloren. Nach Ablauf des Hauptvertrags ist der reguläre Grundpreis fällig. Die FamilyCard hat ihre eigene Laufzeit und muss separat gekündigt werden.

Handytarif während der Vertragslaufzeit wechseln

Bist Du mit Deinem aktuellen Handytarif unzufrieden, muss das nicht bis zum Ende der Vertragslaufzeit so bleiben. Du hast einige Möglichkeiten, Deinen bestehenden Handyvertrag zu optimieren.

  •  Das Datenvolumen ist zu knapp: Mit einem Tarifwechsel verlängerst Du zwar Deine Vertragslaufzeit, kannst aber gleichzeitig entspannter surfen. Das größere Datenvolumen geht in der Regel mit einer höheren Grundgebühr einher.
  • Du brauchst mehr Speed? Die meisten Handyverträge von Drittanbieter sind bei der Datenrate gedrosselt. Oftmals surfst Du mobil mit 25 Mbit/s. Falls das nicht genug ist, bietet viele Provider gegen einen monatlichen Aufpreis ein Tempo-Boost auf 50 oder 100 Megabit pro Sekunde an.
  • Die Freiminuten sind zu schnell verbraucht: Dann ist es Zeit für ein Upgrade auf eine Telefon-Flat. Üblicherweise kannst Du Deinen Vertrag mit einer entsprechenden Option aufstocken.

Die Optionen stellen allesamt ein Upgrade Deines bestehenden Vertrags dar. Brauchst Du eher weniger, kannst Du in den meisten Fällen nur bis zum Vertragsende warten. Natürlich ist es immer möglich, auf die Kulanz Deines Anbieters zu hoffen. Erkundige Dich einfach bei Deinem Provider!

Handyvertrag wechseln: Häufige Fehler vermeiden

Beim Anbieterwechsel kann einiges schiefgehen. Die typischen Stolperfallen lassen sich aber leicht umgehen.

Kündigungsfrist verpasst

Mist! Du stellst zwei Wochen vor Vertragsende fest, dass Du die Kündigungsfrist verpasst hast. Das ist nicht dramatisch: Du kannst Deinen Handyvertrag nun monatlich beenden. Damit Dir das gar nicht erst passiert, kannst Du Dir den Kündigungstermin im Kalender eintragen und eine Erinnerung mehrere Tage/Wochen vorher einrichten.

Abweichende Daten

Deine Rufnummer zieht nicht rechtzeitig zu Vertragsbeginn um. Meist klemmt die Rufnummernmitnahme wegen persönlicher Angaben, die beim alten und neuen Anbieter abweichen. Vielleicht hat Dich dein bisheriger Provider noch unter einer alten Adresse gespeichert oder bei Deinem neuen Anbieter hat sich ein Zahlendreher in der Hausnummer eingeschlichen. Den Stolperstein umgehst Du, indem Du die Daten abgleichst, bevor Du die Rufnummernmitnahme beauftragst.

Netzabdeckung nicht geprüft

Nach dem Vertragswechsel, der verbunden mit einem Netzwechsel ist, verschlechtert sich der Empfang an Deinem Wohnort und auf Arbeit. Den Frust vermeidest Du, indem Du im Vorfeld die Netzabdeckung an Deinen wichtigen Orten über die offiziellen Netzabdeckungskarten von Telekom, o2 und Vodafone prüfst. Frage auch Freunde und Kollegen nach ihren Erfahrungen mit dem Netz, in das Du wechseln möchtest.

Versteckte Kosten

Die Grundgebühr Deines super günstigen Handytarifs steigt im 13. Monat plötzlich von 9,99 Euro auf 39,99 Euro. Solche bösen Überraschungen schließt Du aus, indem Du Dir vor Vertragsabschluss genau anschaust, wie sich die Grundgebühr über die Vertragslaufzeit entwickelt. Die Informationen findest Du in den Tarifdetails. Auch alle anderen Kosten wie Versandgebühren für die SIM-Karte oder Anschlusspreis solltest Du im Kleingedruckten prüfen.

Datenvolumen falsch eingeschätzt

Dein neuer Vertrag läuft seit zwei Wochen und Dein Datenvolumen ist verbraucht. Da waren 5 Gigabyte wohl nicht genug. Der Ärger muss nicht sein. Analysiere Deine Nutzungsgewohnheiten, prüfe in den Einstellungen Deines Smartphones Deinen Verbrauch der vergangenen drei bis sechs Monate. Und bedenke auch Änderungen in Deinen Gewohnheiten! Bist Du in naher Zukunft mehr unterwegs und damit verstärkter auf mobiles Internet angewiesen, solltest Du zusätzliche Gigabyte kalkulieren.

Doppelte Kosten

Beim Vertragsabschluss hast Du nicht auf den Starttermin geachtet. Nun zahlst Du zwei Monate doppelt, weil Dein neuer Handytarif schon aktiviert worden ist. Den Fauxpas vermeidest Du dadurch, dass Du darauf achtest, den Vertragsbeginn direkt im Anschluss ans Ende des alten Vertrags zu legen. Die meisten Anbieter lassen Dich den Wunsch-Starttermin frei wählen

Häufige Fragen zum Handyvertragswechsel

Deine Kündigung sollte folgende Angaben enthalten: Name, Adresse, Kundennummer, Handynummer und das gewünschte Kündigungsdatum. Am einfachsten kündigst Du online über den Kündigungsbutton auf der Webseite Deines Anbieters. Alternativ kannst Du per E-Mail oder per Post kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat.  

Ein vorzeitiger Wechsel ist möglich, aber meist teuer. Solange Du kein Sonderkündigungsrecht beanspruchen kannst, musst Du die monatlichen Gebühren bis zum Vertragsende zahlen. In den meisten Fällen ist es günstiger, die Restlaufzeit abzuwarten und rechtzeitig zum Vertragsende zu kündigen. 

Die Rufnummernmitnahme ist kostenlos. Laut Telekommunikationsgesetz dürfen Provider für die Mitnahme der Handynummer keine Gebühren erheben.  

 

Von der Kündigung bis zur Aktivierung beim neuen Anbieter vergehen in der Regel 4 bis 8 Wochen. Das hängt davon abwie früh Du kündigst. Die eigentliche Rufnummernportierung dauert 1 bis 7 Werktage, die Umschaltung selbst meist nur wenige Minuten. Plane am besten zwei bis drei Monate ein, um alles stressfrei abzuwickeln. 

Ja, auf jeden Fall! Du hast ein gesetzliches Anrecht darauf, Deine Mobilfunknummer zu einem anderen Anbieter mitzunehmen. Die Rufnummernmitnahme (Portierung) ist Standard und funktioniert in den allermeisten Fällen problemlos. Wichtig ist nur, dass Deine Kundendaten beim alten und neuen Anbieter exakt übereinstimmen. 

Nach erfolgreicher Kündigung läuft Dein Vertrag bis zum vereinbarten Vertragsende weiter. Du kannst ihn in dieser Zeit wie gewohnt nutzen. Startet Dein neuer Vertrag bereits vorher und übernimmt Deine vertraute Handynummer, teilt Dir Dein bisheriger Provider eine neue Rufnummer zu. Sie gehört zu dem alten Vertrag, bis er abgelaufen ist. Nach Vertragsende funktioniert Deine alte SIM-Karte nicht mehr, sie ist deaktiviert. Zu guter Letzt erhältst Du noch eine Schlussrechnung Deines alten Anbieters.  

In Deutschland gibt es vier Mobilfunknetz. Die besten Testnoten heimst das Telekom-Netz ein. Doch Vodafone und o2 holen auf und erhalten inzwischen ebenfalls sehr gute Test-Noten. Gerade in den Ballungsräumen gibt es kaum noch Unterschiede zwischen den Netzen. Noch im Aufbau befindlich ist das vierte Netz von 1&1das das Unternehmen erst seit 2019 errichtet. Deshalb bleibt es bei den Netztests noch außen vor.  

Der ideale Zeitpunkt ist zum Ende der Mindestvertragslaufzeit. So vermeidest Du doppelte Kosten, die zwei parallel laufende Handytarife verursachen. Hast Du die Frist verpasst, ist das kein Problem. Du kannst Deinen Vertrag nun monatlich kündigen.  

Nein, meist nicht. Du musst die Grundgebühren des alten Vertrags bis zum Laufzeitende zahlen. Nur ein extrem hoher Wechselbonus oder Cashback kann die doppelten Kosten ausgleichen. Besser: Bis zum Vertragsende warten. 

Kommt auf die Änderung an: Möchtest Du Deinen Tarif bei Deinem Anbieter anpassen, ist das meist jederzeit möglich, wenn Du in einen höheren Vertrag wechseln möchtest. Downgrades sind meist erst zum Vertragsende realisierbar. 

Ja. Bei den meisten Anbietern kannst Du zwischen einer klassischen SIM-Karte oder einer eSIM wählen.  

Das ist für einen kurzen Zeitraum möglich. Die Umschaltung dauert eigentlich nur wenige Minuten und wird üblicherweise über Nacht vorgenommen. Um die Portierung abzuschließen musst Du meist nur einmal Dein Smartphone neustarten.  

Du musst selbst kündigen. Der neue Anbieter übernimmt nur die Rufnummernportierung und holt die Freigabe ein.  

Ja, bei Online- und auch Telefonverträgen hast Du ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Die Frist beginnt erst mit Erhalt der Ware, im Falle eines Handyvertrags also mit dem Erhalt der SIM-Karte 

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