Router tauschen in aller Kürze
IM ÜBERBLICK
Wann solltest Du Deinen Router wechseln?
Einen festen Zeitpunkt für den Routerwechsel gibt es nicht. Grundsätzlich gilt, so selten wie möglich, so oft wie nötig. Solange Dein Router zuverlässig funktioniert, die benötigten Funktionen bietet und weiterhin Sicherheitsupdates erhält, besteht kein Grund für einen Austausch. Spätestens in den folgenden Situationen solltest Du über einen Routerwechsel nachdenken:
Router wechseln, neu starten oder zurücksetzen: Was hilft wirklich?
Das WLAN spinnt, die Verbindung bricht ständig ab oder das Internet ist einfach lahm? Bevor Du gleich einen neuen Router kaufst, probiere es erst mal mit einem einfachen Neustart. Oft reicht das schon, um das Problem zu lösen. Nur wenn die Probleme immer wiederkommen oder Dein Router schon ziemlich in die Jahre gekommen ist, solltest Du wirklich über einen Austausch nachdenken.
Router wechseln: So funktioniert’s
Bevor Du Deinen Router austauschst, solltest Du zunächst prüfen, ob Du ein Mietgerät Deines Anbieters oder einen selbst gekauften Router nutzt. Davon hängt ab, wie der Wechsel abläuft und ob Du nach dem Austausch noch etwas beachten musst.
Bei einem gekauften Router entscheidest Du selbst, welches Modell Du verwendest. Du schließt den neuen Router an, richtest ihn ein und kannst den alten Router entsorgen oder weiterverwenden, sofern er noch funktioniert.
Nutzt Du dagegen einen Mietrouter, erhältst Du bei einem Defekt oder bei einem Anschlusswechsel einen passenden Router von Deinem Anbieter. Den bisherigen Router schickst Du anschließend einfach zurück.
Routerwechsel beim Anbieterwechsel
Wechselst Du den Internetanbieter, musst Du nicht automatisch auch einen neuen Router kaufen. Bleibt die Anschlussart gleich, zum Beispiel weil Du von einem DSL-Anbieter zum nächsten wechselst, kannst Du Deinen bisherigen Router oft ganz normal weiterbenutzen. Wichtig ist nur, dass der Router mit dem neuen Anschluss kompatibel ist. Je nach Anbieter erfolgt die Einrichtung automatisch oder mit neuen Zugangsdaten. Ändert sich dagegen die Anschlussart, etwa von DSL auf Kabel oder Glasfaser, brauchst Du einen Router, der zum neuen Anschluss passt. Hattest Du bisher einen Mietrouter, kein Problem. Dein neuer Anbieter stellt Dir meist ein passendes Gerät zur Verfügung. Einen selbst gekauften Router kannst Du dagegen weiterverwenden, solange er für die neue Anschlussart geeignet ist.
Router wechseln bei Glasfaser
Nutzt Du einen Router mit eingebautem Glasfasermodem, ist der Wechsel besonders einfach. Du verbindest den neuen Router direkt mit der Glasfaser-Anschlussdose und richtest ihn ein, fertig. Achte beim Kauf einfach darauf, dass der Router zu Deinem Glasfaseranschluss passt.
Bei vielen Glasfaseranschlüssen kommt allerdings ein zusätzliches Gerät zum Einsatz, das sogenannte ONT (Optical Network Terminal). Es wird bei der Verlegung Deines Glasfaseranschlusses installiert und sitzt zwischen Anschlussdose und Router.
Wichtig zu wissen: Das ONT gehört zu Deinem Anschluss, nicht zu Deinem Router. Tauschst Du also nur den Router, egal ob wegen eines Defekts oder weil Du ein neues Modell möchtest, bleibt das ONT unverändert an seinem Platz. Du musst dafür lediglich den alten Router vom ONT trennen und den neuen per Netzwerkkabel mit dem WAN-Anschluss verbinden. Bei manchen Routern ist der WAN-Port mit dem LAN-1-Anschluss kombiniert, schau dazu am besten kurz in die Anleitung Deines Geräts. Danach richtest Du den Router wie gewohnt ein.
Nach dem Router-Wechsel: Die Einrichtung in 8 Schritten
Egal, ob Du den Router ausgetauscht oder zur Reparatur gegeben hast, ist das neue oder reparierte Gerät eingetroffen, beginnt die Arbeit für Dich: Der Router will eingerichtet werden. Besonders flott geht die Konfiguration bei einem Miet-Router vonstatten. Der Provider schickt die Leih-Geräte üblicherweise vorkonfiguriert an die Kunden.
1. Zugangsdaten
Prüfe, ob Du alle wichtigen Informationen für die Einrichtung parat hast. Die Zugangsdaten zum Router und für die Konfiguration des WLANs sollte Dir Dein Provider per Post oder E-Mail zugeschickt haben.
2. Alles vom Strom nehmen
Zunächst klemmst Du den ausgedienten Router ab. Sämtliche Kabel für Stromversorgung, WAN (also die Verbindung zum Internet über DSL, TV-Kabel oder Glasfaser), LAN oder Netzwerk-Festplatten.
3. Neuen Router anstöpseln
Der neue Router ist dran. Schließe ihn an Strom, DSL- oder TV-Buchse an, verbinde Dein Telefon, wenn es noch nicht drahtlos mit dem Router kommuniziert. Schalte das Gerät ein. Es kann einen Moment dauern, bis der Router bereit ist. Wie ein Computer oder Smartphone muss er zunächst hochfahren. Das Booten kann einige Minuten beanspruchen.
4. Einloggen
Heutzutage sind die Router, die Du über Deinen Internetanbieter mietest, bereits vorkonfiguriert. Sie bauen direkt nach dem Einschalten eine WLAN-Verbindung auf, in die Dich mit den Zugangsdaten (SSID & WLAN-Passwort), die Du vom Provider erhalten hast, einloggst.
5. Internetzugang einrichten
Im nächsten Schritt geht es darum, Deinen Internetzugang einzurichten. Dafür wählst Du Dich in die Benutzeroberfläche des Routers ein. Das Menü erreichst Du über eine IP-Adresse, die Du im Browser eingibst. Manche Router lassen sich auch alphanummerisch anwählen über Adressen wie speedport.ip oder fritz.box. Das benötigte Passwort findest Du in den Unterlagen Deines Providers und auf einem Aufkleber am Router selbst.
6. Begrüßung
Die Begrüßungsseite des Router-Menüs öffnet sich. Klicke auf den Button Weiter. Nun legst Du den Netzbetreiber Deines Internetzugangs fest und wählst die automatische Installation. Danach gehst Du auf Weiter.
7. Installation
Der Einrichtungsassistent fordert Dich nun auf, den Modem-Installationscode einzugeben. Diesen findest Du in den Unterlagen, die Du nach Vertragsabschluss erhalten hast. Falls die Dokumente verloren gegangen sind, kannst Du problemlos einen neuen Code bei Deinem Provider anfordern. Das geht in der Regel über das Kundenportal oder die jeweilige Service-App Deines Anbieters.
8. Letzter Schritt: Sicherheit geht vor
Nach der Eingabe des Installationscodes richtet sich der Router automatisch ein. Das dauert einige Minuten. Deine Internetverbindung steht. Fertig. Na ja, fast. Nun solltest Du Dich um die Sicherheit Deines WLANs kümmern.
Tipps für ein sicheres WLAN
Mit den standardisierten Zugangsdaten ist Dein WLAN ein leichtes Ziel für unliebsame Zugriffe. Daher solltest Du auf jeden Fall die Zugangsdaten zum Router-Menü und zum drahtlosen Heimnetzwerk ändern.
- Rufe zunächst erneut die Benutzeroberfläche Deines Routers auf. In den Einstellungen kannst Du sowohl Nutzernamen als auch Passwort ändern.
- Üblicherweise verrät der werkseitig eingestellte Netzwerkname (SSID), welchen Router Du in Deinem WLAN verwendest. Das erleichtert es Hackern, Schwachstellen auszunutzen. Daher ist es ratsam, die SSID ebenso wie das WLAN-Passwort zu ändern.
Hinweis: Die großen Internetanbieter wie Telekom, Vodafone oder O2 begleiten Dich Schritt für Schritt durch die Router-Einrichtung. Über die MeinMagenta-App (Telekom), GetConnected-App (Vodafone) oder O2 My Service-App richtest Du den Internetzugang für Dein Zuhause bequem am Smartphone ein.
Noch ein Tipp aus der Trickkiste
Auch bei Deinem alten Router hattest Du SSID und Passwort aus Sicherheitsgründen geändert, Verwende doch glatt den gleichen Netzwerknamen und dasselbe Passwort, um den neuen Router einzurichten. Deine Geräte haben die WLAN-Zugangsdaten gespeichert, sie können sich so also sofort wieder mit dem neuen Router verbinden und ins Internet gehen, sobald er konfiguriert ist. Du sparst reichlich Zeit und Mühe, weil Du Deine Geräte nicht mit neuen Zugangsdaten ausstatten musst.
Alten Router verkaufen oder entsorgen: Das solltest Du vorher tun
Bevor Du Deinen alten Router verkaufst, verschenkst oder wegwirfst, solltest Du unbedingt alle gespeicherten Daten löschen. Setze das Gerät dazu einfach auf die Werkseinstellungen zurück. So verschwinden automatisch Zugangsdaten, WLAN-Einstellungen, Passwörter und alle anderen persönlichen Einstellungen.
Hast Du Deinen Router gemietet, solltest Du ihn vor der Rücksendung ebenfalls auf Werkseinstellungen zurücksetzen, außer Dein Anbieter sagt Dir etwas anderes. Denk außerdem daran, eingelegte Speicherkarten oder SIM-Karten herauszunehmen und den Router bei Bedarf von Deinem Benutzerkonto oder einer Hersteller-App zu trennen.
Ist Dein Router kaputt oder lässt sich nicht mehr nutzen, gehört er nicht in den Hausmüll. Elektrogeräte kannst Du kostenlos bei kommunalen Wertstoffhöfen oder in vielen Elektronikfachmärkten abgeben.
FAQ – Alles rund um den Router-Wechsel
Ja, das ist in den meisten Fällen problemlos möglich. Wichtig ist nur, dass der neue Router zu Deinem Internetanschluss passt und anschließend eingerichtet wird. Viele Mietrouter sind bereits vorkonfiguriert, was den Wechsel zusätzlich erleichtert.
Ja, allerdings ist es mit dem Einstecken allein meist nicht getan. Nach dem Anschließen musst Du den Router in der Regel noch einrichten. Dafür benötigst Du Deine Zugangsdaten oder je nach Anbieter einen Modem-Installationscode.
Eine kurze Unterbrechung der Internetverbindung lässt sich beim Routerwechsel meist nicht ganz vermeiden. Mit etwas Vorbereitung hältst Du sie aber so kurz wie möglich. Lege den neuen Router und Deine Zugangsdaten bereit, bevor Du das alte Gerät austauschst. Ist der neue Router bereits vorkonfiguriert, geht der Wechsel oft besonders schnell.
Ja. Beim Wechsel auf eine neue FRITZ!Box lassen sich viele Einstellungen übernehmen. So musst Du Dein WLAN, Deine Telefonie und weitere Konfigurationen nicht von Grund auf neu einrichten.
Die meisten Geräte wie Smartphones, Tablets oder Smart-Home-Produkte müssen nach dem Routerwechsel erneut verbunden werden. Verwendest Du jedoch denselben WLAN-Namen und dasselbe WLAN-Passwort wie bisher, verbinden sich viele Geräte automatisch mit dem neuen Router.
Nicht automatisch. Du kannst beim Einrichten des neuen Routers aber denselben WLAN-Namen (SSID) und dasselbe Passwort vergeben. So müssen Deine Geräte nicht erneut mit dem WLAN verbunden werden.
Prüfe als Erstes, ob alle Kabel richtig angeschlossen sind und der Router korrekt eingerichtet ist. Kontrolliere außerdem, ob Du alle Zugangsdaten richtig eingegeben hast und Dein Router überhaupt mit Deinem Anschluss kompatibel ist. Hast Du einen neuen Anschluss, kann es sein, dass dieser von Deinem Anbieter erst freigeschaltet werden muss. Bringt das alles nichts, meld Dich einfach beim Kundenservice, der hilft Dir gerne weiter.
Werner Kretzschmar
Hallo, meine Frage: ist es beim Routertausch sinnvoll, die Netzwerke der einzelnen Rechner zurück zu setzen? Mit meinem neuen Win11-PC, hatte ich mit dem alten Router Verbindungsprobleme mit Freigabe und Berechtigungen. Vielen Dank und Grüße.
Werner
Jenny Bernard
Moin Werner. Normalerweise ist es nicht notwendig, die Netzwerkeinstellungen am PC zurückzusetzen. Angesichts der Probleme, die Du schilderst, halte ich die Vorgehensweise für sinnvoll. Wenn Du Unterstützung benötigst, empfiehlt sich der Technische Support Deines Internetanbieters oder des Routerherstellers. Viele Grüße, Jenny