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Der Android Gerätemanager schützt vor Schaden

Wenn das Smartphone verloren geht oder gestohlen wird, ist der Frust groß. Nun hat Google für Android-Phones den Gerätemanager upgedatet. Damit können Nutzer ihre verschwundenen Smartphones ab sofort vor dem Missbrauch durch Fremde schützen.

Der Verlust des Handys ist mit ziemlicher Sicherheit einer der größten Alpträume, seit die Menschheit gelernt hat, mobil zu telefonieren. Denn aus einem solchen Missgeschick können unangenehme Dinge entstehen, ganz gleich, ob das Smartphone entwendet wurde oder durch eigenes Verschulden verloren ging. Nicht immer fällt das Telefon nämlich einem ehrlichen Finder in die Hände. In diesem Fall ist niemand vor dem Missbrauch der gespeicherten Fotos und Videos sicher – und auch nicht davor, dass das Smartphone dazu benutzt wird, um ins Ausland oder zu sonstigen hohen Gebühren zu telefonieren.

Herunterladen und aktivieren des Gerätemanagers

Besitzer eines Android-Phones können nun zumindest etwas aufatmen, denn Google, der Betreiber von Android, hat die bereits vorher erhältliche App „Gerätemanager“ kürzlich aktualisiert. In der neuen Version 1.3.8 sind jetzt nämlich einige Funktionen enthalten, die es ermöglichen, das verloren gegangene Smartphone per Fernsteuerung zu orten oder zumindest die Displaysperre zurücksetzen. Wahlweise kann man es auch klingeln lassen oder sämtliche Daten löschen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Android Gerätemanager 1.3.8 auf dem abhanden gekommenen Gerät – das kann übrigens auch ein Tablet sein – eingerichtet ist; erhältlich ist die App im Google Play Store. Eine weitere Bedingung: auf dem verlorenen Device muss mindestens Android 2.3 installiert sein.

Die Aktivierung des Android Gerätemanagers funktioniert folgendermaßen. Zunächst öffnet man im App-Menü den Punkt Einstellungen, dann Sicherheit und anschließend Geräteadministration. Nun wählt man den Eintrag Android Gerätemanager, wo man einen Überblick erhält, welche Möglichkeiten die Aktivierung mit sich bringt: „Alle Daten löschen“, Passwort zum Entsperren des Displays ändern“ und „Display sperren“. Mit einem Tipp auf die kleine Schaltfläche „Aktivieren“ ist der Android Gerätemanager dann einsatzbereit. Im nächsten Schritt besucht man die Internetseite www.android.com/devicemanager, wo man sich mit jenem Google-Konto einloggt, das auf dem abhanden gekommenen Device aktiv ist. Anschließend wählt man das entsprechende Gerät aus der Liste aus, das nun per Remote-Zugriff angerufen werden kann. Mit etwas Glück geht ein ehrlicher Finder nun ans Telefon.

Auch ein Rückruf durch den Finder ist möglich

Über den Menüpunkt kann man im Feld „Telefonnummer (optional)“ außerdem eine zweite Nummer eingeben, die ein ehrlicher Finder auf dem Sperrbildschirm des von ihm gefundenen Geräts erblickt und anrufen kann. Wer diese Schritte versucht hat und dennoch keinen Kontakt mit dem Finder bekommt, muss irgendwann allerdings davon ausgehen, dass das Smartphone bzw. das Tablet entweder nicht gefunden worden ist oder sich – im schlimmsten Fall – bei jemandem befindet, der eher unlautere Absichten hegt. In diesem Fall kann man mit dem Android Gerätemanager im ersten Schritt versuchen, das Gerät zu orten. Hierfür muss vor dem Verlust im Gerätemanager jedoch das Kästchen „Remote-Ortung für dieses Gerät durchführen“ aktiviert worden sein. Um das Smartphone später über das Internet zu lokalisieren, wählt man unter www.android.com/devicemanager das entsprechende Gerät an, schon wird der ungefähre Standort angezeigt. Sollte das alles nicht ausreichen und das Gerät bleibt verschwunden oder unentdeckt, sperrt man es über die genannte Website und löscht sämtliche Daten.

Fazit

Keine Frage – die Features, die der Android Gerätemanager in der Version 1.3.8 mit sich bringt, sind allesamt hilfreich und nützlich. Neu sind sie jedoch nicht alle, nur richtig funktioniert haben sie bis dato offenbar nicht, sonst würde Google nicht öffentlich gemacht haben, dass die neue Version Fehlerbehebungen birgt. Anders ausgedrückt: die wichtigen Funktionen der App waren bislang kaum nutzbar. Vermutet wird, dass Google wie auch Apple und Samsung sich erst jetzt dem politischen Druck beugen, ihre Kunden bei Verlust ihrer Geräte besser vor Missbrauch zu schützen.

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