Umzug und Internetanschluss: Zwei Leute tragen ein Sofa aus der Wohnung. Im Vordergrund stehen mehrere Kartons. Einer ist beschriftet mit Router.

So ein Umzug ist eine aufwendige Plage. Zwischen Kisten packen und Umzugshelfer organisieren geraten ein paar Details schon mal ins Hintertreffen. Dazu gehört der Internetanschluss. Mitnehmen oder kündigen – das ist die entscheidende Frage, die Du bei einem Umzug bereits im Vorfeld im Auge haben solltest. Denn tage- oder gar wochenlang ohne Internetzugang möchte niemand in seiner neuen Bleibe dastehen. Worauf kommt es also beim Umzug mit Internet an?

Umzug: Internet mitnehmen oder kündigen?

Grundsätzlich gilt: Ziehst Du um, zieht Dein Internetanschluss mit. Die Mindestvertragslaufzeit bleibt nämlich von einem Standortwechsel unberührt. Es gibt aber eine Einschränkung: Dein aktueller Anbieter muss Dir am neuen Wohnort einen Internetanschluss zu identischen Konditionen anbieten können. Anders ausgedrückt: Hast Du zum Beispiel eine Bandbreite von 250 Mbit/s gebucht, am neuen Standort kann Dir der Provider jedoch maximal 50 Megabit pro Sekunde garantieren, bist Du nicht mehr an die Mindestvertragslaufzeit gebunden. Du kannst Dein Sonderkündigungsrecht nutzen, um anschließend einen passenden Internet-Tarif für Deinen neuen Wohnort zu finden.

Hilfreich – sowohl bei der Leistungsprüfung als auch der Suche nach einem neuen Vertrag – ist zunächst ein Verfügbarkeitscheck. Ist die Mindestlaufzeit Deines Vertrages ohnehin beendet, kannst Du frei entscheiden, ob Du den Internetanschluss kündigen oder mitnehmen möchtest.

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Verfügbarkeit checken

Sobald Dein Umzugstermin und Deine neue Adresse feststehen, ist der erste Schritt für Deinen Internet-Umzug der Verfügbarkeitscheck. Mit diesem prüfst Du, ob Dein aktueller Internetanschluss mit der gebuchten Bandbreite an Deiner neuen Wohnung verfügbar ist. Steht dieser nicht oder nur mit einer geringeren Bandbreite zur Verfügung, Kannst Du von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Mit einer Frist von einem Monat kannst Du Deinen Vertrag kündigen und musst nicht bis zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit warten.

Kann Dein Anbieter Deinen bestehenden Internet-Tarif an der neuen Adresse fortführen, kannst Du diesen problemlos mitnehmen und musst ihn nur über den bevorstehenden Umzug informieren. Dein Provider sorgt dafür, dass Du möglichst ab dem Umzugstag Deine Internetverbindung nutzen kannst.

Internet bei Umzug kündigen

Die Mindestvertragslaufzeit ist rum oder Dir steht das Sonderkündigungsrecht zu – dann kannst Du Deinen bestehenden Vertrag kündigen. Plane den Anbieter-Wechsel zum Umzug frühzeitig: Die Kündigungsfrist Deines bestehenden Vertrags beträgt meistens drei Monate, sofern Du nicht auf das Sonderkündigungsrecht zurückgreifen kannst. Für die Einrichtung eines neuen DSL-Anschlusses solltest Du mindestens vier Wochen einplanen. Kümmere Dich also rechtzeitig um einen neuen DSL-Anschluss, auch wenn in der alten Wohnung noch der bestehende DSL-Anschluss aktiv ist.

Kündigung bei Umzug – lohnt sich der Wechsel?

Sofern Du von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen möchtest oder Deinen Vertrag problemlos kündigen kannst, lohnt es sich oftmals, den Umzug mit einem Anbieter-Wechsel zu verbinden. Achte hierbei unbedingt auf Angebote wie attraktive Neukunden-Rabatte, Wechselprämien oder schnellere Verbindungen zu günstigeren Preisen.

DSL-Vertrag mitnehmen

Wenn Du Deinen DSL-Vertrag in die neue Wohnung mitnehmen möchtest, musst Du dies frühzeitig bei Deinem Anbieter anmelden. Kalkuliere für die Abwicklung vier bis acht Wochen ein. Mit dieser Vorlaufzeit gehst Du sicher, dass Du an Deiner neuen Adresse direkt weiter surfen kannst. Den Umzug meldest Du bei den meisten Providern ganz einfach an. In der Regel kannst Du den Umzug des DSL-Anschlusses online oder telefonisch beauftragen.

Kosten für den Umzug

Ziehst Du mit Deinem DSL-Vertrag um, kann Dein Anbieter Kosten für den Umzug des Anschlusses erheben – dies ist die sogenannte Umzugspauschale. Sie liegt üblicherweise zwischen 30 Euro und 80 Euro. Dabei darf sie jedoch den Preis einer Neueinrichtung des Anschlusses nicht übersteigen.

Fristen & Laufzeiten

Ziehst Du mit Deinem Vertrag um, darf die Mindestvertragslaufzeit an Deinem neuen Wohnort nicht von vorne beginnen – Dein bestehender Vertrag wird mit einem Umzug fortgeführt. Bei einigen Anbietern kannst Du die Umzugspauschale umgehen, indem Du Deinen Vertrag verlängerst. Die Mindestvertragslaufzeit startet also neu. Überlege Dir, ob Du Dich für weitere zwölf oder 24 Monaten an den Vertrag binden möchtest.

Rufnummernmitnahme

In Deinem DSL-Vertrag ist eine Festnetznummer enthalten – diese zieht auf Wunsch auch mit Dir um.  Bleibst Du im gleichen Vorwahl-Gebiet, ist dies problemlos möglich. Ziehst Du an das andere Ende Deutschlands ist eine Rufnummernmitnahme schwieriger. Die Vorwahl der Telefonnummer wird sich jedenfalls ändern. Die Rufnummer selbst kann nur bleiben, wenn sie am neuen Wohnort noch nicht vergeben ist und die Länge ihrer Ziffernfolge dem ortsüblichen Standard entspricht.  

In aller Kürze: Worauf Du beim Internet-Umzug achten solltest

  • Beginne frühzeitig: Sobald Dein Umzugstermin und Deine neue Adresse feststehen, kannst Du bereits mit der Planung beginnen. Informiere Dich über Fristen und Termine bei Deinem Provider.
  • Verfügbarkeitscheck: Prüfe, ob an Deiner neuen Adresse Dein bestehender Vertrag verfügbar ist, ansonsten steht Dir ein Sonderkündigungsrecht zu.
  • Umzug planen: Kannst Du Deinen Vertrag an Deine neue Adresse mitnehmen, musst Du Deinem Internetanbieter frühzeitig informieren, ab welchem Zeitpunkt Du den Internetzugang an Deinem neuen Wohnsitz benötigst.
  • Angebote prüfen: Ist die Mindestvertragslaufzeit vorüber, kannst Du den Internet-Vertrag kündigen und einen neuen abschließen. In dem Fall lohnt es sich, aktuelle Angebote zu prüfen und gegebenenfalls einen Wechsel zu beauftragen.

Jennys erstes Handy war ein Nokia 5110 im peppigen Blau. Seither weint sie der guten alten Telefonzelle keine Träne mehr nach. Das Schreiben hat sie bei verschiedenen Tageszeitungen gelernt. Geht’s um Smartphones ist sie wegen ihres über Jahre angehäuften Know-hows die erste Anlaufstelle für Familie und Freunde. 

4 Kommentare

  1. guten tag, ist das ein gesetz: “Ziehst Du mit Deinem DSL-Vertrag um, kann Dein Anbieter Kosten für den Umzug des Anschlusses erheben – dies ist die sogenannte Umzugspauschale. Sie liegt üblicherweise zwischen 30 Euro und 80 Euro. Dabei darf sie jedoch den Preis einer Neueinrichtung des Anschlusses nicht übersteigen” ? weil mein anbieter 40€ umzugspauschale möchte obwohl der neuanschluss 0€ kostet

    • Moin Stefan. Wie das Wörtchen “kann” impliziert, darf der Internetanbieter eine Umzugsgebühr erheben, er muss aber nicht! Erkundige Dich am besten bei der Verbraucherzentrale, wie Du in Deinem Fall vorgehen solltest, wenn der Anbieter zwar eine Umzugspauschale verlangt, einen Neuanschluss aber nicht berechnen würde. Dazu darf ich Dir keine juristische Auskunft geben. Viele Grüße, Jenny

    • Hallo Nabaz, wir können Ihnen leider nicht direkt weiterhelfen. Sie können aber Ihren Internetanschluss problemlos mitnehmen. Rufen Sie am besten bei Ihrem Anbieter an und informieren Sie ihn über Ihren Umzug, falls Sie es noch nicht getan haben. Ihr Anbieter schaltet Ihren Internetanschluss an der neuen Adresse frei. Das kann einige Tage dauern. Viele Grüße, Jenny

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