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Internet aus der Steckdose: Flexibel und flott ins Internet

WLAN aus der Steckdose in aller Kürze

  • Hinter dem Begriff „Internet aus der Steckdose“ verbergen sich entweder Mobilfunk-Router für einen neuen Internetzugang oder Powerline-Adapter zur Verlängerung eines bestehenden Signals.
  • Mobilfunk-Router benötigen lediglich eine SIM-Karte sowie Strom und sind innerhalb weniger Minuten als DSL-Alternative einsatzbereit.
  • Das tatsächliche Surftempo eines Mobilfunk-Routers steht und fällt mit der lokalen Netzabdeckung sowie der aktuellen Auslastung der jeweiligen Funkzelle.
  • Der Mobilfunk-Router lohnt sich für alle, die einen völlig neuen, flexiblen Internetzugang ohne Festnetzanschluss suchen – zum Beispiel bei Umzügen, in Ferienhäusern oder fürs mobile Arbeiten.
  • Powerline eignet sich für Bewohner großer Wohnungen oder Häuser, die ihr bereits vorhandenes Router-Signal ohne Kabelverlegen in entfernte Räume verlängern möchten.

IM ÜBERBLICK

Was bedeutet Internet aus der Steckdose?

Hinter dem Begriff stecken zwei ganz unterschiedliche Lösungen, die beide Deine Steckdose nutzen, aber völlig verschiedene Probleme lösen. Welche zu Dir passt, hängt davon ab, ob Du überhaupt erst Internet brauchst oder ob Dein WLAN nur nicht bis in alle Zimmer reicht.

Variante 1: Der Mobilfunk-Router

Der Mobilfunk-Router bringt Internet über das Mobilfunknetz zu Dir nach Hause, also über dieselben Funkmasten wie Dein Handy. Du steckst ihn ein und er spannt ein eigenes WLAN auf. Das ist die richtige Wahl, wenn Du keinen funktionierenden Anschluss im Haus hast, etwa nach einem Umzug oder in einer Ferienwohnung.

Variante 2: Das Powerline

Powerline verteilt ein bereits vorhandenes Internetsignal über das Stromnetz in Deinen Wänden bis in entfernte Zimmer. Du brauchst dafür zwei Adapter, einen am Router und einen dort, wo das WLAN schwächelt. Das passt, wenn Du schon einen Vertrag und einen Router hast, aber das Signal nicht überall ankommt.

Der Mobilfunk-Router

Wie funktioniert WLAN aus der Steckdose?

Das Wichtigste beim WLAN aus der Steckdose ist eine SIM-Karte, genau wie in Deinem Smartphone. Statt ein Kabel in der Wand zu brauchen, wählt sich der Router darüber ins Mobilfunknetz ein – je nach Gerät und Empfang über LTE oder das schnellere 5G. Du steckst das Gerät in eine freie Steckdose und innerhalb weniger Minuten steht Dein WLAN. Einen Techniker, der erst etwas anschließen muss, brauchst Du dafür nicht.

Ein Tipp am Rande: Der Empfang entscheidet über Dein Tempo. Stell den Router am besten in die Nähe eines Fensters, denn dort kommt das Mobilfunksignal meist am stärksten an.

Die Vor- und Nachteile auf einem Blick

  • flexible Nutzung
  • einfache Einrichtung
  • Installation ohne Techniker
  • nach dem Umzug sofort wieder online
  • gute DSL-Alternative für Orte ohne schnelles Internet
  • Bandbreite abhängig von der Auslastung der Mobilfunkzelle
  • begrenztes Datenvolumen für viele Tarife
  • mögliche Einschränkungen bei Online-Konsolenspielen, weil Du im Mobilfunknetz
    meist keine eigene, feste IP-Adresse bekommst

Wer bietet Internet aus der Steckdose an?

Naheliegenderweise sind es die Mobilfunk-Provider, die das sogenannte WLAN aus der Steckdose anbieten. Allen voran warten die drei Netzbetreiber Telekom, O2 und Vodafone mit Tarifen für die DSL-Alternative auf. Aber auch Mobilfunkdiscounter wie congstar stellen neben klassischen Datentarifen oder Smartphone-Tarifen Angebote für mobile Router bereit.

Zu den LTE-Internet-Tarifen von LogiTel

Was kostet der mobile Router?

Pauschal lässt sich das nicht sagen, weil sich die Kosten aus zwei Bausteinen zusammensetzen. Der größere ist Dein Tarif, der vor allem am Datenvolumen und an der Bandbreite hängt. Je mehr Gigabyte pro Monat und je schneller die Verbindung, desto höher der Preis. Dazu kommt der Router selbst. Mal ist er im Grundpreis enthalten, mal zahlst Du eine kleine Miete und mal einen einmaligen Anschaffungspreis.

Was ist Powerline und wie funktioniert es?

Powerline nutzt eine Leitung, die in jeder Wohnung längst vorhanden ist, nämlich Dein Stromnetz. Die Adapter wandeln Dein Internetsignal in elektrische Impulse um, schicken es durch die Stromleitungen in den Wänden und geben es im Zielraum wieder als Internet aus. Einen Adapter verbindest Du per Kabel mit Deinem Router und steckst ihn in die Steckdose, den zweiten steckst Du dort ein, wo das WLAN bisher schwächelt.

  • sehr einfache Einrichtung
  • reicht bis in entfernte Räume
  • stabiler als WLAN-Repeater
  • oft mit eigenem WLAN-Zugangspunkt
Schematische Abbildung eines Querschnittes eines Hauses mit drei Etagen, auf denen sich verschiedene Endgeräte befinden, die via Powerline mit dem Internet verbunden sind.

Worauf Du achten solltest

Wenn Du diese Punkte beachtest, vermeidest Du die häufigsten Stolperfallen und holst das meiste aus Powerline heraus:

  • Achte darauf, dass beide Steckdosen möglichst auf derselben Phase liegen. Bei verschiedenen Phasen kann es funktionieren, ist aber nicht sicher. Im Zweifel hilft ein Phasenkoppler, der von einer Elektrofachkraft eingebaut werden muss.
  • Steck die Adapter direkt in die Wandsteckdose und nicht in einen Mehrfachstecker. Dort können andere Geräte wie Netzteile das Signal stark stören. 
  • In Altbauten können alte Leitungen die Geschwindigkeit bremsen. Da sich das schwer vorhersagen lässt, ist ein Modell mit Rückgaberecht sinnvoll.
  • Denk daran, dass im Set immer der langsamste Adapter das Tempo vorgibt. Mischst Du ein schnelles und ein langsames Modell, richtet sich die ganze Verbindung nach dem schwächeren.
  • Prüf, ob das Set einen eigenen WLAN-Zugangspunkt hat. Für WLAN am Zielort brauchst Du ein Modell mit WLAN, nicht nur LAN.
  • Kauf am besten alle Adapter vom selben Hersteller. Verschiedene Marken und Standards vertragen sich nicht immer. 

Mobilfunk-Router vs. Powerline-Adapter – die Unterschiede

KriteriumMobilfunk-RouterPowerline-Adapter
HauptzweckNeuen Internetzugang herstellenVorhandenes Internet verlängern
VoraussetzungMobilfunkempfang & SteckdoseFunktionierender Router & Steckdosen
Zusatzvertrag?Ja, ein Mobilfunk-Datentarif nötigNein, nutzt Deinen bestehenden Vertrag
MobilitätHoch – funktioniert überall mit StromOrtsgebunden – nur im eigenen Stromnetz
Optimal für…Umzüge, Ferienhäuser, DSL-Alternativen, mobiles ArbeitenGroße Wohnungen, Häuser, Keller, Gaming

Du bist noch unschlüssig, ob Internet aus der Steckdose die Lösung für Dich ist? Unsere Tarif-Experten von der DSL-Beratung helfen Dir gern weiter. Vereinbare gleich einen telefonischen Termin und unsere Experten finden das beste Angebot für Dich.

Häufig gestellte Fragen

Das kommt auf Deinen Standort an. Wo kein schneller Festnetzanschluss liegt, ist ein Mobilfunk-Router eine starke Alternative. Im LTE- oder 5G-Netz surfst Du mit bis zu 300 Mbit/s, was ähnlich schnell ist wie DSL mit 250 Mbit/s. Wo Glasfaser verfügbar ist, bleibt diese aber die stabilere und schnellere Wahl, weil Du Dir die Funkzelle nicht mit anderen teilst.

Beim WLAN aus der Steckdose hängt das Tempo stark vom Empfang und von der Auslastung der Mobilfunkzelle ab. Zu Stoßzeiten kann Dir in einer ausgelasteten Zelle weniger Bandbreite zur Verfügung stehen. Bei Powerline gilt, dass die auf der Packung beworbenen Höchstwerte in der Praxis selten erreicht werden. Realistisch ist oft nur ein Bruchteil der beworbenen Rate, je nach Leitung und Entfernung.

Ja, wenn Du Dir eine Prepaid-SIM-Karte holst, etwa über Aldi Talk, kannst Du ohne Vertragsbindung das Internet nutzen.

Ja, und genau das ist der Sinn eines Mobilfunk-Routers. Er holt sein Internet über Mobilfunk, ein Festnetz- oder Telefonanschluss ist nicht nötig.

Beim Mobilfunk-Router steht und fällt alles mit dem Mobilfunksignal. Ist der Empfang schwach, sinkt nicht nur das Tempo, auch die Verbindung kann schwanken. Schon der Standort macht viel aus, ein Platz am Fenster bringt meist deutlich mehr als eine Ecke im Inneren. Vor dem Vertragsabschluss solltest Du außerdem die Netzabdeckung an Deiner Adresse prüfen.

In drei Schritten. Zuerst klärst Du, welche der beiden Varianten Du brauchst, also einen Mobilfunk-Router, wenn Du neues Internet über Mobilfunk willst, oder Powerline, wenn Du vorhandenes Internet in entfernte Räume bringen willst. Dann besorgst Du Dir das passende Gerät, beim Mobilfunk-Router inklusive Tarif mit SIM-Karte. Zum Schluss steckst Du es ein, beim Router legst Du die SIM ein und verbindest Deine Geräte mit dem WLAN, bei Powerline koppelst Du die beiden Adapter. Einen Techniker brauchst Du in beiden Fällen nicht.

Für die richtige Situation ja. Ein Mobilfunk-Router ist schnell startklar und eine gute Lösung überall dort, wo kein schneller Festnetzanschluss liegt, etwa nach einem Umzug, im Ferienhaus oder auf dem Land. Powerline wiederum löst zuverlässig das Problem von WLAN, das nicht in jede Ecke reicht. Pauschal besser als DSL oder Glasfaser ist es aber nicht, weil das Tempo beim WLAN aus der Steckdose vom Empfang abhängt und Du Dir die Funkzelle mit anderen teilst. Als Ergänzung und als Alternative ohne Festnetz ist es stark, als Ersatz für einen gut ausgebauten Glasfaseranschluss eher nicht.

Ein Mobilfunk-Router funktioniert perfekt auf dem Campingplatz, solange Strom und Mobilfunkempfang vorhanden sind. Powerline-Adapter klappen hier hingegen nicht.

Für mehrere Stockwerke und Nutzer ist Internet aus der Steckdose meist zu instabil. Ein echter Festnetzanschluss (DSL/Glasfaser) bleibt für WGs die bessere Wahl.

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