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Download und Bandbreite: Ein unzertrennliches Duo

Ihre Internetverbindung ist zu langsam? Das kann verschiedene Ursachen haben

In unserem digitalen Zeitalter wird viel von Download, Downloadrate und Internetgeschwindigkeit gesprochen. Wie aber hängen sie zusammen? Und warum wird ein Download in Byte gemessen, das Tempo jedoch in Bit? Unser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die Begriffe, ihre Bedeutung und feine Unterschiede, sodass Sie nicht mehr Bahnhof verstehen, wenn von Download und Downloadrate die Rede ist.

Wenn es um die Bandbreite einer Internetverbindung geht, geht's auch immer um die Downloadrate. Wenn es um die Bandbreite einer Internetverbindung geht, geht's auch immer um die Downloadrate.

Grob ausgedrückt meint Download das Speichern von Dateien auf dem Rechner wahlweise Tablet oder Smartphone. Der Begriff bezieht sich jedoch nicht nur auf das Herunterladen von Software oder Dateien. Zudem gehört der Download neben Upload und Ping-Rate zu den drei Faktoren, an denen die Qualität einer Internetverbindung bestimmt wird. Beim Speedtest wird unter anderem anhand der Downloadrate die Bandbreite, also die Surfgeschwindigkeit, gemessen.
Die meisten Downloads sind temporärer Natur. Wenn Sie eine Webseite aufrufen, lädt Ihr Gerät Dateien wie HTML, CSS und Bilder herunter, die benötigt werden, um die Seite im Webbrowser anzuzeigen. Verlassen Sie die Seite, werden die temporären Dateien wieder gelöscht.
Downloads funktionieren auch jenseits des Internets. Zum Beispiel lassen sich Daten über ein FTP-Programm transferieren. Möglich ist auch, dass Ihr Smartphone E-Mails automatisch abruft oder Programmupdates im Hintergrund lädt.
Die Downloadgeschwindigkeit hängt von Ihrer Internetverbindung ab. Kurz gesagt: Je höher die Bandbreite, umso schneller landet die Datei auf Ihrem Rechner.

Das macht Download und Bandbreite so unzertrennlich

Download, Upload und Ping sind die drei Faktoren, mit deren Hilfe eine Internetverbindung vermessen wird. Bei den Speedtests wird überprüft, wie schnell der Download erfolgt, wie rasch ein Upload abgewickelt wird und wie lange es dauert, Daten hin und zurück zu schieben (Pingrate). Je größer die Bandbreite ist, umso mehr Daten werden gleichzeitig übertragen.

Der Begriff Bandbreite zielt im Allgemeinen auf die Übertragungsgeschwindigkeit einer Interverbindung hin. Wie groß sie ist, hängt wiederum mit der Zugangstechnik zusammen. DSL ist schnell, VDSL ist noch schneller, beide werden von Kabel und Glasfaser abgehängt. Auf Kabelniveau kann das Mobilfunknetz dank LTE mithalten. Mit bis zu 300 Mbit/s surfen Sie mobil. Welche Zugangstechnik Sie wählen sollten, hängt von der Verfügbarkeit und Ihren Surfgewohnheiten ab. Wer ausschließlich E-Mails abruft, mal ein Video auf Youtube schaut und chattet, benötigt keinen Highspeed aus dem teuren Glasfaserkabel. Welche Zugänge zum schnellen Internet für Ihren Anschluss verfügbar sind, erfahren Sie über einen kostenlosen Verfügbarkeitstest.

So unterschiedlich wie die Surfertypen sind, so verschieden sind auch ihre Ansprüche an die Bandbreite - egal, ob zu Hause oder unterwegs.
So unterschiedlich wie die Surfertypen sind, so verschieden sind auch ihre Ansprüche an die Bandbreite – egal, ob zu Hause oder unterwegs.

Die Surfertypen

Ob Sie sich fürs rasende Kabel oder eine etwas gemütlichere DSL-Verbindung entscheiden, hängt davon ab, was bei Ihnen vor Ort verfügbar ist und welcher Surfertyp Sie sind. 

Wer nur ein paar E-Mails schreibt, auf Facebook und Twitter vorbeischaut und vielleicht noch Nachrichten liest, dem genügt ein schlichter DSL-Anschluss mit 16 Mbit/s. Das schont den Geldbeutel. Zudem bringen die DSL-Verbindungen zuverlässiger und konstanter ihre versprochenen Geschwindigkeiten, wie der Speedtest von Computer Bild zeigt.

Musikliebhaber und Serienjunkies, die gern streamen, sollten hingegen auf einen deutlich schnelleren Anschluss setzen. Um Buffer-Zeiten und Qualitätseinbußen zu vermeiden, sind für die Streamer wenigstens DSL oder Kabel mit 50 Mbit/s angesagt. Auch in dieser Größenordnung gilt, Kabel ist zwar schneller und kann noch viel schneller, wie der Speedtest von Computer Bild gezeigt hat, bricht das Kabeltempo zu Stoßzeiten auch mal ein.

Die Zocker unter den Surfern brauchen nicht allein eine relativ hohe Bandbreite. Wie flüssig die Online-Spiele auf Konsole oder am Rechner laufen, hängt auch von der Latenzzeit ab. Sie gibt an, wie schnell Rechner und Server miteinander kommunizieren, wie zügig Befehle umgesetzt werden. Spieler sollten am besten das Netzwerkkabel einstöpseln, statt übers WLAN zu zocken. Das kann die Latenzzeit deutlich verbessern und die lästigen Ruckler minimieren.

Bei einem Haufen Vielsurfer unter einem Dach sollte reichlich Bandbreite her. Wenn also in der Familie oder der Wohngemeinschaft alle surfen, streamen oder Daten hochladen – und das am besten gleichzeitig, kommt ein kleiner DSL-Anschluss leicht an seine Grenzen. Glücklicherweise gibt es DSL-Tarife mit bis zu 250 Mbit/s und Kabel-Pakete mit bis zu 1.000 Mbit/s.

Wer gern in den Wolken schwebt, sollte bei der Tarifwahl neben der Downloadrate auch auf den Upload achten. Wenn Sie also Ihre Backups auf Servern sichern, die Dateien über Cloudspeicher verwalten, empfiehlt es sich, eine Tarifoption zu wählen, bei der die Uploadgeschwindigkeit sich der Downloadrate nähert. Üblicherweise verhalten sich die beiden asymmetrisch; die Uploadrate ist deutlich geringer. Viele Anbieter haben den Bedarf jedoch erkannt und entsprechende Optionen in ihre Tarife aufgenommen.

Übrigens: Ihr Anschluss zu Hause oder Ihr Mobilfunktarif passen schon lange nicht mehr zu Ihrem Surfverhalten? In unserem Online-Shop finden Sie den passenden Tarif – für Ihre Internetverbindung zu Hause und für die mobile Datennutzung.

Wenn das Internet zu langsam ist

Haben Sie Ihre Leitung schon getestet? Kommt an Ihrem Rechner der versprochene Downstream an? Downstream bezieht sich auf die Richtung der Datenübertragung, in dem Fall wie groß die Datenmenge ist, die pro Sekunde vom Server auf den heimischen Rechner übertragen wird. Bis zu 100 Mbit/s verspricht Ihr Vertrag. Entscheidend sind die beiden kleinen Wörter „bis zu“: Auch wenn die Leitung grundsätzlich 100 Megabits pro Sekunde hergibt, kann Ihr Provider Sie nicht zu jeder Tageszeit garantieren.

Was Ihr WLAN stören kann

Ob Sie die bezahlte Leistung erreichen, hängt unter anderem davon ab, wie stark das Netzwerk gerade in dem Moment belastet ist. Surfen viele Nutzer gleichzeitig, sinkt für alle gleichermaßen der Downstream. Wie Computer Bild herausgefunden hat, bei einer Kabelverbindung oft drastischer als bei DSL. Ein weiterer Faktor ist das WLAN. Steht der Router nicht optimal zu Ihrem Rechner, blockiert ein Metallschrank oder eine Wand das Signal, sinkt Ihre drahtlose Bandbreite. Auch das schnurlose Telefon kann den Empfang stören. Ebenso drosseln Programme, die im Hintergrund laufen, Ihre Internetgeschwindigkeit. Als weiter Faktor kann Sie Ihre Netzwerkkarte ausbremsen, wenn sie nicht korrekt konfiguriert ist.

Wer auf dem Land abgeschnitten von den schnellen Leitungen ist, muss nicht zwangsläufig auf schnelles Surfen verzichten. Eine Alternative ist die Einwahl übers Mobilfunknetz. Das setzt voraus, dass wenigstens LTE-Geschwindigkeit erreicht wird. Das Surfen übers Mobilfunknetz hat jedoch zwei Haken: Zum einen ist es im Vergleich zu DSL und Kabel recht teuer. Zum anderen wird das Netz langsamer, wenn sich viele Nutzer zur gleichen Zeit eine Funkzelle teilen.

Kontrollieren Sie Ihre Verbindung

Vor dem Vertragsabschluss empfiehlt sich auf jeden Fall ein Blick ins Produktinformationsblatt. Die Bundesnetzagentur schreibt den Anbietern vor, neben der minimalen und maximalen Übertragungsrate, auch die aufzuführen, die normalerweise zur Verfügung steht. Das schützt vor überhöhten Erwartungen. Mobilfunkanbieter müssen, so die Vorgabe, nur die geschätzte maximale Übertragungsrate angeben.

Wer seine Bandbreite gerne im Auge behalten möchte, ob sein Anbieter liefert, was er verspricht, kann seine Interverbindung über die „Initiative Netzqualität“ der Bundesnetzagentur testen. Das Soll/Ist-Verhältnis wird grafisch dargestellt.

Der feine Unterschied: Megabyte und Megabit

Die Kürzel MB und Mb sorgen gern für Verwirrung. MB bezieht sich auf Megabyte, Mb meint Megabits. Die beiden Begriffe sind nicht synonym zu verwenden. In einem Byte stecken acht Bits. Wenn es um Netzwerke, als auch um Ihre Internetverbindung geht, wird von Bits oder Megabits gesprochen, um die übertragene Datenmenge anzugeben. In Megabytes wiederum werden Speicherkapazitäten angegeben. Um die Verwechslungsgefahr zu verringern, werden Mb mittlerweile häufig mit Mbits/s abgekürzt.

Wenn Sie also eine Leitung mit 100 Mbit/s haben, laden Sie keineswegs ein Programm, das 100 MB (Megabyte) hat, innerhalb von einer Sekunde herunter. Teilen Sie den Mbit-Wert durch 8 und Sie wissen, wie viel Megabyte Ihre Leitung pro Sekunde schafft: In unserem Fall sind es 12,5 MB. Das Programm herunterzuladen, dauert also acht Sekunden. Vorausgesetzt Sie können die Leistung Ihrer Leitung in vollem Umfang ausschöpfen. Möchten Sie gern wissen, wie lange ein Download dauert, rechnet ein Bandbreiten-Rechner für Sie aus.

Ein Überblick über Downloadzeiten

Dateigröße 16 Mbit/s 25 Mbit/s 50 Mbit/s 100 Mbit/s 400 Mbit/s
10 MB 5 s 3 s 2 s 1 s 0 s
100 MB 50 s 32 s 16 s 8 s 2 s
1 GB 8 min 20 s 5 min 20 s 2 min 40 s 1 min 20 s 20 s
Portrait Jenny Bernard

Etliche Jahre hat Jenny Bernard als Redakteurin für verschiedene Lokalzeitungen gearbeitet. Irgendwann war es Zeit für etwas Neues. Nun taucht sie mit viel Freude ab in die smarte Digitalwelt, um Sie zu informieren und Ihnen weiterzuhelfen.

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