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Upload: Nicht nur YouTube-Stars laden hoch

Wir erklären, wann und warum Sie eine hohe Uploadrate benötigen

Sie sind ein umsichtiger Surfer im World Wide Web? Schreiben E-Mails, streamen vielleicht mal etwas Musik oder eine Serie und denken deshalb Upload – also das Hochladen von Dateien – hat nichts mit Ihnen zu tun? Weit gefehlt. Wenn Sie einer E-Mail einen Anhang verpassen, findet bereits ein Upload statt. Die Datei wird auf den Server Ihres E-Mail-Anbieters hochgeladen und abgelegt. Wenn Sie die Fotos auf dem Smartphone nicht allein lokal auf dem Gerät, sondern auch in der Cloud speichern, nutzen Sie einen Upload. Der Begriff kommt aus dem Englischen und meint genau das: hochladen. Mit einem Upload machen Sie eine Datei auf einer Website verfügbar oder teilen auf Facebook ein Bild mit Ihren Freunden.

Eine hohe Uploadrate braucht, wer sein Leben auf Instagram & Co. teilt.

Die Uploadrate bildet zusammen mit Download- und Ping-Rate das Kriterien-Trio, anhand dessen die Qualität einer Internetverbindung beurteilt wird. Richtig ist, dass für die meisten Internetnutzer die Download-Rate bedeutsamer ist. Sie entscheidet darüber, wie schnell sich Seiten aufbauen und wie rasant sich Dateien aus dem Netz herunterladen lassen.

Wann ist eine höhere Uploadrate wichtig?

Wer seine Fotosammlung im Cloudspeicher organisiert oder Videos bei YouTube hochlädt, benötigt eine zügige Internetverbindung mit einer vergleichsweise hohen Uploadgeschwindigkeit. Meist ist der Upload deutlich langsamer als der Downstream, da kann es lange dauern, bis eine große Datei hochgeladen ist. Denn die Zahl hinter dem DSL- oder Kabeltarif bezieht sich auf den Download. Wer einen DSL-16.000-Anschluss hat, lädt zwar Daten mit bis zu 16 Mbit/s herunter, aber nur mit bis zu 2 Mbit/s hoch. Aus den Tarifen lässt sich eine Faustformel ableiten: Der Upload beträgt meist einen Fünftel des Downloads. Haben Sie einen DSL-Anschluss mit 50 Mbit/s, laden Sie immerhin schon mit bis zu 10 Mbit/s hoch. Und um den Upload möglichst schnell abzuschließen, sollten Sie sicherstellen, dass gerade niemand weiter Ihre Leitung benutzt, auch sollten sämtliche Downloads pausieren oder auf später verschoben werden. So erreichen Sie, dass die ganze Ihnen zur Verfügung stehende Bandbreite auch fürs Hochladen verwendet wird.

Sie hätten es gern noch etwas schneller? Dann sollten Sie auf Anschlüsse mit Vectoring-Technologie oder Glasfaserkabel setzen. So können Sie Upload-Raten bis zu 40 Mbit/s erreichen. Allerdings müssen Sie sich bei Ihrem Anbieter erkundigen, ob diese Anschlüsse bei Ihnen verfügbar sind.

Die Vectoring-Technologie wird eingesetzt, um höhere Datenraten bei den Internetverbindungen zu erreichen. Die meisten Haushalte sind über Kupferkabel ans Internet angeschlossen. Diese sind jedoch sehr anfällig für elektromagnetische Störungen. Übers Vectoring werden die störenden Einflüsse drastisch reduziert. Als Ergebnis steigen die Datenraten. Ihr Internet zu Hause wird also schneller. Mittlerweile setzt die Telekom auf Super-Vectoring, um die bestehenden Leitungen noch schneller zu machen. Dafür muss der Konzern Glasfaserkabel nur an den Verteilerpunkten einsetzen.

Upload im mobilen Netz

Bei Mobilfunktarifen sind mittlerweile LTE-Pakete üblich. So surfen Sie unterwegs – je nach Anbieter – mit bis zu 50 Mbit/s. Fotos oder Videos laden Sie mit bis zu 10 Mbit/s hoch. Es gibt auch Tarife mit noch höheren Geschwindigkeiten. Grundsätzlich gilt, je höher die Download-Rate, umso höher ist auch die Upload-Geschwindigkeit. Wer häufig Bilder oder Videos unterwegs hochlädt, sollte bei Vertragsabschluss auf ein möglichst hohes Tempo im Upload achten. Wie schnell das Ganze dann funktioniert, hängt immer auch vom derzeitigen Handyempfang ab. Zudem drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit gewaltig, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Das gilt natürlich auch für den Upload.

Wie überprüfe ich die Upload-Rate?

Mit einem Speedtest messen Sie die Download- und Upload-Rate Ihrer Internetverbindung. Als drittes Kriterium beurteilen die Tests die Ping-Rate. Sie gibt an, wie schnell der Computer im Netzwerk auf Befehle reagiert.

An den Ergebnissen des Speedtests erkennen Sie, ob Ihr Anbieter liefert, was er vertraglich zugesichert hat. Deutliche Abweichungen vom versprochenen Datenvolumen können auf eine Störung hindeuten. Bevor Sie sich jedoch an Ihren Provider wenden, sollten Sie den Test zu verschiedenen Uhrzeiten wiederholen, um sicherzugehen, dass die Geschwindigkeit nicht nur tageszeitbedingt gedrosselt ist. Surfen Sie zu allen Zeiten im Schneckentempo, wenden Sie sich an Ihren Anbieter. Eventuell ist die Leitung beschädigt oder überlastet. Ihr Provider kann sie auf technische Störungen prüfen.

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